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Lot Nr. 13 V


1953 Kauba Lux 98


FIN: 0141, Motor: 987808, keine Papiere

Seit 1990 in der Sammlung RRR
Früher Kauba-Roller der ersten Serie

Seine ersten beruflichen Schritte machte Otto Kauba bei Steyr Daimler
Puch. Nach dem Anschluss bewies er sein Konstrukteurstalent bei den
Wiener Neustädter Flugzeugwerken, sodass er ab 1942 bei Skoda in Pilsen
zum Chefkonstrukteur der neuen Abteilung Flugzeugbau avancierte. Zwei
Jahre nach Kriegsende kam Ing. Kauba dann erstmals mit dem Thema Roller
in Berührung, als er Josef Walter mit Rädern für seinen Prototyp versorgte.
1948 wurde Kauba dann bei der Familie Lohner vorstellig, die vor einer
zerstörten Fabrik stand, aus der nur zögerlich wieder Straßenbahnwagons
rollten. Schnell war ein erster Roller-Prototyp gebaut und ein zweiter
war schon nahe am Serienmodell, das 1949 präsentiert wurde. Mit dem
Nachfolgemodell trennten sich 1951 die Wege von Ing. Kauba und Lohner,
denn das hatte mit dem von ihm forcierten Leichtbau nichts mehr zu tun.
Auf Lohner folgte Kosteletzky. Für den Fahrradhersteller auf der Wieden
konstruierte Kauba den Kosty-Roller, mit überschaubarem Erfolg. 1953
endeten die Wanderjahre und Otto Kauba begann in Penzing unter seinem
eigenen Namen Roller zu bauen. Damit war der Kauba Lux 98 geboren,
der dem ersten Lohner-Prototyp verdächtig ähnlich sah. Zwei Handwerker
fertigten anfangs die ersten Roller, Dr. Mathéy sorgte für die Finanzierung.
Die Roller waren spartanisch, aber leicht, bestanden hauptsächlich aus
einem Zentralrohr, zwei Rahmenbögen hinten, zwischen denen Tank und
Kotflügel saßen, einem Beinschild vorne, das gerade so hoch war, dass der
98 ccm Rotax Motor, den ein Metallkorb schützte, genug Kühlluft bekam,
einer gefederten Vordergabel ohne Dämpfer, darauf ein üppiger runder
Kotflügel und dem vom Colibri bekannten Lenker mit einer großen Lampe.
Bis 1954 Rotax endlich auch den 125er Motor von Fichtel & Sachs in
Lizenz baute, verbesserte Kauba seinen Roller auch da und dort, etwa die
Vorderradschwinge oder das Heckteil. Dann widmete sich Ing. Kauba voll
und ganz dem neuen Modell.

Der kleine RRR-Kauba ist Anfang 1990 beim Gebrauchtwarenhandel
Schekulin in Theresienfeld gefunden worden. Weil die Papiere fehlten, war
über seine Geschichte wenig bekannt. Um festzustellen, dass er anstelle des
originalen Weinrots nun grün war, dazu brauchte es weder Wissenschaft
noch Papier. Der Kauba war gut gebraucht und auch wenn er schon einmal
schöner gewesen war, wollte man diesen Zustand konservieren, was in
den letzten dreißig Jahren auch gelungen ist. Seine Fahrgestellnummer ist
übrigens genau um eine Ziffer höher als die des letztes Jahr am selben Ort
versteigerten, er bleibt aber immer noch einer der ältesten bekannten und
gleichzeitig vollständig erhaltenen Kauba Lux 98.

10.07.2020 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 2.530,-
Rufpreis:
EUR 200,-

1953 Kauba Lux 98


FIN: 0141, Motor: 987808, keine Papiere

Seit 1990 in der Sammlung RRR
Früher Kauba-Roller der ersten Serie

Seine ersten beruflichen Schritte machte Otto Kauba bei Steyr Daimler
Puch. Nach dem Anschluss bewies er sein Konstrukteurstalent bei den
Wiener Neustädter Flugzeugwerken, sodass er ab 1942 bei Skoda in Pilsen
zum Chefkonstrukteur der neuen Abteilung Flugzeugbau avancierte. Zwei
Jahre nach Kriegsende kam Ing. Kauba dann erstmals mit dem Thema Roller
in Berührung, als er Josef Walter mit Rädern für seinen Prototyp versorgte.
1948 wurde Kauba dann bei der Familie Lohner vorstellig, die vor einer
zerstörten Fabrik stand, aus der nur zögerlich wieder Straßenbahnwagons
rollten. Schnell war ein erster Roller-Prototyp gebaut und ein zweiter
war schon nahe am Serienmodell, das 1949 präsentiert wurde. Mit dem
Nachfolgemodell trennten sich 1951 die Wege von Ing. Kauba und Lohner,
denn das hatte mit dem von ihm forcierten Leichtbau nichts mehr zu tun.
Auf Lohner folgte Kosteletzky. Für den Fahrradhersteller auf der Wieden
konstruierte Kauba den Kosty-Roller, mit überschaubarem Erfolg. 1953
endeten die Wanderjahre und Otto Kauba begann in Penzing unter seinem
eigenen Namen Roller zu bauen. Damit war der Kauba Lux 98 geboren,
der dem ersten Lohner-Prototyp verdächtig ähnlich sah. Zwei Handwerker
fertigten anfangs die ersten Roller, Dr. Mathéy sorgte für die Finanzierung.
Die Roller waren spartanisch, aber leicht, bestanden hauptsächlich aus
einem Zentralrohr, zwei Rahmenbögen hinten, zwischen denen Tank und
Kotflügel saßen, einem Beinschild vorne, das gerade so hoch war, dass der
98 ccm Rotax Motor, den ein Metallkorb schützte, genug Kühlluft bekam,
einer gefederten Vordergabel ohne Dämpfer, darauf ein üppiger runder
Kotflügel und dem vom Colibri bekannten Lenker mit einer großen Lampe.
Bis 1954 Rotax endlich auch den 125er Motor von Fichtel & Sachs in
Lizenz baute, verbesserte Kauba seinen Roller auch da und dort, etwa die
Vorderradschwinge oder das Heckteil. Dann widmete sich Ing. Kauba voll
und ganz dem neuen Modell.

Der kleine RRR-Kauba ist Anfang 1990 beim Gebrauchtwarenhandel
Schekulin in Theresienfeld gefunden worden. Weil die Papiere fehlten, war
über seine Geschichte wenig bekannt. Um festzustellen, dass er anstelle des
originalen Weinrots nun grün war, dazu brauchte es weder Wissenschaft
noch Papier. Der Kauba war gut gebraucht und auch wenn er schon einmal
schöner gewesen war, wollte man diesen Zustand konservieren, was in
den letzten dreißig Jahren auch gelungen ist. Seine Fahrgestellnummer ist
übrigens genau um eine Ziffer höher als die des letztes Jahr am selben Ort
versteigerten, er bleibt aber immer noch einer der ältesten bekannten und
gleichzeitig vollständig erhaltenen Kauba Lux 98.


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Sammlung RRR - Roller Rollermobile Raritäten
Datum: 10.07.2020 - 14:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 06.07.2020 - 10.07.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.