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Lot Nr. 8 V


1994 Mercedes-Benz S 280 (ohne Limit/no reserve)


Staatslimousine a. D.
Zugelassen auf die Präsidentschaftskanzlei


Die S-Klasse der Baureihe W126 war gerade erst zwei Jahre alt, da begann man in Untertürkheim schon mit der Entwicklung des Nachfolgers. Schon 1985 stand ein finales Design fest und für 1989 war die Markteinführung geplant. In der Zwischenzeit hatte die Konkurrenz aber den anachronistischen W126 immer weiter hinter sich gelassen und bei Mercedes sah man sich gezwungen die Entwicklung weiter voran zu treiben. BMW hatte mit dem Siebener die Latte auf zwölf Zylinder gelegt und die Qualität von Newcomer Lexus hatte alle am falschen Fuß erwischt. Die Entwicklungskosten liefen völlig aus dem Ruder und der Start des W140 verzögerte sich um zwei Jahre, eine Kombination die dem Chefkonstrukteur letztlich seinen Job kostete. Als der W140 dann endlich fertig war, sorgte er nicht für die Reaktionen bei Publikum und Fachwelt, auf die man in Stuttgart gehofft hatte. Zwar war er ein Wunderwerk der Technik, mit Zylindern von einem halben bis zu einem ganzen Duzend, aber die Ausmaße der gewaltigen S-Klasse waren schlicht irritierend. Mercedes hätte es übertrieben, war der einhellige Tenor und so manche Kundschaft wünschte sich den W126 zurück und stieg einfach aufs kleinere Modell um.

Eines konnten die riesigen W140 jedoch auf unnachahmlich famose Art und Weise: repräsentieren. Vom Papst bis zum Diktator war die Über-S-Klasse das Fahrzeug der Wahl für gekrönte wie ungekrönte Staatsoberhäupter.

Damit stand er in direkter Linie zum alten 600er. Auch dieser W140 war für höhere Aufgaben berufen und trat 1994 in den österreichischen Staatsdienst ein. Das Kennzeichen A-1000 schmückte Bug und Heck, angemeldet auf die Österreichische Präsidentschaftskanzlei unter Bundespräsident Thomas Klestil.

Bei der Ausstattung aber hatte man gespart. Der kleine Motor und die Stoffsitze waren wohl für weniger wichtige Staatsgäste gedacht. Für das richtige Prestige sorgten aber ohnehin nur die Standarten vorne an den Kotflügeln. 1999 wurde er umgemeldet auf das Kennzeichen A-55 und nach dem Ableben seines Oberbefehlshabers im Sommer 2004 durfte er auch noch den neuen obersten Mann im Staat, Heinz Fischer, für die ersten paar Monate seines Amtes begleiten.

Im Oktober 2004 wurde er ausgemustert und ins Privatleben entlassen. Zuletzt war die S-Klasse in Oberösterreich zugelassen, aber noch heute sieht sie aus, wie man sich das von einer Staatslimousine vorstellt. Wenn er nicht gerade repräsentierte, wurde er scheinbar nur geputzt, auch nach dem Ende seines Staatsdienstes. Doch das Wichtigste zum Schluss: auch die Beflaggung ist noch dabei. Die Erlaubnis zum Befahren von Michaelerplatz und Michaelerkuppel ist aber leider dann doch schon abgelaufen.

Chassis: WDB1400281A191796,
Motor: 10494412004035,
Papiere: Österreichischer Typenschein

29.08.2020 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 17.825,-
Schätzwert:
EUR 14.000,- bis EUR 20.000,-

1994 Mercedes-Benz S 280 (ohne Limit/no reserve)


Staatslimousine a. D.
Zugelassen auf die Präsidentschaftskanzlei


Die S-Klasse der Baureihe W126 war gerade erst zwei Jahre alt, da begann man in Untertürkheim schon mit der Entwicklung des Nachfolgers. Schon 1985 stand ein finales Design fest und für 1989 war die Markteinführung geplant. In der Zwischenzeit hatte die Konkurrenz aber den anachronistischen W126 immer weiter hinter sich gelassen und bei Mercedes sah man sich gezwungen die Entwicklung weiter voran zu treiben. BMW hatte mit dem Siebener die Latte auf zwölf Zylinder gelegt und die Qualität von Newcomer Lexus hatte alle am falschen Fuß erwischt. Die Entwicklungskosten liefen völlig aus dem Ruder und der Start des W140 verzögerte sich um zwei Jahre, eine Kombination die dem Chefkonstrukteur letztlich seinen Job kostete. Als der W140 dann endlich fertig war, sorgte er nicht für die Reaktionen bei Publikum und Fachwelt, auf die man in Stuttgart gehofft hatte. Zwar war er ein Wunderwerk der Technik, mit Zylindern von einem halben bis zu einem ganzen Duzend, aber die Ausmaße der gewaltigen S-Klasse waren schlicht irritierend. Mercedes hätte es übertrieben, war der einhellige Tenor und so manche Kundschaft wünschte sich den W126 zurück und stieg einfach aufs kleinere Modell um.

Eines konnten die riesigen W140 jedoch auf unnachahmlich famose Art und Weise: repräsentieren. Vom Papst bis zum Diktator war die Über-S-Klasse das Fahrzeug der Wahl für gekrönte wie ungekrönte Staatsoberhäupter.

Damit stand er in direkter Linie zum alten 600er. Auch dieser W140 war für höhere Aufgaben berufen und trat 1994 in den österreichischen Staatsdienst ein. Das Kennzeichen A-1000 schmückte Bug und Heck, angemeldet auf die Österreichische Präsidentschaftskanzlei unter Bundespräsident Thomas Klestil.

Bei der Ausstattung aber hatte man gespart. Der kleine Motor und die Stoffsitze waren wohl für weniger wichtige Staatsgäste gedacht. Für das richtige Prestige sorgten aber ohnehin nur die Standarten vorne an den Kotflügeln. 1999 wurde er umgemeldet auf das Kennzeichen A-55 und nach dem Ableben seines Oberbefehlshabers im Sommer 2004 durfte er auch noch den neuen obersten Mann im Staat, Heinz Fischer, für die ersten paar Monate seines Amtes begleiten.

Im Oktober 2004 wurde er ausgemustert und ins Privatleben entlassen. Zuletzt war die S-Klasse in Oberösterreich zugelassen, aber noch heute sieht sie aus, wie man sich das von einer Staatslimousine vorstellt. Wenn er nicht gerade repräsentierte, wurde er scheinbar nur geputzt, auch nach dem Ende seines Staatsdienstes. Doch das Wichtigste zum Schluss: auch die Beflaggung ist noch dabei. Die Erlaubnis zum Befahren von Michaelerplatz und Michaelerkuppel ist aber leider dann doch schon abgelaufen.

Chassis: WDB1400281A191796,
Motor: 10494412004035,
Papiere: Österreichischer Typenschein


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 29.08.2020 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 26.08. - 29.08.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.