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Lot Nr. 545


Eugen von Blaas


(Albano 1843–1931 Venedig)
Bildnis der Madame Lebreton, signiert, datiert Eug: de Blaas 1908,
Öl auf Leinwand, 225 x 116 cm, gerahmt

Video ansehen

Ausgestellt:
Venedig, La Biennale di Venezia, VIII. Internationale Kunstausstellung
22. April - 31. Oktober 1909, Raum 27, Nr.6.

Abgebildet und verzeichnet in:
Ausstellungskatalog VIII. Esposizione Internazionale d’Arte della Città di Venezia, Venedig 1909, S. 110, Nr.6;
Thomas Wassibauer, Eugen von Blaas 1843–1931. Das Werk. Catalogue Raisonné: Skizzen, Aquarelle, Gemälde, Hildesheim 2005, S. 138, Nr. 165.

Von 1889 an stand die Familie Antonini an der Spitze der Canapificio Veneto Antonini & Ceresa, einer Hanfspinnerei, der bis 1920 weltweite Bedeutung zukam. Die Lieblingstochter Andrea Antoninis, des großen Industriellen des 20. Jahrhunderts, war die hier porträtierte Maria. Für sie ließ er die prachtvolle Villa Antonini in Crocetta errichten, die Anfang 1900 fertiggestellt wurde. Maria war nicht nur ein aktives Mitglied der Familie, organisierte Feste und kümmerte sich um das Haus, sondern nahm auch eine Schlüsselrolle im Familienunternehmen ein. 1908 heiratete sie Alberto Lebreton, einen Rechtsanwalt aus Treviso, der schließlich nach langer Erkrankung seines Schwiegervaters die Leitung des Betriebes übernahm.

Das Porträt Marias gab ihr Vater vermutlich als Hochzeitsgeschenk bei
Eugen von Blaas in Auftrag. Überhaupt erwies sich Andrea Antonini nicht nur als großer Industrieller, sondern auch als Mäzen und Kunstkenner. So veranlasste er die Ausgestaltung der Villa in Crocetta mit Fresken Giuseppe Vizzotto Albertis. Das Jahr 1909 markiert nach der Erkrankung Andrea Antoninis und der Übernahme der Leitung der Canapificio durch Alberto Lebreton den Beginn des Niedergangs der Familie Antonini.
Das Gemälde Eugen von Blaas’ wurde auf der Biennale von Venedig 1909 als Beispiel für jene elegante und erhabene Porträtmalerei ausgestellt, die man in Kreisen des Großbürgertums schätzte. Dass es die Tochter des größten Industriellen Venetiens darstellte, verschaffte dem Künstler Prestige und adelte gleichermaßen die Familie Lebreton Antonini.

Das spektakuläre Porträt der Frau Lebreton Antonini aus dem Jahr 1908 steht als hervorragendes Beispiel für die ganzfigurigen Gemälde Eugen von Blaas. Die Dargestellte trägt eine schwarze Abendrobe aus Satin und dazu einen modischen Federhut. Geschmückt ist sie mit einer langen Perlenkette und Ohrringen, die Diamanten und Perlen zieren. Auf den Armen der Porträtierten ist eine Tüll-Stola drapiert. Ihr gefiederter Fächer deutet an, dass sie nur kurz innegehalten hat, damit der Künstler und ihr Publikum ihre Schönheit und Eleganz würdigen können. Die so glanzvoll Dargestellte blickt elegant zur Seite, wendet sich vom Betrachter ab. Der Künstler wählt einen neutralen Hintergrund und richtet seinen Fokus ganz auf die strahlende Erscheinung der Porträtierten.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it

09.11.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 152.100,-
Schätzwert:
EUR 150.000,- bis EUR 200.000,-

Eugen von Blaas


(Albano 1843–1931 Venedig)
Bildnis der Madame Lebreton, signiert, datiert Eug: de Blaas 1908,
Öl auf Leinwand, 225 x 116 cm, gerahmt

Video ansehen

Ausgestellt:
Venedig, La Biennale di Venezia, VIII. Internationale Kunstausstellung
22. April - 31. Oktober 1909, Raum 27, Nr.6.

Abgebildet und verzeichnet in:
Ausstellungskatalog VIII. Esposizione Internazionale d’Arte della Città di Venezia, Venedig 1909, S. 110, Nr.6;
Thomas Wassibauer, Eugen von Blaas 1843–1931. Das Werk. Catalogue Raisonné: Skizzen, Aquarelle, Gemälde, Hildesheim 2005, S. 138, Nr. 165.

Von 1889 an stand die Familie Antonini an der Spitze der Canapificio Veneto Antonini & Ceresa, einer Hanfspinnerei, der bis 1920 weltweite Bedeutung zukam. Die Lieblingstochter Andrea Antoninis, des großen Industriellen des 20. Jahrhunderts, war die hier porträtierte Maria. Für sie ließ er die prachtvolle Villa Antonini in Crocetta errichten, die Anfang 1900 fertiggestellt wurde. Maria war nicht nur ein aktives Mitglied der Familie, organisierte Feste und kümmerte sich um das Haus, sondern nahm auch eine Schlüsselrolle im Familienunternehmen ein. 1908 heiratete sie Alberto Lebreton, einen Rechtsanwalt aus Treviso, der schließlich nach langer Erkrankung seines Schwiegervaters die Leitung des Betriebes übernahm.

Das Porträt Marias gab ihr Vater vermutlich als Hochzeitsgeschenk bei
Eugen von Blaas in Auftrag. Überhaupt erwies sich Andrea Antonini nicht nur als großer Industrieller, sondern auch als Mäzen und Kunstkenner. So veranlasste er die Ausgestaltung der Villa in Crocetta mit Fresken Giuseppe Vizzotto Albertis. Das Jahr 1909 markiert nach der Erkrankung Andrea Antoninis und der Übernahme der Leitung der Canapificio durch Alberto Lebreton den Beginn des Niedergangs der Familie Antonini.
Das Gemälde Eugen von Blaas’ wurde auf der Biennale von Venedig 1909 als Beispiel für jene elegante und erhabene Porträtmalerei ausgestellt, die man in Kreisen des Großbürgertums schätzte. Dass es die Tochter des größten Industriellen Venetiens darstellte, verschaffte dem Künstler Prestige und adelte gleichermaßen die Familie Lebreton Antonini.

Das spektakuläre Porträt der Frau Lebreton Antonini aus dem Jahr 1908 steht als hervorragendes Beispiel für die ganzfigurigen Gemälde Eugen von Blaas. Die Dargestellte trägt eine schwarze Abendrobe aus Satin und dazu einen modischen Federhut. Geschmückt ist sie mit einer langen Perlenkette und Ohrringen, die Diamanten und Perlen zieren. Auf den Armen der Porträtierten ist eine Tüll-Stola drapiert. Ihr gefiederter Fächer deutet an, dass sie nur kurz innegehalten hat, damit der Künstler und ihr Publikum ihre Schönheit und Eleganz würdigen können. Die so glanzvoll Dargestellte blickt elegant zur Seite, wendet sich vom Betrachter ab. Der Künstler wählt einen neutralen Hintergrund und richtet seinen Fokus ganz auf die strahlende Erscheinung der Porträtierten.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
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Gautier.Gendebien@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 09.11.2020 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 02.11. - 09.11.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.