Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Lot Nr. 27 V


1954 Mochet CM 125 Grand Luxe


FIN: 3469, Motor: 501360, Kopie französisches Certificat d'Immatriculation

Seit 1997 in der Sammlung RRR
Ex-Manfred Knäuper, Ex-Bruce Weiner

Charles Mochet begann Anfang der 1910er Jahre Velocars zu bauen. Das
waren filigrane Kleinstwagen mit Pedalantrieb. Angeblich sollen seiner
Frau Fahrräder für den Sohn zu gefährlich gewesen sein. Der nächste
Schritt war diese zu motorisieren und damit traf er den Nerv der Zeit. In
Zeiten wirtschaftlicher Depression konnte sich kaum jemand ein richtiges
Automobil leisten. Nach seinem Tod 1934 führte sein Sohn George das
Werk des Vaters fort. Nach Kriegsende änderte der den Namen von
den Initialen seines Vaters auf den Familiennamen. 1951 präsentierte er
den Mochet Type CM. Für den Antrieb sorgten Ydral-Einzylinder mit 125
und 175 ccm. Im Wesentlichen gab es ein Modell, das dafür in verschiedensten
Karosserieformen. Das Erscheinungsbild erinnerte noch an die
Vorkriegsjahre, ehe mit dem Grand Luxe 1952 eine entzückende offene
Pontonkarosserie kam. Bis 1958 baute Mochet solche Wägelchen, insgesamt
3.000 Stück über alle Varianten sollen es gewesen sein.

Der RRR-Mochet stammt natürlich aus Frankreich. Am 13. Februar 1954
war er das erste Mal zugelassen worden, das letzte Mal dann von 1967 bis
1971 auf einen Pensionisten aus Bellechaume. Anschließend begann seine
Zeit als Museumsstück. Vom Kleinwagenmuseum Manfred Knäupers in Bad
Iburg kam er zu Bruce Weiner nach Ontario, Kanada. Der zählt wohl zu
den bekanntesten und finanziell potentesten Protagonisten der Szene und
ließ den Mochet umfassend restaurieren, bevor er sich erstmals 1997 von
seiner gesamten Sammlung trennte. Christie‘s sorgte für das tabula rasa und
ein finanzieller Kraftakt dafür, dass der Mochet nach Österreich kam. Im
Hause RRR staunte man nicht schlecht, wie umfassend die Restaurierung
tatsächlich war. Außen atemberaubend schön, war die Mechanik nur dürftig
zusammengesteckt. Einiges an Arbeit später war dann auch das behoben
und aktuell warten wir nur auf ein rundes Stück Gummi, das fehlt. Bis zur
Auktion sollte er aber wieder auf vier Reifen stehen.

10.07.2020 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 15.525,-
Rufpreis:
EUR 3.000,-

1954 Mochet CM 125 Grand Luxe


FIN: 3469, Motor: 501360, Kopie französisches Certificat d'Immatriculation

Seit 1997 in der Sammlung RRR
Ex-Manfred Knäuper, Ex-Bruce Weiner

Charles Mochet begann Anfang der 1910er Jahre Velocars zu bauen. Das
waren filigrane Kleinstwagen mit Pedalantrieb. Angeblich sollen seiner
Frau Fahrräder für den Sohn zu gefährlich gewesen sein. Der nächste
Schritt war diese zu motorisieren und damit traf er den Nerv der Zeit. In
Zeiten wirtschaftlicher Depression konnte sich kaum jemand ein richtiges
Automobil leisten. Nach seinem Tod 1934 führte sein Sohn George das
Werk des Vaters fort. Nach Kriegsende änderte der den Namen von
den Initialen seines Vaters auf den Familiennamen. 1951 präsentierte er
den Mochet Type CM. Für den Antrieb sorgten Ydral-Einzylinder mit 125
und 175 ccm. Im Wesentlichen gab es ein Modell, das dafür in verschiedensten
Karosserieformen. Das Erscheinungsbild erinnerte noch an die
Vorkriegsjahre, ehe mit dem Grand Luxe 1952 eine entzückende offene
Pontonkarosserie kam. Bis 1958 baute Mochet solche Wägelchen, insgesamt
3.000 Stück über alle Varianten sollen es gewesen sein.

Der RRR-Mochet stammt natürlich aus Frankreich. Am 13. Februar 1954
war er das erste Mal zugelassen worden, das letzte Mal dann von 1967 bis
1971 auf einen Pensionisten aus Bellechaume. Anschließend begann seine
Zeit als Museumsstück. Vom Kleinwagenmuseum Manfred Knäupers in Bad
Iburg kam er zu Bruce Weiner nach Ontario, Kanada. Der zählt wohl zu
den bekanntesten und finanziell potentesten Protagonisten der Szene und
ließ den Mochet umfassend restaurieren, bevor er sich erstmals 1997 von
seiner gesamten Sammlung trennte. Christie‘s sorgte für das tabula rasa und
ein finanzieller Kraftakt dafür, dass der Mochet nach Österreich kam. Im
Hause RRR staunte man nicht schlecht, wie umfassend die Restaurierung
tatsächlich war. Außen atemberaubend schön, war die Mechanik nur dürftig
zusammengesteckt. Einiges an Arbeit später war dann auch das behoben
und aktuell warten wir nur auf ein rundes Stück Gummi, das fehlt. Bis zur
Auktion sollte er aber wieder auf vier Reifen stehen.


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Sammlung RRR - Roller Rollermobile Raritäten
Datum: 10.07.2020 - 14:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 06.07.2020 - 10.07.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.