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Lot Nr. 40 V


1969 Lancia Fulvia Rallye 1.6 HF Gruppe 4


Rallye-Ikone der späten 1960er Jahre
Eine von nur 1.258 gebauten Fulvia Fanalone
Seit 2004 in der Familie des Einbringers


Berühmt für ihre einzigartige Handwerkskunst, innovative Ingenieurslösungen unter Missachtung betriebswirtschaftlicher Vernunft waren die Lancias der Pre-Fiat-Ära seit jeher eine Klasse für sich. 1960 präsentierte Lancia mit der Flavia eine Mittelklasse-Limousine mit Boxermotor und Frontantrieb. Letzteres war die eigentliche Neuerung und um das Modellprogramm nach unten abzurunden, folgte auf die Flavia 1963 die Fulvia. Die hatte anstelle des Boxers einen V4 mit minimalem Öffnungswinkel und zwei obenliegenden Nockenwellen. Wie schon bei der großen Schwester gab es die Fulvia nicht nur als Berlina, sondern auch als schickes Coupé. Typisch für Lancia verliert man bei den jährlichen Verbesserungen leicht den Überblick, im wesentlichen lassen sich die Coupés, um die es hier geht, in drei Serien einteilen.

Dass sich mit dem leichten Coupé mit fortschrittlichem Antriebskonzept auch bestens Rennen bestreiten ließen, blieb auch der Squadra Corse HF Lancia nicht verborgen und ab Mitte der 1960er präsentierte Lancia nach und nach Fulvia Coupés, die immer sportlicher wurden. Die Speerspitze davon war die 1969 präsentierte Fulvia Rallye 1.6 HF. Deren Namen sagt schon alles, was wichtig ist. Sie war bestimmt für den Rallye-Einsatz, wurde angetrieben von einem 1,6 Liter Aggregat, das durch zwei große 40er Doppelvergaser atmete und 115 PS leistete, die mit der kleinen Fulvia leichtes Spiel hatten. Obendrein gab es noch die Variante 1016, bestückt mit 45er Doppelvergasern, deren 132 PS die Fulvia fliegen ließen. Geschaltet wurde mit deinem 5-Gang- Getriebe von ZF.

Äußerlich war die Fulvia Rallye 1.6 HF nicht nur an ihren verbreiterten Kotflügeln erkennbar, vor allem den größeren Scheinwerfern der innen liegenden Fernlichter verdankte sie ihren Rufnamen: „Fanalone“. Auf den Rallye-Pisten lehrte sie Anfang der 1970er dem Mitbewerb von Porsche, Ford oder Renault Alpine das Fürchten, etwa 1972 bei der Rallye Monte Carlo, als Sandro Munari und Mario Mannucci ihre Verfolger mit 11 Minuten Vorsprung deklassierten und unter den ersten sechs drei Fulvias landeten. Bis 1974 mischte sie stets um die vorderen Plätze mit, bis Lancia mit dem Stratos dann eine neue unerreichte Referenz im Rallye-Sport setzte.

Diese Lancia Fulvia Rallye 1.6 HF „Fanalone” wurde über Lancia Frankreich ausgeliefert und kam Anfang der 1990er nach Italien, wo sie am 9. November 1993 in Pavia zugelassen wurde. Am 28. Februar 1998 wurde ein FIA-Pass für Periode G, Type GTS, beantragt, noch ehe der Wagen dann am 13. Juli 1998 auf ein Sportteam umgemeldet wurde. Der detaillierte Antrag liegt vor und belegt, dass die Fanalone bereits zu diesem Zeitpunkt im kompletten Sporttrimm ausgestattet war.Soll heißen: zwei 45-Weber-Doppelvergaser analog den Gruppe 4 Fahrzeugen wie auch ein kurzes Getriebe mit Sperre sowie ein 95-Liter Tank, Käfig, Schalensitze und diverses anderes.

Zwischen 1999 und 2004 ist die Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen in den CSAI-Pass eingetragen worden, wie beispielsweise die Rallye San Remo. Anschließend wurde die HF umfangreich restauriert, was mit Fotos dokumentiert ist. Im September 2004 kaufte der Vater des Einbringers den Lancia in frisch restauriertem Zustand und ließ ihn am 24. März 2005 als historisches Fahrzeug in Deutschland zu. Die Modifikationen wie Tank, Räder und Käfig wurden dabei natürlich eingetragen. Da der Lancia zum Bestreiten von Gleichmäßigkeitsveranstaltungen angeschafft worden war, wurde auf zivile Vergaser, ein normales Getriebe und zeitgenössische Sportsitze umgerüstet. Die scharfen Motorsportteile sind selbstverständlich heute anbei.

Nach einem kräftigen Ausrutscher 2010 wurde das Sportgerät beim Markenspezialisten umfangreich instand gesetzt und in diesem Zuge komplett neu lackiert. Seither wurde die Fulvia nur mehr rund 4.000 km bewegt und präsentiert sich demzufolge in begeisterndem Zustand. Selbstverständlich schlägt in dieser HF ein originales Fanalone-Herz, also Motortyp 818.540, ebenso wie die Alu-Leichtbaukomponenten verbaut sind. Diese Fulvia-Rarität empfiehlt sich also für den sportlich ambitionierten Lancisti genauso wie für den aktiven Motorsportler mit Anspruch, der ein Original in wettbewerbsfertigem Zustand sucht. Begeistert werden beide sein.

