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Lot Nr. 67 V


1967 Fiat Dino Spider


Seit 1971 in Österreich
24 Jahren beim Einbringer
Zuletzt aufwendig restauriert
Matching Numbers


Die neuen Regularien für die Formel 2, die die FIA 1965 präsentierte und die ab 1967 gelten sollten, stellten Ferrari vor ein grobes Problem. Darin hieß es, dass das Antriebsaggregat nicht mehr als sechs Zylinder haben durfte, bei einer maximalen Kubatur von 1,6 Liter, und dass es von einem Serienfahrzeug abgeleitet sein musste, von dem mindestens 500 Stück innerhalb von zwölf Monaten gebaut wurden. Zwar hatte man einen passenden Motor im eigenen Fundus, aber im Modellprogramm fand sich weit und breit nichts, was den Anforderungen Genüge tun könnte, und vom Dino 206 war gerade erst eine erste Studie präsentiert worden.

Fiat sollte es richten und Ferrari wandte sich nach Turin mit der Idee deren Image mit einem Sportwagen mit entsprechendem Motor ein wenig aufzupolieren. Dort war man mit Blick auf die eigene Modellpalette durchaus davon angetan und vergab gleich zwei Designaufträge. Das Coupé sollte Bertone zeichnen, den Spider Pininfarina. Und tatsächlich konnten die Entwürfe unterschiedlicher nicht sein. Das Coupé war elegant mit fließendem Heck, der Spider aber war dramatisch mit lasziven Kurven. Die kamen wohl nicht von ganz ungefähr, denn Pininfarina hatte schon mit der Studie für Ferraris Dino für viel Aufsehen gesorgt.

Unter der umwerfenden Hülle steckte besagtes gezähmtes Rennsportaggregat, ein Zweiliter-Leichtmetall-V6 von Ferrari. 160 PS leistete der im Fiat Dino, etwas Reserve behielt sich Ferrari für den eigenen Entwurf noch in der Hinterhand. Zumindest auf dem Papier, denn die Motoren wurden bei Fiat gebaut ohne Rücksicht darauf, ob sie nun nach Maranello geschickt wurden oder in Turin blieben. Den Sprint auf 100 schaffte der Fiat Dino jedenfalls in acht Sekunden, im fünften Gang standen dann über 200 Spitze an. Der Dino machte auch die Umstellung auf den 2,4-Liter Motor mit, zu deren Anlass man beide Modelle gleich einmal gehörig überarbeitete. Ab Dezember 1969 wurden dann beide Versionen in Maranello montiert. Bis 1973 entstanden ganze 7.800 Fiat Dinos, ein Viertel davon als Spider. Als im Jahr darauf auch die Produktion von Ferraris Dino auslief, zeigte der famose Motor noch einmal, was in ihm steckte. Da gewann der Lancia Stratos seine erste von drei Rally Weltmeisterschaften. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nicht nur ein Blick auf die Fahrgestellnummer verrät, dass dieser Dino Spider ein ganz frühes Modell der ersten Serie aus dem ersten Modelljahr ist. Auch Details wie etwa das silbern lackierte Armaturenbrett, die mit schwarzem Vinyl bezogene Instrumententafel und die Zentralverschlussräder lassen das erkennen. Was aber auf Anhieb richtig ins Auge sticht, ist die fantastische Farbe dieses Exemplars, die auf den Namen Azzurro metallizzato (432) hört und in der der Spider tatsächlich 1967 an seinen italienischen Erstbesitzer ausgeliefert wurde. In genau diesem Farbton hatte der Spider 1966 auf dem Turiner Autosalon debütiert.

Schon 1971 kam der Dino nach Österreich und seit fast einem Vierteljahrhundert ist er nun bereits im Besitz des Einbringers. Der kümmerte sich hierzulande viele Jahre lang um die PR-Belange im Konzern, weshalb der Spider immer wieder prominente Auftritte hinlegen durfte und regelmäßig als Ausstellungsstück glänzte. Schon der letzte der drei hiesigen Vorbesitzer hatte den Fiat Mitte der 1990er Jahre restaurieren lassen. Und obwohl ihn der Einbringer über die Jahre stets so behandelte, wie es sich für einen solchen Sportwagen gehört, entschied er sich zuletzt für eine Vollrestauration, um den Spider nachhaltig wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Die Karosserie wurde komplett entlackt, wo nötig repariert und anschließend wieder im originalen Farbton lackiert. Auch das Interieur wurde in feinstem, beigem (5050) Leder erneuert, einschließlich der Persenning, die es ab Werk nur in Kunstleder gab. Nicht zuletzt wurde auch der Motor komplett neu aufgebaut. All die Arbeiten überantwortete man selbstredend nur den besten Könnern aus der Heimat des Dinos und das Ergebnis spricht ohne Zweifel für sich selbst. Entstanden ist nicht weniger als ein Kunstwerk von einem Automobil.

