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Lot Nr. 390


Ferdinand Georg Waldmüller


Ferdinand Georg Waldmüller - Gemälde des 19. Jahrhunderts

(Wien 1793-1865) Das Mädchen Antonia Seemann vor einer Berglandschaft, signiert und datiert Waldmüller 1833, Öl auf Holz, 30 x 24,5 cm , gerahmt, (GS)

Ausgestellt: "Ferdinand Georg Waldmüller", Kunstforum Wien, 1990, Nr. 30 Literatur: B. Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, WVZ-Nr. 342; R. Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller, Wien 1996, S. 456, WVZ-Nr. 381. Rupert Feuchtmüller schreibt in seiner Monographie zu Waldmüller über dieses bezaubernde Bild: "Das Mädchenbildnis der Antonia Seemann, die inmitten einer Landschaft bei Ischl gezeigt wird, (wirkt) natürlich und echt; Porträt und Hintergrund sind zusammengestellt, das ist offensichtlich. Das elegant gekleidete Mädchen, mit Rosen im Schoß, saß sicher nicht in der Wiese vor einem Bretterzaun, auch dürften dort keine Azaleen geblüht haben. Die Bergsilhouette dahinter ist konkreter, sie läßt auf die Zimnitz westlich von Ischl schließen. Was dieses Bild vor den anderen hervorhebt, ist wieder die leichte, transparente Malerei, nicht nur im weißen Kleid, sondern auch in den Rosen, die nur angedeutet, fast aquarellartig gemalt wurden. Welche Freiheit in der Behandlung des Azaleenstrauches! Die Locken des Mädchens und die Blüten scheinen im dunklen Hintergrund malerisch ineinander überzugehen. Eine so freie, tonige Pinselschrift würde man erst in der nächsten Malergeneration erwarten. Auch die Lichtprobleme - weiches Sonnenlicht, das nur das Mädchen hervorhebt - sind frei behandelt. Rechts beim Azaleenstrauch, der sehr geschickt das Blau der Maschen des Kleides aufnimmt, werden Landschaft und Bildnis derart malerisch verbunden, daß die Zusammenfügung unterschiedlicher Motive nicht mehr auffällt..." (R. Feuchtmüller, op. cit. S. 79). Das wunderbare Bildnis der Antonia Seemann entstand 1833. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Waldmüller auf dem qualitativen Höhepunkt seiner Porträtmalerei. Hierzu K. A. Schröder in seinem Aufsatz zu Waldmüllers Tätigkeit als Porträtist im Katalog der Wiener Ausstellung von 1990 (S. 20): "Dies stimmt auch insofern, als in dem Jahrzehnt zwischen 1828 und 1838 die wesentlichen stilistischen Entwicklungen stattfanden: die Verbindung von Figur und Raum sowie die 'Raumhaltigkeit' der Porträtierten selbst...". Eine zweite, schwächere Fassung des Porträts der Antonia Seemann (WVZ-Nr. 382) befand sich 1986/87 als Leihgabe aus Privatbesitz in der Berliner Nationalgalerie. Dieses Bild erschien 1988 im Schweizer Kunsthandel. Provenienz: Sammlung Gottfried Eissler, Auktion Glückselig und Wawra Wien, 6.-7. Mai 1925 (Nachlass Gottfried Eissler); Sammlung Komm. Rat Grassl; dessen Nachlassauktion Albert Kende Wien, 11. Mai 1932; Sammlung Richfield, USA;606. Kunstauktion Dorotheum Wien, 3.12.1974, Los 148; Deutsche Privatsammlung Gutachten: Prof. Rupert Feuchtmüller, Fuschl, 14. Juli 1988 vorhanden.

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com

07.10.2009 - 18:00

Erzielter Preis: **
EUR 104.000,-
Schätzwert:
EUR 30.000,- bis EUR 40.000,-

Ferdinand Georg Waldmüller


(Wien 1793-1865) Das Mädchen Antonia Seemann vor einer Berglandschaft, signiert und datiert Waldmüller 1833, Öl auf Holz, 30 x 24,5 cm , gerahmt, (GS)

Ausgestellt: "Ferdinand Georg Waldmüller", Kunstforum Wien, 1990, Nr. 30 Literatur: B. Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, WVZ-Nr. 342; R. Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller, Wien 1996, S. 456, WVZ-Nr. 381. Rupert Feuchtmüller schreibt in seiner Monographie zu Waldmüller über dieses bezaubernde Bild: "Das Mädchenbildnis der Antonia Seemann, die inmitten einer Landschaft bei Ischl gezeigt wird, (wirkt) natürlich und echt; Porträt und Hintergrund sind zusammengestellt, das ist offensichtlich. Das elegant gekleidete Mädchen, mit Rosen im Schoß, saß sicher nicht in der Wiese vor einem Bretterzaun, auch dürften dort keine Azaleen geblüht haben. Die Bergsilhouette dahinter ist konkreter, sie läßt auf die Zimnitz westlich von Ischl schließen. Was dieses Bild vor den anderen hervorhebt, ist wieder die leichte, transparente Malerei, nicht nur im weißen Kleid, sondern auch in den Rosen, die nur angedeutet, fast aquarellartig gemalt wurden. Welche Freiheit in der Behandlung des Azaleenstrauches! Die Locken des Mädchens und die Blüten scheinen im dunklen Hintergrund malerisch ineinander überzugehen. Eine so freie, tonige Pinselschrift würde man erst in der nächsten Malergeneration erwarten. Auch die Lichtprobleme - weiches Sonnenlicht, das nur das Mädchen hervorhebt - sind frei behandelt. Rechts beim Azaleenstrauch, der sehr geschickt das Blau der Maschen des Kleides aufnimmt, werden Landschaft und Bildnis derart malerisch verbunden, daß die Zusammenfügung unterschiedlicher Motive nicht mehr auffällt..." (R. Feuchtmüller, op. cit. S. 79). Das wunderbare Bildnis der Antonia Seemann entstand 1833. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Waldmüller auf dem qualitativen Höhepunkt seiner Porträtmalerei. Hierzu K. A. Schröder in seinem Aufsatz zu Waldmüllers Tätigkeit als Porträtist im Katalog der Wiener Ausstellung von 1990 (S. 20): "Dies stimmt auch insofern, als in dem Jahrzehnt zwischen 1828 und 1838 die wesentlichen stilistischen Entwicklungen stattfanden: die Verbindung von Figur und Raum sowie die 'Raumhaltigkeit' der Porträtierten selbst...". Eine zweite, schwächere Fassung des Porträts der Antonia Seemann (WVZ-Nr. 382) befand sich 1986/87 als Leihgabe aus Privatbesitz in der Berliner Nationalgalerie. Dieses Bild erschien 1988 im Schweizer Kunsthandel. Provenienz: Sammlung Gottfried Eissler, Auktion Glückselig und Wawra Wien, 6.-7. Mai 1925 (Nachlass Gottfried Eissler); Sammlung Komm. Rat Grassl; dessen Nachlassauktion Albert Kende Wien, 11. Mai 1932; Sammlung Richfield, USA;606. Kunstauktion Dorotheum Wien, 3.12.1974, Los 148; Deutsche Privatsammlung Gutachten: Prof. Rupert Feuchtmüller, Fuschl, 14. Juli 1988 vorhanden.

Experte: Dr. Alexander Strasoldo Dr. Alexander Strasoldo
+43 1 515 60 312

oldmasters@dorotheum.com


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 07.10.2009 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 26.09. - 07.10.2009


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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