Chassis: 818.540*001443*,
Motor: 818.540*018617*,
Papiere: Deutsche historische Zulassung

03.07.2021 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 73.600,-
Schätzwert:
EUR 50.000,- bis EUR 65.000,-

1969 Lancia Fulvia Rallye 1.6 HF Gruppe 4


Rallye-Ikone der späten 1960er Jahre
Eine von nur 1.258 gebauten Fulvia Fanalone
Seit 2004 in der Familie des Einbringers


Berühmt für ihre einzigartige Handwerkskunst, innovative Ingenieurslösungen unter Missachtung betriebswirtschaftlicher Vernunft waren die Lancias der Pre-Fiat-Ära seit jeher eine Klasse für sich. 1960 präsentierte Lancia mit der Flavia eine Mittelklasse-Limousine mit Boxermotor und Frontantrieb. Letzteres war die eigentliche Neuerung und um das Modellprogramm nach unten abzurunden, folgte auf die Flavia 1963 die Fulvia. Die hatte anstelle des Boxers einen V4 mit minimalem Öffnungswinkel und zwei obenliegenden Nockenwellen. Wie schon bei der großen Schwester gab es die Fulvia nicht nur als Berlina, sondern auch als schickes Coupé. Typisch für Lancia verliert man bei den jährlichen Verbesserungen leicht den Überblick, im wesentlichen lassen sich die Coupés, um die es hier geht, in drei Serien einteilen.

Dass sich mit dem leichten Coupé mit fortschrittlichem Antriebskonzept auch bestens Rennen bestreiten ließen, blieb auch der Squadra Corse HF Lancia nicht verborgen und ab Mitte der 1960er präsentierte Lancia nach und nach Fulvia Coupés, die immer sportlicher wurden. Die Speerspitze davon war die 1969 präsentierte Fulvia Rallye 1.6 HF. Deren Namen sagt schon alles, was wichtig ist. Sie war bestimmt für den Rallye-Einsatz, wurde angetrieben von einem 1,6 Liter Aggregat, das durch zwei große 40er Doppelvergaser atmete und 115 PS leistete, die mit der kleinen Fulvia leichtes Spiel hatten. Obendrein gab es noch die Variante 1016, bestückt mit 45er Doppelvergasern, deren 132 PS die Fulvia fliegen ließen. Geschaltet wurde mit deinem 5-Gang- Getriebe von ZF.

Äußerlich war die Fulvia Rallye 1.6 HF nicht nur an ihren verbreiterten Kotflügeln erkennbar, vor allem den größeren Scheinwerfern der innen liegenden Fernlichter verdankte sie ihren Rufnamen: „Fanalone“. Auf den Rallye-Pisten lehrte sie Anfang der 1970er dem Mitbewerb von Porsche, Ford oder Renault Alpine das Fürchten, etwa 1972 bei der Rallye Monte Carlo, als Sandro Munari und Mario Mannucci ihre Verfolger mit 11 Minuten Vorsprung deklassierten und unter den ersten sechs drei Fulvias landeten. Bis 1974 mischte sie stets um die vorderen Plätze mit, bis Lancia mit dem Stratos dann eine neue unerreichte Referenz im Rallye-Sport setzte.

Diese Lancia Fulvia Rallye 1.6 HF „Fanalone” wurde über Lancia Frankreich ausgeliefert und kam Anfang der 1990er nach Italien, wo sie am 9. November 1993 in Pavia zugelassen wurde. Am 28. Februar 1998 wurde ein FIA-Pass für Periode G, Type GTS, beantragt, noch ehe der Wagen dann am 13. Juli 1998 auf ein Sportteam umgemeldet wurde. Der detaillierte Antrag liegt vor und belegt, dass die Fanalone bereits zu diesem Zeitpunkt im kompletten Sporttrimm ausgestattet war.Soll heißen: zwei 45-Weber-Doppelvergaser analog den Gruppe 4 Fahrzeugen wie auch ein kurzes Getriebe mit Sperre sowie ein 95-Liter Tank, Käfig, Schalensitze und diverses anderes.

Zwischen 1999 und 2004 ist die Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen in den CSAI-Pass eingetragen worden, wie beispielsweise die Rallye San Remo. Anschließend wurde die HF umfangreich restauriert, was mit Fotos dokumentiert ist. Im September 2004 kaufte der Vater des Einbringers den Lancia in frisch restauriertem Zustand und ließ ihn am 24. März 2005 als historisches Fahrzeug in Deutschland zu. Die Modifikationen wie Tank, Räder und Käfig wurden dabei natürlich eingetragen. Da der Lancia zum Bestreiten von Gleichmäßigkeitsveranstaltungen angeschafft worden war, wurde auf zivile Vergaser, ein normales Getriebe und zeitgenössische Sportsitze umgerüstet. Die scharfen Motorsportteile sind selbstverständlich heute anbei.

Nach einem kräftigen Ausrutscher 2010 wurde das Sportgerät beim Markenspezialisten umfangreich instand gesetzt und in diesem Zuge komplett neu lackiert. Seither wurde die Fulvia nur mehr rund 4.000 km bewegt und präsentiert sich demzufolge in begeisterndem Zustand. Selbstverständlich schlägt in dieser HF ein originales Fanalone-Herz, also Motortyp 818.540, ebenso wie die Alu-Leichtbaukomponenten verbaut sind. Diese Fulvia-Rarität empfiehlt sich also für den sportlich ambitionierten Lancisti genauso wie für den aktiven Motorsportler mit Anspruch, der ein Original in wettbewerbsfertigem Zustand sucht. Begeistert werden beide sein.

Chassis: 818.540*001443*,
Motor: 818.540*018617*,
Papiere: Deutsche historische Zulassung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 03.07.2021 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: Mittwoch, 30.06.2021 bis Samstag, 03.07.2021 9-14 Uhr


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.