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Lot Nr. 38


Fausto Zonaro


Fausto Zonaro - Gemälde des 19. Jahrhunderts

(Padua 1854–1929 San Remo)
Selbstportrait, signiert F. Zonaro, Öl auf Leinwand, 71 x 52 cm, gerahmt, (GG)

Provenienz:
Vom Künstler an seinen Sohn Faustino;
Vom Vater des jetzigen Besitzers in den 1960er Jahren erworben;
Europäische Privatsammlung.

Wir danken Erol Makzume für die Bestätigung der Echtheit anhand eines Fotos.

Eine andere, etwas kleinere Version des vorliegenden Lots aus dem Jahr 1908 aus einer privaten Sammlung ist in dem Ausstellungskatalog Fausto Zonaro, from the Venice Lagoon to the Shores of the Bosphorus, an Italian Painter at the Court of the Sultan (Rom, Vittoriano, 25. November bis 20. Dezember 2004, Abb. auf S. 192) und in dem Buch Fausto Zonaro, Twenty Years under the Reign of Abdülhamid, the Memoirs and Works of Fausto Zonaro (hrsg. v. Erol Makzume und Cesare Mario Trevigne, Abb. auf S. 254) abgebildet.

Für dieses letzte Selbstportrait aus Istanbul malte sich der Künstler sich in Frontalansicht. Der 54 Jahre alte Künstler blickt den Betrachter direkt an. Er trägt westliche Kleidung und eine Kappe. Das Bild ist nicht datiert, entstand aber höchstwahrscheinlich 1908, kurz bevor Zonaro von Istanbul nach Rom und von dort aus nach San Remo weiterreiste. Als Abdülhamid II. gestürzt wurde, entzog die neue Regierung Zonaro den Titel eines Hofkünstlers. Enttäuscht verließ er Istanbul mit seiner Familie im Jahr 1910.

Zusammen mit Pasini und De Mango ist Fausto Zonaro der Künstler, der am stärksten mit Konstantinopel in Verbindung gebracht wird. Er war in der Stadt sehr beliebt. In seinen von Erol Makzume und Cesare Mario Trevigne herausgegebenen Memoiren schreibt der Maler über den 19. März 1910, dem Tag, an dem er Istanbul verließ: “Lastenträger aus der Stadt kamen, luden meine Habseligkeiten auf ihre Schultern und machten sich mit den schweren Kästen auf den Weg und ich folgte. Alle Ladenbesitzer der Straße kamen aus ihren Geschäften und schauten mir nach, schweigend und ernst, winkend. Und ich ging die Straße entlang, die klangvollen türkischen Abschiedsgrüße schollen durch die Fenstergitter. Wie ich weiterging, ziemlich überwältigt von den Gefühlen, legte ich die Hand an den Fez und grüßte sie und dankte ihnen.” Der Künstler war von der Kultur und vom Alltag dieser Menschen gefesselt: die brodelnden Märkte, die Schriftgelehrten und die Fischer.

Zonaro leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung von westlich inspirierter Kunst in der Türkei. Er ist als Maler des modernen türkischen Lebens bekannt.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it

08.04.2014 - 18:00

Erzielter Preis: **
EUR 110.100,-
Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Fausto Zonaro


(Padua 1854–1929 San Remo)
Selbstportrait, signiert F. Zonaro, Öl auf Leinwand, 71 x 52 cm, gerahmt, (GG)

Provenienz:
Vom Künstler an seinen Sohn Faustino;
Vom Vater des jetzigen Besitzers in den 1960er Jahren erworben;
Europäische Privatsammlung.

Wir danken Erol Makzume für die Bestätigung der Echtheit anhand eines Fotos.

Eine andere, etwas kleinere Version des vorliegenden Lots aus dem Jahr 1908 aus einer privaten Sammlung ist in dem Ausstellungskatalog Fausto Zonaro, from the Venice Lagoon to the Shores of the Bosphorus, an Italian Painter at the Court of the Sultan (Rom, Vittoriano, 25. November bis 20. Dezember 2004, Abb. auf S. 192) und in dem Buch Fausto Zonaro, Twenty Years under the Reign of Abdülhamid, the Memoirs and Works of Fausto Zonaro (hrsg. v. Erol Makzume und Cesare Mario Trevigne, Abb. auf S. 254) abgebildet.

Für dieses letzte Selbstportrait aus Istanbul malte sich der Künstler sich in Frontalansicht. Der 54 Jahre alte Künstler blickt den Betrachter direkt an. Er trägt westliche Kleidung und eine Kappe. Das Bild ist nicht datiert, entstand aber höchstwahrscheinlich 1908, kurz bevor Zonaro von Istanbul nach Rom und von dort aus nach San Remo weiterreiste. Als Abdülhamid II. gestürzt wurde, entzog die neue Regierung Zonaro den Titel eines Hofkünstlers. Enttäuscht verließ er Istanbul mit seiner Familie im Jahr 1910.

Zusammen mit Pasini und De Mango ist Fausto Zonaro der Künstler, der am stärksten mit Konstantinopel in Verbindung gebracht wird. Er war in der Stadt sehr beliebt. In seinen von Erol Makzume und Cesare Mario Trevigne herausgegebenen Memoiren schreibt der Maler über den 19. März 1910, dem Tag, an dem er Istanbul verließ: “Lastenträger aus der Stadt kamen, luden meine Habseligkeiten auf ihre Schultern und machten sich mit den schweren Kästen auf den Weg und ich folgte. Alle Ladenbesitzer der Straße kamen aus ihren Geschäften und schauten mir nach, schweigend und ernst, winkend. Und ich ging die Straße entlang, die klangvollen türkischen Abschiedsgrüße schollen durch die Fenstergitter. Wie ich weiterging, ziemlich überwältigt von den Gefühlen, legte ich die Hand an den Fez und grüßte sie und dankte ihnen.” Der Künstler war von der Kultur und vom Alltag dieser Menschen gefesselt: die brodelnden Märkte, die Schriftgelehrten und die Fischer.

Zonaro leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung von westlich inspirierter Kunst in der Türkei. Er ist als Maler des modernen türkischen Lebens bekannt.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 08.04.2014 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.03. - 08.04.2014


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.