Lot Nr. 7000


Afrika, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana. Stamm: Lobi. Eine sitzende MutterKind-Figur.


Afrika, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana. Stamm: Lobi. Eine sitzende MutterKind-Figur. - Antiquitäten & Bilder - "Sommerschwerpunkt"

Die Lobi glauben an unsichtbare und oft böswillige Geister, 'Thila' genannt (Einzahl: 'Thil'). Hat ein Lobi ein Problem, so geht er zum 'Priester' seines Dorfes. Der beauftragt ihn, eine Figur schnitzen zu lassen. Diese Figuren heißen 'Bateba' und gelten als 'temporäre Wohnung' eines Geistes 'Thil'. Sie werden in Schreinen aufgestellt und beopfert. Jetzt kann der 'Priester' mit diesen Geistern Kontakt aufnehmen. Zusätzlich verehrten die Lobi auch bedeutende Ahnen mit solchen Figuren. Ob die vorliegende Lobi-Skulptur eine sogenannte 'Bateba'- oder eine AhnenFigur ist (Stamm- oder KlanMutter?), ist unbestimmt. Sie ist aus hellem, hartem Holz geschnitzt und schwarzbraun gefärbt. Sie sitzt auf einem Hocker und trägt ihr Kind mit beiden Händen vorne über den Knien. Sie zeigt deutliche Spuren von Beopferung an ihrer Vorderseite. Denn diese Figuren stehen in Schreinen und werden vom Schrein-Eingang her beopfert (die Rückseiten bleiben meist unbeopfert!). Der Stil und die Frisur weisen auf einen Ursprung im Gebiet von Birifor. Diese MutterKind-Plastik hat zwei interessante OriginalReparaturen: Größere Risse wurden mit textilem Material aufgefüllt und mit EisenKlammern geschlossen. Sonst geringe Altersschäden (Risse und Brüche an den Füßen). Vor bis um Mitte 20. Jh.; H: 55 cm. (ME)

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at

10.06.2014 - 15:00

Rufpreis:
EUR 500,-

Afrika, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana. Stamm: Lobi. Eine sitzende MutterKind-Figur.


Die Lobi glauben an unsichtbare und oft böswillige Geister, 'Thila' genannt (Einzahl: 'Thil'). Hat ein Lobi ein Problem, so geht er zum 'Priester' seines Dorfes. Der beauftragt ihn, eine Figur schnitzen zu lassen. Diese Figuren heißen 'Bateba' und gelten als 'temporäre Wohnung' eines Geistes 'Thil'. Sie werden in Schreinen aufgestellt und beopfert. Jetzt kann der 'Priester' mit diesen Geistern Kontakt aufnehmen. Zusätzlich verehrten die Lobi auch bedeutende Ahnen mit solchen Figuren. Ob die vorliegende Lobi-Skulptur eine sogenannte 'Bateba'- oder eine AhnenFigur ist (Stamm- oder KlanMutter?), ist unbestimmt. Sie ist aus hellem, hartem Holz geschnitzt und schwarzbraun gefärbt. Sie sitzt auf einem Hocker und trägt ihr Kind mit beiden Händen vorne über den Knien. Sie zeigt deutliche Spuren von Beopferung an ihrer Vorderseite. Denn diese Figuren stehen in Schreinen und werden vom Schrein-Eingang her beopfert (die Rückseiten bleiben meist unbeopfert!). Der Stil und die Frisur weisen auf einen Ursprung im Gebiet von Birifor. Diese MutterKind-Plastik hat zwei interessante OriginalReparaturen: Größere Risse wurden mit textilem Material aufgefüllt und mit EisenKlammern geschlossen. Sonst geringe Altersschäden (Risse und Brüche an den Füßen). Vor bis um Mitte 20. Jh.; H: 55 cm. (ME)

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Antiquitäten & Bilder - "Sommerschwerpunkt"
Auktionstyp: Saalauktion
Datum: 10.06.2014 - 15:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 06.06. - 10.06.2014

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