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Lot Nr. 70 V


1969 Alfa Romeo GTA 1300 Junior


Höchstwahrscheinlich der holländische Meisterschaftssieger von 1970
Gefahren von Han Akersloot für das Dutch National Racing Team
Einer von weniger als 500 gebauten GTA Junior
Anfang der 1990er komplett restauriert


Die Rennfahrerei war von Anfang an fester Bestandteil der DNA von Alfa Romeo. Bei allen großen (und kleinen) Rennen der Welt standen die Mailänder am Start und gingen nur allzu oft als Sieger hervor. Nachdem man in den frühen Nachkriegsjahren die Werkseinsätze in der Formel 1 eingestellt hatte, konzentrierten sich Alfa und das Auto Delta Werksteam in den 1960er ganz auf Sportwagen- und Tourenwagenrennen.

Mit der Giulia GT der Serie 105 hatte Alfa Romeo 1963 die ideale Basis für einen erfolgreichen Tourenwagen vorgestellt, mit dem nicht nur die SZ sondern in weiterer Folge auch die TZ abgelöst werden konnten. Für 1965 präsentierte man die Giulia Sprint GTA - A wie Alleggerita, oder zu Deutsch erleichtert. Die Karosserien der GTA waren weitgehend aus Aluminium, die Räder aus Magnesium und das Interieur deutlich abgespeckt, sodass gegenüber der Serien-GTs eine deutliche Reduktion des Gewichts erzielt werden konnte. Der 1.570 ccm Motor bekam einen Zylinderkopf mit Doppelzündung und zwei großen Doppelvergasern. In der zivilen Stradale-Version reichte das für 115 PS, die wilden Rennversionen mit ihren breiten Kotflügeln brachte man hingegen auf 170 PS und mit Kompressor auch mehr. Gebaut wurden die Wagen in der Rennabteilung bei Autodelta.

1968 folgte dann der GTA 1300 Junior um auch in der kleineren Hubraumklasse vertreten zu sein. Am Papier leistete dessen Basisversion 96 PS, im Renntrimm waren bis zu 180 möglich. Die GTA Junior waren nicht mehr ganz so konsequent auf Leichtbau getrimmt und mussten im Zuge ihrer Bauzeit bis 1975 zusehends mit Teilen der Serien-Wagen auskommen. Vom GTA 1300 Junior entstanden knapp 500 Stück, ein paar weniger als vom großen 1600er, der schon 1969 eingestellt worden war.

Dieser GTA 1300 Junior hat ein bewegtes und aufregendes Leben hinter sich. Ende der 1980er wurde er als schwer verunfallter Rennwagen aus Jugoslawien nach Süddeutschland geholt. GTA-Spezialist Ulrich Baumgarten hatte davon Wind bekommen und wollte ihn kaufen, doch ein Schweizer war schneller und vor allem näher dran. Der Wagen landete dennoch in Baumgartens Werkstatt weil der neue Besitzer ihn mit der Restauration der Karosserie beauftragte.

Der gesamte Vorderbau, einschließlich Teilen der Spritzwand, das meiste der Fahrerseite, einschließlich der A-Säule und sogar Teile des Daches waren dem GTA abhanden gekommen. Alte Fotos zeigen den fürchterlichen Zustand von damals. Baumgarten nahm sich der Herausforderung an und trieb bei einer alten Alfa-Niederlassung in Würzburg sogar noch das Ersatzteil einer kompletten, originalen Spritzwand auf. Weil der Wagen in Stradale-Version restauriert werden sollte, nahm er hinten rechts die verbliebene, aufgenietete Kotflügel-Verbreiterung von Autodelta ab und unter mehreren Schichten Lack kam der Name Akersloot zum Vorschein. Marken-Historiker und Buch-Autor Martin Übelher bestätigt, dass es sich mit ziemlicher Sicherheit um Han Akersloots Siegerwagen der holländischen Tourenwagenmeisterschaft 1970 handelt.

Jahre nachdem der GTA fertiggestellt war, konnten Baumgarten und ein Partner den Wagen erwerben und zurück nach Deutschland holen. Weil er den Wagen einst für den Besitzer in gelb restauriert hatte, ließ er ihn auf rot umlackieren, verbaute ein originales GTA Interieur aus seinem Bestand und überarbeitete den Wagen in so manchen Details. Der GTA ging dann an Fritz Neuser und von dort 2009 an den Einbringer nach Österreich. Viele dieser GTAs wurden einst auf den Rennstrecken verschlissen, auch dieser hier hatte kein leichtes Leben. Das Schicksal meinte es jedoch gut mit ihm und ihm wurde ein zweites Leben als Klassiker vergönnt.

Hier bietet sich also die Gelegenheit auf einen echten GTA mit siegreicher Renngeschichte, der nun im Stradale-Gewand jederzeit einsatzbereit für die nächste Rallye ist.

