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Lot Nr. 594 V


1966 Porsche 911 deluxe R. S. Coupé


1966 Porsche 911 deluxe R. S. Coupé - Klassische Fahrzeuge

Eines von nur 253 gebauten deluxe RS Coupés!
Seit 1969 in Österreich, seit 1980 im Besitz des Einbringers!

Es gibt sie noch, die großen, ungelösten Rätsel dieser Welt, selbst beim wohl meistpublizierten Auto, dem Porsche 911. Eines heißt 911 deluxe RS Coupé. Nur 253 sollen gebaut worden sein. Auf deren Kardex ist “MODELL 1967 911 deluxe R.S. Ex. 13/66“ handschriftlich in rot vermerkt. Steve Heinrichs will alle 253 Kardex gesehen haben. Warum Modell 1967, wenn alle 1966er Chassis Nummern tragen? Und wofür steht R.S.? Und wofür steht Ex. 13/66?

Fest steht, es handelt sich um die letzten 253 gebauten Coupés des 1966er Modelljahres, Chassis Nummern 304703 bis 304955, gebaut zwischen Mai und Juni. Die Wagen waren ausgestattet wie 1966er Modelle, hatten ein Holzarmaturenbrett, Zusatzscheinwerfer, Standheizung und alle anderen Merkmale dieses Jahrgangs. Und dennoch bezeichnet Porsche sie als 1967er Modelle. War es vielleicht ein Marketinggag um die letzten Exemplare des alten Jahrgangs noch an den Mann zu bringen? Noch ist dieses Mysterium nicht zur Gänze gelöst.

Fakt ist jedoch, das wir hier ein solches Modell vor uns haben: Chassis 304779, ausgeliefert am 7. Juni 1966 an die Porsche Vertretung PoAC in Teaneck, New Jersey, dort abgenommen am 31. Oktober 1966. Interessanterweise weist der Kardex zwar die ominöse Bezeichnung aus, jedoch weder Motor- noch Getriebenummer. So viel zum Thema matching numbers. Der Wagen war hellelfenbein (6604 B) mit einer Innenausstattung in schwarzem Kunstleder. Er verfügte über eingangs erwähnte Webasto Standheizung, einen linken Außenspiegel, Blaupunkt-Radio mitsamt Lautsprecher und Antenne.

Mit 24. Jänner 1967 ist noch ein Gewährleistungsauftrag vermerkt, dann taucht der 911er erst 1969 wieder auf, im Burgenland, genauer gesagt in Eisenstadt, wo er am 8. September überprüft und am 10. Dezember die Einzelgenehmigung ausgestellt wurde. Einen Tag vor Weihnachten ließ sein Besitzer den Porsche im südlichen Burgenland zu. Eine zweijährige Übertragungssperre lässt darauf schließen, dass er den Wagen als Übersiedlungsgut aus den USA mitgenommen hat. Nach Ablauf dieser Sperre wechselte der 911er erstmals den Besitzer. Das tat er noch einmal, bis er etwa 1980 in den Besitz des Einbringers, damals Grundwehrdiener, kam. Der Porsche hatte da bereits die Farbe gewechselt und ihm fehlte sein Antriebsstrang. Seinem Besitzer wiederum fehlte das Geld ihn herzurichten, stolzer Besitzer eines Porsches zu sein, musste vorerst ausreichen. Überhaupt war der gute schon nicht mehr allzu gut in Schuss, der Porsche natürlich, nicht der Besitzer. Dem kamen erst einmal Beruf und Familie dazwischen, zwar fand sich zwischenzeitlich ein passender Motor mitsamt Getriebe, aber es zogen gut 30 Jahre ins Land, bis der Porsche endlich seine Restauration bekam. Die war dafür umso gründlicher und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Der Zustand passt jetzt wieder zur Historie, denn beides weiß zu beeindrucken. Als seltener Vogel einer noch nicht gänzlich erforschten Art ist dieser 911er ohnehin umso begehrenswerter!

