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Lot Nr. 41


Hans Makart


Hans Makart - Gemälde des 19. Jahrhunderts

(Salzburg 1840–1884 Wien)
Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein, um 1882/84, Öl auf Leinwand, 129 x 235,5 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
H. O. Miethke, Wien, 26. März 1885, Lot 56;
Erwerb beim Vorgenannten durch Baron Louis von Boschan;
Auktionshaus Albert Kende, Wien, 13.-15. April 1937, Lot 379;
Erwerb beim Vorgenannten durch Dr. Bruno Jellinek, Wien;
Beschlagnahmt von der Gestapo aus der Sammlung von Dr. Bruno Jellinek, 8. Januar 1941;
Ankauf Dr. Hans Posse, Sonderbeauftragter für Linz, für die Linzer Sammlung, 6. Oktober 1941;
Restitution an die Erben nach Dr. Bruno Jellinek, 15. Oktober 1948;
Ausfuhrsperre durch den Landeskonservator, Salzburg, 17. Januar 1949;
Übergabe als Leihgabe an die Österreichische Galerie Belvedere, Wien, 16. Dezember 1949;
Rückgabe an die Erben von Dr. Bruno Jellinek, 28. Januar 2014.

Ausgestellt:
Hans Makart und der Historismus in Budapest, Prag und Wien, Ausstellung Schloß Halbthurn, 3.5.-26.10.1986, Wien 1986.
Makart - Maler der Sinne, Belvedere Wien, 9.6.–9.10.2011, S. 203, Abb. Taf. 79.

Verzeichnet in:
Emil Pirchan, Hans Makart. Leben, Werk und Zeit, Wien, 1942.
Emil Pirchan, Hans Makart. Leben, Werk und Zeit, 2. Auflage, Wien 1954.
Gerbert Frodl, Hans Makart, Monographie und Werkverzeichnis, Salzburg 1974, WVZ Nr. 424.
Thomas Zaunschirm, ”Der Sieg des Lichts” Bemerkungen zu Makarts Kolorit, in: Alte und moderne Kunst, Österreichische Zeitschrift für Kunst, Kunsthandwerk und Wohnkultur, Jg. 21, H.147, 1976, S. 1–7, Abb. 2.
Gerbert Frodl, Hans Makart in der Österreichischen Galerie Belvedere Wien, Salzburg 2000, S. 84.
Birgit Schwarz, Hitlers Museum, Die Fotoalben Gemäldegalerie Linz, Dokumente zum “Führermuseum”, Wien 2004, Bd. XVI/37a, S. 320.
Gerbert Frodl, Hans Makart, Werkverzeichnis der Gemälde, Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2013, S. 290, WVZ Nr. 496.

Wir danken Dr. Gerbert Frodl für die wissenschaftliche Unterstützung.

Der Historienmaler und gefeierte Ringstraßenkünstler Hans Makart, in ganz Wien durch seine opulenten Atelierfeste und Ausrichtung von Festumzügen bekannt, gehört wohl zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstszene, die das Wien des 19. Jahrhunderts zu bieten hatte.
Als Maler von historischen und mythologischen Szenen, geprägt von seiner Münchner Zeit an der Akademie unter dem bedeutenden Historienmaler Karl von Piloty, vermochte es Makart mit seiner Malweise ein breites Publikum anzusprechen. Die Auseinandersetzung mit Themen der Geschichte und Heldenepen spiegeln den Zeitgeist an den Akademien in ganz Europa wider. Die Bewunderung Hans Makarts für Richard Wagners Musik findet ihren Höhepunkt in der Zyklusdarstellung der Ring der Nibelungen, den er kurz nach Wagners Tod 1883 ausführte.
In Anlehnung an die gleichnamige Oper werden die wichtigsten Ereignisse in acht Teilen bildlich umgesetzt.

Das hier vorliegende Werk Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein kann, wie Dr. Gerbert Frodl vermutet, im Zusammenhang mit dem oben genannten Zyklus entstanden sein. Die achteckige, längliche Form dieses Entwurfes deutet auf ein architektonisches Bildfeld für ein Deckenplafond hin, der eventuell gemeinsam mit den Zyklusdarstellungen in einem eigens dafür geschaffenen Raum präsentiert werden sollten. Makart sah zwischen Kunst und Leben eine unauflösliche Verbindung. Die Integration seiner Werke in architektonisch definierten Raum ermöglichte ihm eine Bühne für seine Werke zu schaffen. Auch Farbe galt für Makart als das Kompositionsprinzip und gewann im Laufe seiner Karriere immer mehr an Bedeutung. Tonige Farbigkeit im unteren Bildteil wird durch luftig leichte Farben im oberen Bildteil abgelöst. Die vielfigurige Szene zeigt die Makart’sche Auffassung, Geschehen als Fest auf einer Bühne darzustellen. Obwohl das Gemälde nicht en-detail ausgeführt wurde, zeigt es Makarts kraftvolle Ausführung, in der er durch den Einsatz von Farbe, Licht und Schatten eine imposante Szene erschafft. (Vergleiche: Gerbert Frodl, Hans Makart, Werkverzeichnis der Gemälde, Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2013, S. 282)