Chassis: 0000455,
Motor: 0000144,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

29.08.2020 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 159.800,-
Schätzwert:
EUR 110.000,- bis EUR 140.000,-

1967 Fiat Dino Spider


Seit 1971 in Österreich
24 Jahren beim Einbringer
Zuletzt aufwendig restauriert
Matching Numbers


Die neuen Regularien für die Formel 2, die die FIA 1965 präsentierte und die ab 1967 gelten sollten, stellten Ferrari vor ein grobes Problem. Darin hieß es, dass das Antriebsaggregat nicht mehr als sechs Zylinder haben durfte, bei einer maximalen Kubatur von 1,6 Liter, und dass es von einem Serienfahrzeug abgeleitet sein musste, von dem mindestens 500 Stück innerhalb von zwölf Monaten gebaut wurden. Zwar hatte man einen passenden Motor im eigenen Fundus, aber im Modellprogramm fand sich weit und breit nichts, was den Anforderungen Genüge tun könnte, und vom Dino 206 war gerade erst eine erste Studie präsentiert worden.

Fiat sollte es richten und Ferrari wandte sich nach Turin mit der Idee deren Image mit einem Sportwagen mit entsprechendem Motor ein wenig aufzupolieren. Dort war man mit Blick auf die eigene Modellpalette durchaus davon angetan und vergab gleich zwei Designaufträge. Das Coupé sollte Bertone zeichnen, den Spider Pininfarina. Und tatsächlich konnten die Entwürfe unterschiedlicher nicht sein. Das Coupé war elegant mit fließendem Heck, der Spider aber war dramatisch mit lasziven Kurven. Die kamen wohl nicht von ganz ungefähr, denn Pininfarina hatte schon mit der Studie für Ferraris Dino für viel Aufsehen gesorgt.

Unter der umwerfenden Hülle steckte besagtes gezähmtes Rennsportaggregat, ein Zweiliter-Leichtmetall-V6 von Ferrari. 160 PS leistete der im Fiat Dino, etwas Reserve behielt sich Ferrari für den eigenen Entwurf noch in der Hinterhand. Zumindest auf dem Papier, denn die Motoren wurden bei Fiat gebaut ohne Rücksicht darauf, ob sie nun nach Maranello geschickt wurden oder in Turin blieben. Den Sprint auf 100 schaffte der Fiat Dino jedenfalls in acht Sekunden, im fünften Gang standen dann über 200 Spitze an. Der Dino machte auch die Umstellung auf den 2,4-Liter Motor mit, zu deren Anlass man beide Modelle gleich einmal gehörig überarbeitete. Ab Dezember 1969 wurden dann beide Versionen in Maranello montiert. Bis 1973 entstanden ganze 7.800 Fiat Dinos, ein Viertel davon als Spider. Als im Jahr darauf auch die Produktion von Ferraris Dino auslief, zeigte der famose Motor noch einmal, was in ihm steckte. Da gewann der Lancia Stratos seine erste von drei Rally Weltmeisterschaften. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nicht nur ein Blick auf die Fahrgestellnummer verrät, dass dieser Dino Spider ein ganz frühes Modell der ersten Serie aus dem ersten Modelljahr ist. Auch Details wie etwa das silbern lackierte Armaturenbrett, die mit schwarzem Vinyl bezogene Instrumententafel und die Zentralverschlussräder lassen das erkennen. Was aber auf Anhieb richtig ins Auge sticht, ist die fantastische Farbe dieses Exemplars, die auf den Namen Azzurro metallizzato (432) hört und in der der Spider tatsächlich 1967 an seinen italienischen Erstbesitzer ausgeliefert wurde. In genau diesem Farbton hatte der Spider 1966 auf dem Turiner Autosalon debütiert.

Schon 1971 kam der Dino nach Österreich und seit fast einem Vierteljahrhundert ist er nun bereits im Besitz des Einbringers. Der kümmerte sich hierzulande viele Jahre lang um die PR-Belange im Konzern, weshalb der Spider immer wieder prominente Auftritte hinlegen durfte und regelmäßig als Ausstellungsstück glänzte. Schon der letzte der drei hiesigen Vorbesitzer hatte den Fiat Mitte der 1990er Jahre restaurieren lassen. Und obwohl ihn der Einbringer über die Jahre stets so behandelte, wie es sich für einen solchen Sportwagen gehört, entschied er sich zuletzt für eine Vollrestauration, um den Spider nachhaltig wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Die Karosserie wurde komplett entlackt, wo nötig repariert und anschließend wieder im originalen Farbton lackiert. Auch das Interieur wurde in feinstem, beigem (5050) Leder erneuert, einschließlich der Persenning, die es ab Werk nur in Kunstleder gab. Nicht zuletzt wurde auch der Motor komplett neu aufgebaut. All die Arbeiten überantwortete man selbstredend nur den besten Könnern aus der Heimat des Dinos und das Ergebnis spricht ohne Zweifel für sich selbst. Entstanden ist nicht weniger als ein Kunstwerk von einem Automobil.

Chassis: 0000455,
Motor: 0000144,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 29.08.2020 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 26.08. - 29.08.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.