Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Lot Nr. 600 V


1972 Porsche 911 Carrera RS


1972 Porsche 911 Carrera RS - Klassische Fahrzeuge

Eines der ersten 500 Homologationsmodelle!
Münchner Auslieferung!

Am 16. Juni 1972 fällt die FIA beim CSI-Meeting in London eine folgenreiche Entscheidung: für die Homologation in der Gruppe 4 mussten nun nachweislich 500 Stück Fahrzeuge gebaut werden. Porsche traf die Entscheidung nicht ganz unvorbereitet. Man hatte sich schon davor Gedanken gemacht, warum einem BMW und Ford auf den Rennstrecken um die Ohren fuhren. Für das Modelljahr 1973 war bereits ein neues Topmodell in Planung, 2,7 S sollte es heißen, mit einem 210 PS starken Motor. Die Skepsis, ob man Abnehmer für die 500 Wagen finden würde, war groß. Was folgte war, vorsichtig gesagt, ein gröberer Auffassungsunterschied, zwischen Hersteller und Vertriebsgesellschaft. Der 2,7 S sollte zu Gunsten des Homologationsmodells aufgegeben werden. Doch war für den alles bereits auf Schiene, Prospekte waren gedruckt, der Preis stand fest. Entsprechend begeistert war der Vertrieb. Wer sich durchsetzte, ist heute hinlänglich bekannt. Das Entwicklungsteam um Wolfgang Berger schöpfte aus dem Vollen, damit war eine Legende geboren: der Carrera RS. RS wie Rennsport.

Dieser Carrera RS, Chassis #0235, wurde im Dezember 1972 gebaut und ist damit eines der 500 Homologationsmodelle, welche mit extra dünnem Blech gebaut wurden, um das Homologationsgewicht möglichst zu drücken. Er wurde über die Mahag in München bestellt, laut dem Referenzwerk von Dr. Konradsheim in Signalgelb mit Sportsitzen mit Kopfstützen, einem Sperrdifferenzial, beheizbarer Heckscheibe und 3-Punkt Sicherheitsgurten. Als Versandart ist Selbstabholung ohne Konservierung angegeben.

Im Laufe der 1980er Jahre übersiedelte der RS nach Mönchengladbach zu Horst Derkum. Der ist in der Porsche-Welt kein Unbekannter, gilt er doch als Koryphäe im Aufbau von Rennwagen, der jahrelang und erfolgreich auch einen privaten Rennstall unterhielt. Um 1990 kam der Porsche von einem Spezialisten zum nächsten. Esben Kraen hatte von dem RS bei Horst Derkum gehört und es gelang ihm den Wagen zu kaufen und zu sich nach Dänemark zu holen. Umgehend begann er mit einer Restauration, die vier Jahre dauern solllte und an deren Ende ein Ergebnis stand, das heute noch von der Qualität der Arbeit zeugt. 20 Jahre genoss Esben Kraen seinen #0235 und nahm an zahlreichen Veranstaltungen in ganz Europa teil, bis er ihn schließlich an einen Freund verkaufte.
Bereits in frühen Jahren hatte der RS einen Motorschaden erlitten und bekam zwei Mal ein Austauschgehäuse vom korrekten Typ 911/83. Ersteres war nicht dicht zu bekommen und letzteres zur Seite gelegt und heute noch ungebraucht beim Wagen, vom Hersteller mit der originalen Nummer versehen. Der aktuell eingebaute Motor basiert auf einem 911/81 Magnesium-Gehäuse und wurde von Esben Kraen für seinen RS präpariert.

Zum Carrera RS ist eigentlich alles schon gesagt. Er füllt Bücher genauso wie Träume. Dieses Exemplar war Jahrzehnte in den Händen der besten Porsche-Kenner und wurde von einem solchen für sich selbst restauriert. Seit damals hat sich viel geändert, vor allem die Begehrlichkeit dieser Sportler. Dieses frühe Homologationsmodell stellt den neuen Besitzer vor die Qual der Wahl: gleich einsteigen und Spaß haben oder sich in Geduld üben, und ihn erst wieder so dastehen lassen wie anno 1972.

FIN: 9113600235, Laufleistung: 58.122. km (abgelesen), Hubraum: 2.681 ccm/B6, Motor: 6630259, Farbe: Grand Prix Weiß/Schwarz (Stoff), Getriebe: 5-Gang, Leistung: 210 PS, Papiere: Dänische Fahrzeugpapiere u. Deutsche TÜV-Abnahme §21

23.06.2018 - 17:00

Schätzwert:
EUR 420.000,- bis EUR 540.000,-

1972 Porsche 911 Carrera RS


Eines der ersten 500 Homologationsmodelle!
Münchner Auslieferung!