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

08.04.2014 - 18:00

Schätzwert:
EUR 120.000,- bis EUR 180.000,-

Hans Makart


(Salzburg 1840–1884 Wien)
Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein, um 1882/84, Öl auf Leinwand, 129 x 235,5 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
H. O. Miethke, Wien, 26. März 1885, Lot 56;
Erwerb beim Vorgenannten durch Baron Louis von Boschan;
Auktionshaus Albert Kende, Wien, 13.-15. April 1937, Lot 379;
Erwerb beim Vorgenannten durch Dr. Bruno Jellinek, Wien;
Beschlagnahmt von der Gestapo aus der Sammlung von Dr. Bruno Jellinek, 8. Januar 1941;
Ankauf Dr. Hans Posse, Sonderbeauftragter für Linz, für die Linzer Sammlung, 6. Oktober 1941;
Restitution an die Erben nach Dr. Bruno Jellinek, 15. Oktober 1948;
Ausfuhrsperre durch den Landeskonservator, Salzburg, 17. Januar 1949;
Übergabe als Leihgabe an die Österreichische Galerie Belvedere, Wien, 16. Dezember 1949;
Rückgabe an die Erben von Dr. Bruno Jellinek, 28. Januar 2014.

Ausgestellt:
Hans Makart und der Historismus in Budapest, Prag und Wien, Ausstellung Schloß Halbthurn, 3.5.-26.10.1986, Wien 1986.
Makart - Maler der Sinne, Belvedere Wien, 9.6.–9.10.2011, S. 203, Abb. Taf. 79.

Verzeichnet in:
Emil Pirchan, Hans Makart. Leben, Werk und Zeit, Wien, 1942.
Emil Pirchan, Hans Makart. Leben, Werk und Zeit, 2. Auflage, Wien 1954.
Gerbert Frodl, Hans Makart, Monographie und Werkverzeichnis, Salzburg 1974, WVZ Nr. 424.
Thomas Zaunschirm, ”Der Sieg des Lichts” Bemerkungen zu Makarts Kolorit, in: Alte und moderne Kunst, Österreichische Zeitschrift für Kunst, Kunsthandwerk und Wohnkultur, Jg. 21, H.147, 1976, S. 1–7, Abb. 2.
Gerbert Frodl, Hans Makart in der Österreichischen Galerie Belvedere Wien, Salzburg 2000, S. 84.
Birgit Schwarz, Hitlers Museum, Die Fotoalben Gemäldegalerie Linz, Dokumente zum “Führermuseum”, Wien 2004, Bd. XVI/37a, S. 320.
Gerbert Frodl, Hans Makart, Werkverzeichnis der Gemälde, Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2013, S. 290, WVZ Nr. 496.

Wir danken Dr. Gerbert Frodl für die wissenschaftliche Unterstützung.

Der Historienmaler und gefeierte Ringstraßenkünstler Hans Makart, in ganz Wien durch seine opulenten Atelierfeste und Ausrichtung von Festumzügen bekannt, gehört wohl zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstszene, die das Wien des 19. Jahrhunderts zu bieten hatte.
Als Maler von historischen und mythologischen Szenen, geprägt von seiner Münchner Zeit an der Akademie unter dem bedeutenden Historienmaler Karl von Piloty, vermochte es Makart mit seiner Malweise ein breites Publikum anzusprechen. Die Auseinandersetzung mit Themen der Geschichte und Heldenepen spiegeln den Zeitgeist an den Akademien in ganz Europa wider. Die Bewunderung Hans Makarts für Richard Wagners Musik findet ihren Höhepunkt in der Zyklusdarstellung der Ring der Nibelungen, den er kurz nach Wagners Tod 1883 ausführte.
In Anlehnung an die gleichnamige Oper werden die wichtigsten Ereignisse in acht Teilen bildlich umgesetzt.

Das hier vorliegende Werk Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein kann, wie Dr. Gerbert Frodl vermutet, im Zusammenhang mit dem oben genannten Zyklus entstanden sein. Die achteckige, längliche Form dieses Entwurfes deutet auf ein architektonisches Bildfeld für ein Deckenplafond hin, der eventuell gemeinsam mit den Zyklusdarstellungen in einem eigens dafür geschaffenen Raum präsentiert werden sollten. Makart sah zwischen Kunst und Leben eine unauflösliche Verbindung. Die Integration seiner Werke in architektonisch definierten Raum ermöglichte ihm eine Bühne für seine Werke zu schaffen. Auch Farbe galt für Makart als das Kompositionsprinzip und gewann im Laufe seiner Karriere immer mehr an Bedeutung. Tonige Farbigkeit im unteren Bildteil wird durch luftig leichte Farben im oberen Bildteil abgelöst. Die vielfigurige Szene zeigt die Makart’sche Auffassung, Geschehen als Fest auf einer Bühne darzustellen. Obwohl das Gemälde nicht en-detail ausgeführt wurde, zeigt es Makarts kraftvolle Ausführung, in der er durch den Einsatz von Farbe, Licht und Schatten eine imposante Szene erschafft. (Vergleiche: Gerbert Frodl, Hans Makart, Werkverzeichnis der Gemälde, Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2013, S. 282)

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 08.04.2014 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.03. - 08.04.2014