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Lot Nr. 58 V


1957 Victoria Sportwagen 250 Spatz


FIN: 01444, Motor: 01444, Österreichische Einzelgenehmigung

Seit 1983 in der Sammlung RRR
Österreichische Auslieferung
Aus Erstbesitz angekauft

Egon Brütsch entstammte einer Stuttgarter Strumpffabrikantenfamilie und
konnte sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem Rennfahren ein
teures Hobby leisten. Nach dem Krieg begann er mit dem Bau verschiedener
Kleinstwagen, einer davon war der Spatz von 1954. Der hatte eine hübsche,
zweiteilige, selbsttragende Polyesterkarosserie, drei Räder und einen
200er Sachsmotor. Die Entwicklung zur Serienreife überließ Brütsch aber
Harald Friedrich, einem Werkzeugmaschinenbauer, der dazu die „Bayrischen
Autowerke GmbH“ gründete. Friedrich engagierte niemand geringeren als
Professor Dr. Hans Ledwinka, der dem Spatz einen Zentralrohrrahmen,
ein Verdeck und ein viertes Rad verpasste. Auf der IAA 1955 debütierte
der Spatz, Friedrich scheiterte jedoch am fehlenden Vertriebsnetzwerk.
1956 stiegen die Victoria-Werke bei der BAG ein und Ende des Jahres
Friedrich aus. Bis dahin waren erst 600 Spatzen verkauft, aber Victoria ob
des Einbruchs am Motorradmarkt verzweifelt genug. Beim Antrieb bediente
man sich im hauseigenen Sortiment. Damit stieg der Hubraum auf 250 ccm,
die Leistung auf 14 PS und auch das Vorwählgetriebe bekam einen Gang
dazu. Nach nur 729 solcher Spatzen endete schon 1958 die Produktion.

Der rote Spatz war 1983 nicht der erste in der Sammlung, schon seit 1979
gab es einen blau-weißen im Hause RRR. Aber schon 1984 war er wieder
der einzige, denn der bessere durfte bleiben und der schlechtere musste
gehen. Davor war er nur bei einem einzigen pannonischen Besitzer durchgehend
bis 1979 angemeldet gewesen. Im Jahr der Abmeldung war er neu
lackiert worden und nach der Übernahme bedurften nur die Bremsen und
die Stoßdämpfer etwas Aufmerksamkeit. Über all die Jahre wurde penibelst
Buch geführt, was am Spatz gemacht und wohin er gefahren wurde. Dabei
steht 2009 sogar eine Teilnahme bei der Pyrenäen Rallye zu Buche.

10.07.2020 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 15.525,-
Rufpreis:
EUR 4.000,-

1957 Victoria Sportwagen 250 Spatz


FIN: 01444, Motor: 01444, Österreichische Einzelgenehmigung

Seit 1983 in der Sammlung RRR
Österreichische Auslieferung
Aus Erstbesitz angekauft

Egon Brütsch entstammte einer Stuttgarter Strumpffabrikantenfamilie und
konnte sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem Rennfahren ein
teures Hobby leisten. Nach dem Krieg begann er mit dem Bau verschiedener
Kleinstwagen, einer davon war der Spatz von 1954. Der hatte eine hübsche,
zweiteilige, selbsttragende Polyesterkarosserie, drei Räder und einen
200er Sachsmotor. Die Entwicklung zur Serienreife überließ Brütsch aber
Harald Friedrich, einem Werkzeugmaschinenbauer, der dazu die „Bayrischen
Autowerke GmbH“ gründete. Friedrich engagierte niemand geringeren als
Professor Dr. Hans Ledwinka, der dem Spatz einen Zentralrohrrahmen,
ein Verdeck und ein viertes Rad verpasste. Auf der IAA 1955 debütierte
der Spatz, Friedrich scheiterte jedoch am fehlenden Vertriebsnetzwerk.
1956 stiegen die Victoria-Werke bei der BAG ein und Ende des Jahres
Friedrich aus. Bis dahin waren erst 600 Spatzen verkauft, aber Victoria ob
des Einbruchs am Motorradmarkt verzweifelt genug. Beim Antrieb bediente
man sich im hauseigenen Sortiment. Damit stieg der Hubraum auf 250 ccm,
die Leistung auf 14 PS und auch das Vorwählgetriebe bekam einen Gang
dazu. Nach nur 729 solcher Spatzen endete schon 1958 die Produktion.

Der rote Spatz war 1983 nicht der erste in der Sammlung, schon seit 1979
gab es einen blau-weißen im Hause RRR. Aber schon 1984 war er wieder
der einzige, denn der bessere durfte bleiben und der schlechtere musste
gehen. Davor war er nur bei einem einzigen pannonischen Besitzer durchgehend
bis 1979 angemeldet gewesen. Im Jahr der Abmeldung war er neu
lackiert worden und nach der Übernahme bedurften nur die Bremsen und
die Stoßdämpfer etwas Aufmerksamkeit. Über all die Jahre wurde penibelst
Buch geführt, was am Spatz gemacht und wohin er gefahren wurde. Dabei
steht 2009 sogar eine Teilnahme bei der Pyrenäen Rallye zu Buche.


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Sammlung RRR - Roller Rollermobile Raritäten
Datum: 10.07.2020 - 14:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 06.07.2020 - 10.07.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.