Am 16. Juni 1972 fällt die FIA beim CSI-Meeting in London eine folgenreiche Entscheidung: für die Homologation in der Gruppe 4 mussten nun nachweislich 500 Stück Fahrzeuge gebaut werden. Porsche traf die Entscheidung nicht ganz unvorbereitet. Man hatte sich schon davor Gedanken gemacht, warum einem BMW und Ford auf den Rennstrecken um die Ohren fuhren. Für das Modelljahr 1973 war bereits ein neues Topmodell in Planung, 2,7 S sollte es heißen, mit einem 210 PS starken Motor. Die Skepsis, ob man Abnehmer für die 500 Wagen finden würde, war groß. Was folgte war, vorsichtig gesagt, ein gröberer Auffassungsunterschied, zwischen Hersteller und Vertriebsgesellschaft. Der 2,7 S sollte zu Gunsten des Homologationsmodells aufgegeben werden. Doch war für den alles bereits auf Schiene, Prospekte waren gedruckt, der Preis stand fest. Entsprechend begeistert war der Vertrieb. Wer sich durchsetzte, ist heute hinlänglich bekannt. Das Entwicklungsteam um Wolfgang Berger schöpfte aus dem Vollen, damit war eine Legende geboren: der Carrera RS. RS wie Rennsport.

Dieser Carrera RS, Chassis #0235, wurde im Dezember 1972 gebaut und ist damit eines der 500 Homologationsmodelle, welche mit extra dünnem Blech gebaut wurden, um das Homologationsgewicht möglichst zu drücken. Er wurde über die Mahag in München bestellt, laut dem Referenzwerk von Dr. Konradsheim in Signalgelb mit Sportsitzen mit Kopfstützen, einem Sperrdifferenzial, beheizbarer Heckscheibe und 3-Punkt Sicherheitsgurten. Als Versandart ist Selbstabholung ohne Konservierung angegeben.

Im Laufe der 1980er Jahre übersiedelte der RS nach Mönchengladbach zu Horst Derkum. Der ist in der Porsche-Welt kein Unbekannter, gilt er doch als Koryphäe im Aufbau von Rennwagen, der jahrelang und erfolgreich auch einen privaten Rennstall unterhielt. Um 1990 kam der Porsche von einem Spezialisten zum nächsten. Esben Kraen hatte von dem RS bei Horst Derkum gehört und es gelang ihm den Wagen zu kaufen und zu sich nach Dänemark zu holen. Umgehend begann er mit einer Restauration, die vier Jahre dauern solllte und an deren Ende ein Ergebnis stand, das heute noch von der Qualität der Arbeit zeugt. 20 Jahre genoss Esben Kraen seinen #0235 und nahm an zahlreichen Veranstaltungen in ganz Europa teil, bis er ihn schließlich an einen Freund verkaufte.
Bereits in frühen Jahren hatte der RS einen Motorschaden erlitten und bekam zwei Mal ein Austauschgehäuse vom korrekten Typ 911/83. Ersteres war nicht dicht zu bekommen und letzteres zur Seite gelegt und heute noch ungebraucht beim Wagen, vom Hersteller mit der originalen Nummer versehen. Der aktuell eingebaute Motor basiert auf einem 911/81 Magnesium-Gehäuse und wurde von Esben Kraen für seinen RS präpariert.

Zum Carrera RS ist eigentlich alles schon gesagt. Er füllt Bücher genauso wie Träume. Dieses Exemplar war Jahrzehnte in den Händen der besten Porsche-Kenner und wurde von einem solchen für sich selbst restauriert. Seit damals hat sich viel geändert, vor allem die Begehrlichkeit dieser Sportler. Dieses frühe Homologationsmodell stellt den neuen Besitzer vor die Qual der Wahl: gleich einsteigen und Spaß haben oder sich in Geduld üben, und ihn erst wieder so dastehen lassen wie anno 1972.

FIN: 9113600235, Laufleistung: 58.122. km (abgelesen), Hubraum: 2.681 ccm/B6, Motor: 6630259, Farbe: Grand Prix Weiß/Schwarz (Stoff), Getriebe: 5-Gang, Leistung: 210 PS, Papiere: Dänische Fahrzeugpapiere u. Deutsche TÜV-Abnahme §21


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 23.06.2018 - 17:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 21.06. - 23.06.2018