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Olga Wisinger-Florian - Werke kaufen und verkaufen

1. November 1844, Wien (Österreich) - 27. Februar 1926, Grafenegg (Österreich)

Olga Wisinger-Florian zählt neben Tina Blau und Marie Egner zu Österreichs wichtigsten Malerinnen des 19. Jahrhunderts. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt bei Landschafts- und Blumenbildern, welche immer wieder auch in Dorotheum-Auktionen zu kaufen sind. Wie die Gemälde Emil Jakob Schindlers, Tina Blaus und Carl Molls werden auch ihre Werke zum Stimmungsimpressionismus gezählt.

Wisinger-Florian wurde schon als Kind in der Malerei unterrichtet, widmete sich dann aber verstärkt der Musik. Julius Epstein, der auch Gustav Mahlers Lehrer war, gab ihr Klavierunterricht. Gesundheitliche Gründe, die Bewegung ihrer Hände war aufgrund einer Krankheit eingeschränkt, zwangen sie aber ihre Konzert-Pianistinnen-Karriere aufzugeben.

Nach Olga Wisinger-Florians Hochzeit mit dem rund 20 Jahre älteren Apotheker Franz Wisinger und der Geburt ihres Sohnes wandte sie sich erneut dem Studium der Malerei zu. Melchior Fritsch, August Schaeffer und Emil Jakob Schinder waren ihre Lehrer. Gemeinsam mit Letztgenanntem, Marie Egner und Carl Moll verbrachte sie Zeit auf Schloss Plankenberg und unternahm Studienreisen, etwa nach Italien, die sie stark beeinflussten.

Olga Wisinger-Florian als bedeutende Künstlerin

Ab 1881 stellte Olga Wisinger-Florian regelmäßig im Wiener Künstlerhaus aus. Bei dessen Jahresausstellung 1886 kaufte auch Kaiser Franz Joseph ein Landschaftsgemälde von ihr. Auch international erregte ihre Kunst Aufsehen, wie auf den Weltausstellungen in Chicago und in Paris, oder bei Kunstschauen in München, Berlin, Prag und London.

Ab 1883 leitete sie ein Atelier für Schülerinnen, dem einige Töchter aus adeligen Familien angehörten, dies erweiterte zusätzlich den Kreis ihrer Käuferschaft.

Da Frauen ja grundsätzlich die Mitgliedschaft in den Künstlervereinigungen, etwa der Genossenschaft bildender Künstler Wiens (Künstlerhaus) oder der Vereinigung bildender Künstler Wiens (Secession) verwehrt war, schloss sich Wisinger-Florian mit Marie Egner, Marianne von EschenburgSusanne GranitschMarie MüllerTeresa Feodorowna RiesEugenie Breithut-Munk und Bertha von Tarnóczy zur Künstlerinnenvereinigung „Acht Künstlerinnen“ zusammen, die über viele Jahre Ausstellungen für Kunst von Frauen organisierte.

Olga Wisinger-Florians reges Interesse am Kulturbetrieb und ihr gesellschaftliches Engagement führten dazu, dass sie auch in anderen Vereinen tätig war, etwa im Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen, dem sie auch als Präsidentin vorstand, oder dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus von Bertha von Suttner, mit der sie eine enge Freundschaft verband.

Gesundheitliche Probleme und eine zunehmende Erblindung zwangen sie sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen, so verbrachte Olga Wisinger-Florian ihr Leben von 1912 bis zu ihrem Tod 1926 in einem Landhaus in Grafenegg.

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