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Lot Nr. 68 V


1963 Porsche 356 B 1600 Super Cabriolet


Münchner Auslieferung
Seit 1979 in Zweitbesitz
Weitgehend im Originalzustand
Original 110.725 km Laufleistung


Schon bei der allerersten Kleinserie des Porsche Typ 356/2, die in den Nachkriegsjahren im Kärntnerischen Gmünd gebaut wurden, waren acht Cabriolets dabei. Die waren allesamt Einzelanfertigungen, deren Karosserien etwa bei Keibl, oder Kastenhofer in Wien oder bei Beutler in der Schweiz gefertigt wurden. Als mit der Rückkehr nach Stuttgart so etwas wie eine richtige Serienfertigung beginnen sollte, war die Zeit der Einzelstücke vorbei und es brauchte auch für die offenen Porsche 356 Karosseriebauer mit entsprechenden Kapazitäten.

Reutter war der Partner der ersten Stunde und baute von 1950 die Blechkleider nicht nur für die Coupés sondern auch für die hübschen Cabriolets. Letztere wurden in den frühen Jahren vereinzelt auch noch bei Gläser in Weiden gebaut. Die waren im Aufbau schwerer und komplexer und, nachdem Reutter die nötigen Kapazitäten geschaffen hatte, bald wieder Geschichte.

Auf Drängen von US-Importeur Max Hoffmann wurde ab Herbst 1954 auch eine abgespeckte Version des Cabriolets angeboten. Der spartanische Speedster fand vor allem in der Neuen Welt Anklang. Im Herbst 1955 folgte für das kommende Modelljahr die erste große Überarbeitung des Porsche 356, dem man nun den Buchstaben A beifügte. Der nächste Große Evolutionssprung kam dann drei Jahre später, als im Herbst 1959 aus dem 356 A der 356 B wurde. Cabriolet und Coupé gingen parallel gemeinsam alle diese Entwicklungsschritte, während der Speedster da schon vom komfortableren Convertible D abgelöst worden war, aus dem beim B-Modell der Roadster wurde.

Mit dem B-Modell gab es nicht nur ein wesentliches Re-Design, das vom Ur-Entwurf deutlich abrückte, sondern auch unterm Blech einiges an Verbesserungen. Die beiden Motor-Varianten mit 60 und 75 PS wurden übernommen und mit dem Super 90 (PS) nach oben ergänzt. Für 1962 folgte ein weiterer Entwicklungsschritt mit einem größeren Heckfenster beim Coupé, zwei Lüftungsgittern im Motordeckel und einem Tankverschluss vorne am Kotflügel. Kurz bevor aus dem Porsche mit Scheibenbremsen der 356 C wurde, gab es auch noch eine verbesserte Heizung. Mit dem letzten Modellwechsel blieben mit Coupé und Cabriolet nur jene zwei Karosserie-Varianten im Programm, die es schon von Anbeginn an gegeben hatte.

Dieses Porsche 356 B 1600 Super Cabriolet wurde 1963 über die Mahag in München ausgeliefert und am 9. April von seiner Erstbesitzerin, der Freifrau von Redwitz aus Neuburg an der Donau, zugelassen. Die hatte sich ihren Porsche in reihergrau bestellt, ausgestattet mit einem schwarzen Leder-Interieur, verchromten Rädern und verchromter Gepäckbrücke.

Schon 1979 konnte der aktuelle Münchner Besitzer das Cabriolet der Erstbesitzerin abkaufen. Die hatte den Porsche all die Jahre lang gehegt und gepflegt, trotzdem entschied sich der neue Besitzer 1981 für eine Neulackierung um den Wagen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Aus dem alten Fahrzeugbrief geht hervor, wie regelmäßig der Porsche Herbst für Herbst und Frühjahr für Frühjahr erst außer und dann wieder in Betrieb genommen wurde. Die vergangenen 28 Jahre wurde das Cabriolet gar nur noch im Sommerurlaub am Ferienwohnsitz im Südburgenland gefahren.

So kommt es, dass hier nun eines der wenigen weitgehend unrestauriert gebliebenen Exemplare eines Porsche 356 vor uns steht. Sein Besitzer bestätigt sogar den Tachostand von gut 110.000 als den originalen. Die Lederpolster sind genauso noch die ersten wie das Verdeck, das sogar noch seine Porsche Nummer (79420) trägt, weil es damals ja einzeln ans Auto angepasst wurde. Eine wunderbare Patina verleiht diesem Cabriolet seinen herrlich authentischen Charme, wie es nur eines mit einer solchen, vielleicht einzigartigen Geschichte haben kann.

