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Lot Nr. 44 V


1955 Volkswagen Typ 26 Pritschenwagen


Seltene frühe T1 Pritsche
In Wien Alsergund ausgeliefert
Nur zwei eingetragenen Halter
Aufwendig restauriert


Hinter der Bezeichnung Typ 26 versteckte sich die Pritschenwagen-Version des T1-Transporters, die Volkswagen ab 1951 anbot. Die hatte eine dreisitzige Kabine und dahinter auf Höhe der Motoroberkannte eine geräumige Ladefläche mit rundum herunterklappbaren Ladebordwänden. Darunter versteckte sich ein geschützter, absperrbarer Laderaum, was die Pritschenwagen zu wahren Raumwundern machte, die den Kastenwagen in Sachen Beliebtheit kaum nachstanden.

Natürlich machten auch die Pritschenwagen alle Neuerungen bei den Transportern mit, so folgte Ende 1954 ein Hubraum- und Leistungssprung von 25 auf 30 Pferdestärken und ein neues, breites Armaturenbrett. Die Scheunentorartige Motorklappe, die heute als Barndoor verehrt wird, hatten die Pritschenwagen naturbedingt ohnehin nie. Die größte Neuerung für die Pritsche folgte im Jahr 1959, als VW die Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen und dritter Tür einführte.

Auf ihren Rücken trugen diese Lastesel im wahrsten Sinne des Wortes von Anfang an das Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre. Jeder Handwerker träumte von einer solchen Pritsche, bei einem Preis von DM 5.725 (1955) blieb der Traum aber oft unerreicht. In der Regel wurden sie im harten Arbeitsalltag verschlissen, weshalb der Bestand derart dezimiert wurde, dass es dramatischer nicht sein könnte. Heute zählen sie zu den seltensten Versionen der T1 Transporter und sind ganz entgegen ihrer Natur zu bestgehüteten Sammlerstücken geworden.

Dieser T1 Pritschenwagen wurde am 4. November 1955 auf Adolf Bier, einen Tischlermeister im neunten Wiener Gemeindebezirk Alsergrund zugelassen. 1963 kam er zu seinem zweiten Besitzer, einem Berufskollegen, in Laa an der Thaya im fernen Waldviertel. Nach 20 Jahren hatte der Pritschenwagen dann 1975 seiner Schuldigkeit Genüge getan und wurde abgemeldet. Soweit ist sein Lebenslauf kein ungewöhnlicher, doch anstelle am Schrottplatz zu enden, landete er in einem Garten und diente fortan als Kinderspielplatz. Dort fand ihn vor etlichen Jahren sein aktueller Besitzer, der mit einem ausgeprägten Faible für rare Volkswagen ausgestattet ist. Der Zustand war fürchterlich, aber schließlich wächst man mit der Aufgabe und eine solche frühe Pritsche findet sich nicht aller Tage.

Das Projekt zog sich über Jahre und wusste immer wieder mit neuen Stolpersteinen zu überraschen. So stellte sich heraus, dass Volkswagen am 1955er Modell noch etliche Details der früheren Jahrgänge verbaute, was die Teilebesorgung zu einem Spießrutenlauf machte. Davon ließ sich der Einbringer jedoch nicht entmutigen und zog das Projekt ohne Rücksicht auf Zeit und Geld durch. Zum Abschluss wurde anhand alter Farbmuster noch der richtige Ton des originalen Taubenblaus (L31) angemischt. Entstanden ist ein früher Typ 26 Pritschenwagen, der vielleicht schöner ist als er neu jemals war, ein absoluter Sympathieträger, der überall für freundliche Gesichter und gehobene Daumen sorgt. Weil nun neue Projekte in den Startlöchern stehen, wird diese Ausnahmeerscheinung, wie es sie so schnell kein zweites Mal gibt, in neue Hände abgegeben.