FIN: 304779, Laufleistung: 91.616 km (abgelesen), Hubraum: 1.991 ccm/B6, Leistung: 130 PS, Farbe: Hellelfenbein/Schwarz (Kunstleder), Getriebe: 5-Gang, Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

23.06.2018 - 17:00

Schätzwert:
EUR 120.000,- bis EUR 160.000,-

1966 Porsche 911 deluxe R. S. Coupé


Eines von nur 253 gebauten deluxe RS Coupés!
Seit 1969 in Österreich, seit 1980 im Besitz des Einbringers!

Es gibt sie noch, die großen, ungelösten Rätsel dieser Welt, selbst beim wohl meistpublizierten Auto, dem Porsche 911. Eines heißt 911 deluxe RS Coupé. Nur 253 sollen gebaut worden sein. Auf deren Kardex ist “MODELL 1967 911 deluxe R.S. Ex. 13/66“ handschriftlich in rot vermerkt. Steve Heinrichs will alle 253 Kardex gesehen haben. Warum Modell 1967, wenn alle 1966er Chassis Nummern tragen? Und wofür steht R.S.? Und wofür steht Ex. 13/66?

Fest steht, es handelt sich um die letzten 253 gebauten Coupés des 1966er Modelljahres, Chassis Nummern 304703 bis 304955, gebaut zwischen Mai und Juni. Die Wagen waren ausgestattet wie 1966er Modelle, hatten ein Holzarmaturenbrett, Zusatzscheinwerfer, Standheizung und alle anderen Merkmale dieses Jahrgangs. Und dennoch bezeichnet Porsche sie als 1967er Modelle. War es vielleicht ein Marketinggag um die letzten Exemplare des alten Jahrgangs noch an den Mann zu bringen? Noch ist dieses Mysterium nicht zur Gänze gelöst.

Fakt ist jedoch, das wir hier ein solches Modell vor uns haben: Chassis 304779, ausgeliefert am 7. Juni 1966 an die Porsche Vertretung PoAC in Teaneck, New Jersey, dort abgenommen am 31. Oktober 1966. Interessanterweise weist der Kardex zwar die ominöse Bezeichnung aus, jedoch weder Motor- noch Getriebenummer. So viel zum Thema matching numbers. Der Wagen war hellelfenbein (6604 B) mit einer Innenausstattung in schwarzem Kunstleder. Er verfügte über eingangs erwähnte Webasto Standheizung, einen linken Außenspiegel, Blaupunkt-Radio mitsamt Lautsprecher und Antenne.

Mit 24. Jänner 1967 ist noch ein Gewährleistungsauftrag vermerkt, dann taucht der 911er erst 1969 wieder auf, im Burgenland, genauer gesagt in Eisenstadt, wo er am 8. September überprüft und am 10. Dezember die Einzelgenehmigung ausgestellt wurde. Einen Tag vor Weihnachten ließ sein Besitzer den Porsche im südlichen Burgenland zu. Eine zweijährige Übertragungssperre lässt darauf schließen, dass er den Wagen als Übersiedlungsgut aus den USA mitgenommen hat. Nach Ablauf dieser Sperre wechselte der 911er erstmals den Besitzer. Das tat er noch einmal, bis er etwa 1980 in den Besitz des Einbringers, damals Grundwehrdiener, kam. Der Porsche hatte da bereits die Farbe gewechselt und ihm fehlte sein Antriebsstrang. Seinem Besitzer wiederum fehlte das Geld ihn herzurichten, stolzer Besitzer eines Porsches zu sein, musste vorerst ausreichen. Überhaupt war der gute schon nicht mehr allzu gut in Schuss, der Porsche natürlich, nicht der Besitzer. Dem kamen erst einmal Beruf und Familie dazwischen, zwar fand sich zwischenzeitlich ein passender Motor mitsamt Getriebe, aber es zogen gut 30 Jahre ins Land, bis der Porsche endlich seine Restauration bekam. Die war dafür umso gründlicher und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Der Zustand passt jetzt wieder zur Historie, denn beides weiß zu beeindrucken. Als seltener Vogel einer noch nicht gänzlich erforschten Art ist dieser 911er ohnehin umso begehrenswerter!

FIN: 304779, Laufleistung: 91.616 km (abgelesen), Hubraum: 1.991 ccm/B6, Leistung: 130 PS, Farbe: Hellelfenbein/Schwarz (Kunstleder), Getriebe: 5-Gang, Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 23.06.2018 - 17:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 21.06. - 23.06.2018