Chassis: 158127,
Motor: P*703734*,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief

03.07.2021 - 15:00

Schätzwert:
EUR 110.000,- bis EUR 140.000,-

1963 Porsche 356 B 1600 Super Cabriolet


Münchner Auslieferung
Seit 1979 in Zweitbesitz
Weitgehend im Originalzustand
Original 110.725 km Laufleistung


Schon bei der allerersten Kleinserie des Porsche Typ 356/2, die in den Nachkriegsjahren im Kärntnerischen Gmünd gebaut wurden, waren acht Cabriolets dabei. Die waren allesamt Einzelanfertigungen, deren Karosserien etwa bei Keibl, oder Kastenhofer in Wien oder bei Beutler in der Schweiz gefertigt wurden. Als mit der Rückkehr nach Stuttgart so etwas wie eine richtige Serienfertigung beginnen sollte, war die Zeit der Einzelstücke vorbei und es brauchte auch für die offenen Porsche 356 Karosseriebauer mit entsprechenden Kapazitäten.

Reutter war der Partner der ersten Stunde und baute von 1950 die Blechkleider nicht nur für die Coupés sondern auch für die hübschen Cabriolets. Letztere wurden in den frühen Jahren vereinzelt auch noch bei Gläser in Weiden gebaut. Die waren im Aufbau schwerer und komplexer und, nachdem Reutter die nötigen Kapazitäten geschaffen hatte, bald wieder Geschichte.

Auf Drängen von US-Importeur Max Hoffmann wurde ab Herbst 1954 auch eine abgespeckte Version des Cabriolets angeboten. Der spartanische Speedster fand vor allem in der Neuen Welt Anklang. Im Herbst 1955 folgte für das kommende Modelljahr die erste große Überarbeitung des Porsche 356, dem man nun den Buchstaben A beifügte. Der nächste Große Evolutionssprung kam dann drei Jahre später, als im Herbst 1959 aus dem 356 A der 356 B wurde. Cabriolet und Coupé gingen parallel gemeinsam alle diese Entwicklungsschritte, während der Speedster da schon vom komfortableren Convertible D abgelöst worden war, aus dem beim B-Modell der Roadster wurde.

Mit dem B-Modell gab es nicht nur ein wesentliches Re-Design, das vom Ur-Entwurf deutlich abrückte, sondern auch unterm Blech einiges an Verbesserungen. Die beiden Motor-Varianten mit 60 und 75 PS wurden übernommen und mit dem Super 90 (PS) nach oben ergänzt. Für 1962 folgte ein weiterer Entwicklungsschritt mit einem größeren Heckfenster beim Coupé, zwei Lüftungsgittern im Motordeckel und einem Tankverschluss vorne am Kotflügel. Kurz bevor aus dem Porsche mit Scheibenbremsen der 356 C wurde, gab es auch noch eine verbesserte Heizung. Mit dem letzten Modellwechsel blieben mit Coupé und Cabriolet nur jene zwei Karosserie-Varianten im Programm, die es schon von Anbeginn an gegeben hatte.

Dieses Porsche 356 B 1600 Super Cabriolet wurde 1963 über die Mahag in München ausgeliefert und am 9. April von seiner Erstbesitzerin, der Freifrau von Redwitz aus Neuburg an der Donau, zugelassen. Die hatte sich ihren Porsche in reihergrau bestellt, ausgestattet mit einem schwarzen Leder-Interieur, verchromten Rädern und verchromter Gepäckbrücke.

Schon 1979 konnte der aktuelle Münchner Besitzer das Cabriolet der Erstbesitzerin abkaufen. Die hatte den Porsche all die Jahre lang gehegt und gepflegt, trotzdem entschied sich der neue Besitzer 1981 für eine Neulackierung um den Wagen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Aus dem alten Fahrzeugbrief geht hervor, wie regelmäßig der Porsche Herbst für Herbst und Frühjahr für Frühjahr erst außer und dann wieder in Betrieb genommen wurde. Die vergangenen 28 Jahre wurde das Cabriolet gar nur noch im Sommerurlaub am Ferienwohnsitz im Südburgenland gefahren.

So kommt es, dass hier nun eines der wenigen weitgehend unrestauriert gebliebenen Exemplare eines Porsche 356 vor uns steht. Sein Besitzer bestätigt sogar den Tachostand von gut 110.000 als den originalen. Die Lederpolster sind genauso noch die ersten wie das Verdeck, das sogar noch seine Porsche Nummer (79420) trägt, weil es damals ja einzeln ans Auto angepasst wurde. Eine wunderbare Patina verleiht diesem Cabriolet seinen herrlich authentischen Charme, wie es nur eines mit einer solchen, vielleicht einzigartigen Geschichte haben kann.

Chassis: 158127,
Motor: P*703734*,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 03.07.2021 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: Mittwoch, 30.06.2021 bis Samstag, 03.07.2021 9-14 Uhr