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Hans Makart - Werke kaufen und verkaufen

28. Mai 1840, Salzburg (Österreich) – 3. Oktober 1884, Wien (Österreich)

 

Hans Makart war ein österreichischer Historienmaler und Ausstattungskünstler, der als eine der einflussreichsten und wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten des späten 19. Jahrhundert in Wien gilt. Nach ihm wurde der Begriff der Makartzeit geprägt.

 

1840 in Salzburg geboren, erhielt Makart seine Ausbildung bei dem berühmten Historienmaler Carl Theodor von Piloty an der Akademie München. Zu dessen Schülern zählten unter anderem Franz von Lenbach und Franz von Defregger. Während und nach dem Studium trat er etliche Reisen an und verlegte auf Ruf von Franz Josef I. 1869 seinen Wohnsitz mit Atelier nach Wien. Seine Arbeitsräume avancierten zu einem beliebten Treffpunkt der Hautevolee, wo prächtige Kostümpartys gefeiert wurden. Das er Feste feiern konnte, bewies Makart auch mit der Organisation des Festzuges anlässlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares. Ab 1878 unterrichtete er selbst Historienmalerei an der Wiener Akademie und wurde Vorstand des Wiener Künstlerhauses. Makart war zweimal verheiratet. Seine erste Frau, mit der er zwei Kinder hatte, starb bald nach der Hochzeit. Mit der zweiten, einer Primaballerina, lebte der Künstler bis zu seinem frühen Tod zusammen. Im Alter von 44 Jahren starb Makart an einer Gehirnhautentzündung in Wien. Er war bereits zu Lebzeiten ein viel geachteter Künstler, der sogar die Gunst des Kaisers genoss. Auf ihn geht das Schlagwort Makartzeit zurück – es beschreibt seine Rolle als führender Künstler im Wien des späten 19. Jahrhundert. Er profitierte durchaus von der zeitgenössischen Strömung des Historismus, wo die Nachfrage nach historischen Themen in allen Lebensbereichen äußerst groß war. Er war ebenso ein viel beschäftigter Ausstattungskünstler der Wiener Ringstraße, sowohl für öffentliche als auch private Einrichtungen. Der sogenannte Makartstil war opulent und imposant, mit schweren Stoffen und aufwendigen Verzierungen. Kaiserin Elisabeth stattet ihm einen Besuch in seinem Atelier ab und beauftragte ihn mit der Ausstattung ihres Schlafzimmers in der Hermesvilla. Ein Höhepunkt seiner Karriere stellt die Ausstellung seines Monumentalgemäldes Venedig huldigt Caterina Cornaro bei der Wiener Weltausstellung 1873 dar. Ausgelöst durch die Faszination des Publikums auf dieses Gemälde, wuchs die Nachfrage an Makarts Bildern sehr und seine Kunst wurde in ganz Europa bis nach Amerika ausgestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam der Orientalismus in Mode und Makart reiste mit seinen Kollegen Franz von Lenbach, Carl Rudolf Huber und Leopold Carl Müller in das Land der Pharaonen. Einer der bekanntesten Herrscherinnen des alten Ägyptens war ein beliebtes Bildthema Makarts: Sein Ölgemälde Tod der Kleopatra aus dem Jahre 1875, welches bei der Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts um einen Preis von 757.300 Euro versteigert wurde, beweist dies. Die Burgschauspielerin Charlotte Wolter, für die er etliche Kostüme entwarf, stand im auch des Öfteren Modell, unter anderem für das Kleopatra Bild. Seine Porträts von Damen der Wiener Gesellschaft standen hoch im Kurs. Er kleidete die von ihm porträtierten Frauen in historische Gewänder aus seinem persönlichen Fundus ein und verwendete eine, auf das Wesen der dargestellte Person, abgestimmte Farbpalette. Er legte dabei den Fokus auf die persönliche Empfindsamkeit der Dargestellten. In dem scheinbaren Widerspruch von überlegt arrangierter Komposition und großzügiger, oft bewusst achtloser malerischer Umsetzung liegt eine der großen Stärken der Malerei Hans Makarts. Seine wichtigsten Vorbilder waren Peter Paul Rubens und Tizian und seine eine Ausstrahlungskraft hinterließ auch Spuren bei der jüngeren Künstlergeneration: Gustav Klimt führte sein Projekt für die Stiegen im Kunsthistorischen Museum fort.

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