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Lot Nr. 19 V


1964 Chevrolet Corvair (ohne Limit/ no reserve)


Attraktives Projekt für einen tollen Exoten
Ein innovatives, zu Unrecht unterschätztes Modell


1960 setzte Chevrolet mit dem Corvair ein für Amerika ungewöhnliches Technikkonzept um. Ein luftgekühlter 6-Zylinder-Boxermotor im Heck, zu einer Zeit als Porsche noch Käfer tunte, später gar mit Turboaufladung, vier einzeln aufgehängten Rädern, kompakter, aber geräumiger Karosserie und Leichtbauweise war so gar nicht amerikanisch, aber durchaus erfolgsversprechend. Chevrolet hatte damit eine Alternative zu immer mehr aufkommenden, kompakten „import cars“ aus der alten Welt. Selbst die Presse diesseits des Atlantiks war vom Corvair angetan, lobte Design und Fahreigenschaften. Leider fiel der erhoffte Erfolg dem Konsumentenschützer Ralph Nader zum Opfer. In einem der acht Kapitel seines Buches denunzierte er den kleinen Chevy als höchst unsicheres Auto: Unsafe at any speed. Obwohl x-fach bewiesen, dass der Corvair diesbezüglich anderen um nichts nachstand und Chevrolet in der Folge auch das Fahrwerk optimierte, war der Ruf gehörig ruiniert und der Absatz brach rapide ein.

Das weiße Corvair-Coupé trat Anfang dieses Jahres die Reise von Kalifornien nach Österreich an. Als 1964er Modell behält er noch das ursprüngliche unverfälschte Design der ersten Serie, profitiert aber bereits von signifikanten Verbesserungen an der Mechanik. Weiterer Pluspunkt ist das manuelle 4-Gang-Getriebe, womit der Boxer auch richtig Laune macht. Die unaufgeregte Kombination von weißer Lackierung und schwarzem Interieur lenken von nichts ab und lassen die Styling-Sensation der Corvair- Linie umso präsenter wirken. Der Motor läuft auf den ersten Drücker und zeigt auf Anhieb, dass ein luftgekühlter Sechszylinder-Boxer nicht notwendigerweise aus Stuttgart kommen muss. Die Zutaten für ein lohnendes Projekt scheinen angerichtet um den Exoten, der sogar in seiner Heimat ein solcher war, wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Die gute Nachricht zum Schluss: der auf den Fotos fehlende Tankdeckel ist bereits bestellt und hoffentlich bis zur Auktion wieder dort wo er hingehört.

Chassis: 40927W137261,
Papiere: US-Title und Zollpapiere

29.08.2020 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 8.280,-
Schätzwert:
EUR 7.000,- bis EUR 10.000,-

1964 Chevrolet Corvair (ohne Limit/ no reserve)


Attraktives Projekt für einen tollen Exoten
Ein innovatives, zu Unrecht unterschätztes Modell


1960 setzte Chevrolet mit dem Corvair ein für Amerika ungewöhnliches Technikkonzept um. Ein luftgekühlter 6-Zylinder-Boxermotor im Heck, zu einer Zeit als Porsche noch Käfer tunte, später gar mit Turboaufladung, vier einzeln aufgehängten Rädern, kompakter, aber geräumiger Karosserie und Leichtbauweise war so gar nicht amerikanisch, aber durchaus erfolgsversprechend. Chevrolet hatte damit eine Alternative zu immer mehr aufkommenden, kompakten „import cars“ aus der alten Welt. Selbst die Presse diesseits des Atlantiks war vom Corvair angetan, lobte Design und Fahreigenschaften. Leider fiel der erhoffte Erfolg dem Konsumentenschützer Ralph Nader zum Opfer. In einem der acht Kapitel seines Buches denunzierte er den kleinen Chevy als höchst unsicheres Auto: Unsafe at any speed. Obwohl x-fach bewiesen, dass der Corvair diesbezüglich anderen um nichts nachstand und Chevrolet in der Folge auch das Fahrwerk optimierte, war der Ruf gehörig ruiniert und der Absatz brach rapide ein.

Das weiße Corvair-Coupé trat Anfang dieses Jahres die Reise von Kalifornien nach Österreich an. Als 1964er Modell behält er noch das ursprüngliche unverfälschte Design der ersten Serie, profitiert aber bereits von signifikanten Verbesserungen an der Mechanik. Weiterer Pluspunkt ist das manuelle 4-Gang-Getriebe, womit der Boxer auch richtig Laune macht. Die unaufgeregte Kombination von weißer Lackierung und schwarzem Interieur lenken von nichts ab und lassen die Styling-Sensation der Corvair- Linie umso präsenter wirken. Der Motor läuft auf den ersten Drücker und zeigt auf Anhieb, dass ein luftgekühlter Sechszylinder-Boxer nicht notwendigerweise aus Stuttgart kommen muss. Die Zutaten für ein lohnendes Projekt scheinen angerichtet um den Exoten, der sogar in seiner Heimat ein solcher war, wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Die gute Nachricht zum Schluss: der auf den Fotos fehlende Tankdeckel ist bereits bestellt und hoffentlich bis zur Auktion wieder dort wo er hingehört.

Chassis: 40927W137261,
Papiere: US-Title und Zollpapiere


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 29.08.2020 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 26.08. - 29.08.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.