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Lot Nr. 55 #


Alphonse de Neuville


Alphonse de Neuville - Gemälde des 19. Jahrhunderts

(St. Omer 1835–1885 Paris)
Die Verteidigung des Longboyau Tores (Schloss Buzenval bei Paris) am 21. Oktober 1870, signiert, datiert A. de Neuville 1871, Öl auf Papier auf Leinwand, 48 x 72 cm, gerahmt, (W)

Beim vorliegenden Lot handelt es sich um die Öl-Studie zum gleichnamigen Gemälde von 1879, welches sich im Pariser Musée de l´Armèe befindet (vgl. Inventar Nummer 14613 / Cote Eb 1158, Öl auf Leinwand, 132 x 175 cm).

Die Dritte Republik war ein goldenes Zeitalter für die Schlachtenmalerei. Das Trauma der Niederlage im Jahr 1871 versuchten die Französischen Künstler durch starke Dramaturgie und die Darstellung von besonderen, oft in aussichtsloser Lage begangenen, heroischen Handlungen zu überwinden. Die Verteidigung des Tores von Longboyau zeigt die Rettung einer Kanone während der Kämpfe um Paris am 21. Oktober 1870.
Am Nachmittag des 21. Oktober trafen preußische Jäger auf die Französische Infanterie in Malmaison, wobei eine Artillerie Abteilung an einem strategisch wichtigen Punkt - vor dem Tor von Longboyau - in Stellung gegangen war. Als Longboyau aufgegeben werden sollte, verblieb eine Handvoll Soldaten unter Captain Nismes am Tor, bis ihre letzten Patronen verschossen waren, um den Rückzug der Artillerie zu decken. Durch die kräftige Komposition entfaltet sich das Drama des Gefechts. Meisterhaft inszeniert, ist Longboyau eines der Hauptwerke Alphonse‘ de Neuville .
Während die Belagerung von Paris seit 19. September in Gange war unternahmen am 21.Oktober französische Einheiten unter General Noel (es wird von zwölf Bataillonen und 40 Feldgeschützen berichtet) einen Ausfall gegen die deutschen Stellungen vom Fort am Mont Valérien aus. Der Hauptstoß der Franzosen zielte auf Malmaison und Schloss Buzenval. Ob des starken Geschützfeuers erreichten die Französischen Truppen jedoch keinen Durchbruch. Zu schwereren Gefechten kam es auf dem Gelände des Schlosses Buzenval, nach Kämpfen von ca. drei Stunden zogen sich jedoch die französischen Einheiten unter Verlusten in das Fort zurück. Ein erneuter Ausfall fand am 19. Jänner 1871 statt.
Noch heute steht am Ort des ehemaligen Tores eine Gedenktafel mit der Abbildung des Gemäldes.

Expertin: Dr. Christl Wolf Dr. Christl Wolf
+43-1-515 60-377

19c.paintings@dorotheum.at

08.04.2014 - 18:00

Schätzwert:
EUR 12.000,- bis EUR 15.000,-

Alphonse de Neuville


(St. Omer 1835–1885 Paris)
Die Verteidigung des Longboyau Tores (Schloss Buzenval bei Paris) am 21. Oktober 1870, signiert, datiert A. de Neuville 1871, Öl auf Papier auf Leinwand, 48 x 72 cm, gerahmt, (W)

Beim vorliegenden Lot handelt es sich um die Öl-Studie zum gleichnamigen Gemälde von 1879, welches sich im Pariser Musée de l´Armèe befindet (vgl. Inventar Nummer 14613 / Cote Eb 1158, Öl auf Leinwand, 132 x 175 cm).

Die Dritte Republik war ein goldenes Zeitalter für die Schlachtenmalerei. Das Trauma der Niederlage im Jahr 1871 versuchten die Französischen Künstler durch starke Dramaturgie und die Darstellung von besonderen, oft in aussichtsloser Lage begangenen, heroischen Handlungen zu überwinden. Die Verteidigung des Tores von Longboyau zeigt die Rettung einer Kanone während der Kämpfe um Paris am 21. Oktober 1870.
Am Nachmittag des 21. Oktober trafen preußische Jäger auf die Französische Infanterie in Malmaison, wobei eine Artillerie Abteilung an einem strategisch wichtigen Punkt - vor dem Tor von Longboyau - in Stellung gegangen war. Als Longboyau aufgegeben werden sollte, verblieb eine Handvoll Soldaten unter Captain Nismes am Tor, bis ihre letzten Patronen verschossen waren, um den Rückzug der Artillerie zu decken. Durch die kräftige Komposition entfaltet sich das Drama des Gefechts. Meisterhaft inszeniert, ist Longboyau eines der Hauptwerke Alphonse‘ de Neuville .
Während die Belagerung von Paris seit 19. September in Gange war unternahmen am 21.Oktober französische Einheiten unter General Noel (es wird von zwölf Bataillonen und 40 Feldgeschützen berichtet) einen Ausfall gegen die deutschen Stellungen vom Fort am Mont Valérien aus. Der Hauptstoß der Franzosen zielte auf Malmaison und Schloss Buzenval. Ob des starken Geschützfeuers erreichten die Französischen Truppen jedoch keinen Durchbruch. Zu schwereren Gefechten kam es auf dem Gelände des Schlosses Buzenval, nach Kämpfen von ca. drei Stunden zogen sich jedoch die französischen Einheiten unter Verlusten in das Fort zurück. Ein erneuter Ausfall fand am 19. Jänner 1871 statt.
Noch heute steht am Ort des ehemaligen Tores eine Gedenktafel mit der Abbildung des Gemäldes.

Expertin: Dr. Christl Wolf Dr. Christl Wolf
+43-1-515 60-377

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 08.04.2014 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.03. - 08.04.2014