Chassis: AR*775590*,
Motor: AR00539*05777*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung und Deutscher Fahrzeugbrief (entwertet)

03.07.2021 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 121.720,-
Schätzwert:
EUR 110.000,- bis EUR 140.000,-

1969 Alfa Romeo GTA 1300 Junior


Höchstwahrscheinlich der holländische Meisterschaftssieger von 1970
Gefahren von Han Akersloot für das Dutch National Racing Team
Einer von weniger als 500 gebauten GTA Junior
Anfang der 1990er komplett restauriert


Die Rennfahrerei war von Anfang an fester Bestandteil der DNA von Alfa Romeo. Bei allen großen (und kleinen) Rennen der Welt standen die Mailänder am Start und gingen nur allzu oft als Sieger hervor. Nachdem man in den frühen Nachkriegsjahren die Werkseinsätze in der Formel 1 eingestellt hatte, konzentrierten sich Alfa und das Auto Delta Werksteam in den 1960er ganz auf Sportwagen- und Tourenwagenrennen.

Mit der Giulia GT der Serie 105 hatte Alfa Romeo 1963 die ideale Basis für einen erfolgreichen Tourenwagen vorgestellt, mit dem nicht nur die SZ sondern in weiterer Folge auch die TZ abgelöst werden konnten. Für 1965 präsentierte man die Giulia Sprint GTA - A wie Alleggerita, oder zu Deutsch erleichtert. Die Karosserien der GTA waren weitgehend aus Aluminium, die Räder aus Magnesium und das Interieur deutlich abgespeckt, sodass gegenüber der Serien-GTs eine deutliche Reduktion des Gewichts erzielt werden konnte. Der 1.570 ccm Motor bekam einen Zylinderkopf mit Doppelzündung und zwei großen Doppelvergasern. In der zivilen Stradale-Version reichte das für 115 PS, die wilden Rennversionen mit ihren breiten Kotflügeln brachte man hingegen auf 170 PS und mit Kompressor auch mehr. Gebaut wurden die Wagen in der Rennabteilung bei Autodelta.

1968 folgte dann der GTA 1300 Junior um auch in der kleineren Hubraumklasse vertreten zu sein. Am Papier leistete dessen Basisversion 96 PS, im Renntrimm waren bis zu 180 möglich. Die GTA Junior waren nicht mehr ganz so konsequent auf Leichtbau getrimmt und mussten im Zuge ihrer Bauzeit bis 1975 zusehends mit Teilen der Serien-Wagen auskommen. Vom GTA 1300 Junior entstanden knapp 500 Stück, ein paar weniger als vom großen 1600er, der schon 1969 eingestellt worden war.

Dieser GTA 1300 Junior hat ein bewegtes und aufregendes Leben hinter sich. Ende der 1980er wurde er als schwer verunfallter Rennwagen aus Jugoslawien nach Süddeutschland geholt. GTA-Spezialist Ulrich Baumgarten hatte davon Wind bekommen und wollte ihn kaufen, doch ein Schweizer war schneller und vor allem näher dran. Der Wagen landete dennoch in Baumgartens Werkstatt weil der neue Besitzer ihn mit der Restauration der Karosserie beauftragte.

Der gesamte Vorderbau, einschließlich Teilen der Spritzwand, das meiste der Fahrerseite, einschließlich der A-Säule und sogar Teile des Daches waren dem GTA abhanden gekommen. Alte Fotos zeigen den fürchterlichen Zustand von damals. Baumgarten nahm sich der Herausforderung an und trieb bei einer alten Alfa-Niederlassung in Würzburg sogar noch das Ersatzteil einer kompletten, originalen Spritzwand auf. Weil der Wagen in Stradale-Version restauriert werden sollte, nahm er hinten rechts die verbliebene, aufgenietete Kotflügel-Verbreiterung von Autodelta ab und unter mehreren Schichten Lack kam der Name Akersloot zum Vorschein. Marken-Historiker und Buch-Autor Martin Übelher bestätigt, dass es sich mit ziemlicher Sicherheit um Han Akersloots Siegerwagen der holländischen Tourenwagenmeisterschaft 1970 handelt.

Jahre nachdem der GTA fertiggestellt war, konnten Baumgarten und ein Partner den Wagen erwerben und zurück nach Deutschland holen. Weil er den Wagen einst für den Besitzer in gelb restauriert hatte, ließ er ihn auf rot umlackieren, verbaute ein originales GTA Interieur aus seinem Bestand und überarbeitete den Wagen in so manchen Details. Der GTA ging dann an Fritz Neuser und von dort 2009 an den Einbringer nach Österreich. Viele dieser GTAs wurden einst auf den Rennstrecken verschlissen, auch dieser hier hatte kein leichtes Leben. Das Schicksal meinte es jedoch gut mit ihm und ihm wurde ein zweites Leben als Klassiker vergönnt.

Hier bietet sich also die Gelegenheit auf einen echten GTA mit siegreicher Renngeschichte, der nun im Stradale-Gewand jederzeit einsatzbereit für die nächste Rallye ist.

Chassis: AR*775590*,
Motor: AR00539*05777*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung und Deutscher Fahrzeugbrief (entwertet)


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 03.07.2021 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: Mittwoch, 30.06.2021 bis Samstag, 03.07.2021 9-14 Uhr


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.