Chassis: 20-150872
Papiere: Österreichischer Typenschein

16.10.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 50.600,-
Schätzwert:
EUR 45.000,- bis EUR 60.000,-

1955 Volkswagen Typ 26 Pritschenwagen


Seltene frühe T1 Pritsche
In Wien Alsergund ausgeliefert
Nur zwei eingetragenen Halter
Aufwendig restauriert


Hinter der Bezeichnung Typ 26 versteckte sich die Pritschenwagen-Version des T1-Transporters, die Volkswagen ab 1951 anbot. Die hatte eine dreisitzige Kabine und dahinter auf Höhe der Motoroberkannte eine geräumige Ladefläche mit rundum herunterklappbaren Ladebordwänden. Darunter versteckte sich ein geschützter, absperrbarer Laderaum, was die Pritschenwagen zu wahren Raumwundern machte, die den Kastenwagen in Sachen Beliebtheit kaum nachstanden.

Natürlich machten auch die Pritschenwagen alle Neuerungen bei den Transportern mit, so folgte Ende 1954 ein Hubraum- und Leistungssprung von 25 auf 30 Pferdestärken und ein neues, breites Armaturenbrett. Die Scheunentorartige Motorklappe, die heute als Barndoor verehrt wird, hatten die Pritschenwagen naturbedingt ohnehin nie. Die größte Neuerung für die Pritsche folgte im Jahr 1959, als VW die Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen und dritter Tür einführte.

Auf ihren Rücken trugen diese Lastesel im wahrsten Sinne des Wortes von Anfang an das Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre. Jeder Handwerker träumte von einer solchen Pritsche, bei einem Preis von DM 5.725 (1955) blieb der Traum aber oft unerreicht. In der Regel wurden sie im harten Arbeitsalltag verschlissen, weshalb der Bestand derart dezimiert wurde, dass es dramatischer nicht sein könnte. Heute zählen sie zu den seltensten Versionen der T1 Transporter und sind ganz entgegen ihrer Natur zu bestgehüteten Sammlerstücken geworden.

Dieser T1 Pritschenwagen wurde am 4. November 1955 auf Adolf Bier, einen Tischlermeister im neunten Wiener Gemeindebezirk Alsergrund zugelassen. 1963 kam er zu seinem zweiten Besitzer, einem Berufskollegen, in Laa an der Thaya im fernen Waldviertel. Nach 20 Jahren hatte der Pritschenwagen dann 1975 seiner Schuldigkeit Genüge getan und wurde abgemeldet. Soweit ist sein Lebenslauf kein ungewöhnlicher, doch anstelle am Schrottplatz zu enden, landete er in einem Garten und diente fortan als Kinderspielplatz. Dort fand ihn vor etlichen Jahren sein aktueller Besitzer, der mit einem ausgeprägten Faible für rare Volkswagen ausgestattet ist. Der Zustand war fürchterlich, aber schließlich wächst man mit der Aufgabe und eine solche frühe Pritsche findet sich nicht aller Tage.

Das Projekt zog sich über Jahre und wusste immer wieder mit neuen Stolpersteinen zu überraschen. So stellte sich heraus, dass Volkswagen am 1955er Modell noch etliche Details der früheren Jahrgänge verbaute, was die Teilebesorgung zu einem Spießrutenlauf machte. Davon ließ sich der Einbringer jedoch nicht entmutigen und zog das Projekt ohne Rücksicht auf Zeit und Geld durch. Zum Abschluss wurde anhand alter Farbmuster noch der richtige Ton des originalen Taubenblaus (L31) angemischt. Entstanden ist ein früher Typ 26 Pritschenwagen, der vielleicht schöner ist als er neu jemals war, ein absoluter Sympathieträger, der überall für freundliche Gesichter und gehobene Daumen sorgt. Weil nun neue Projekte in den Startlöchern stehen, wird diese Ausnahmeerscheinung, wie es sie so schnell kein zweites Mal gibt, in neue Hände abgegeben.

Chassis: 20-150872
Papiere: Österreichischer Typenschein


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 16.10.2021 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: Freitag, 15.10.2021 bis Samstag, 16.10.2021 09-18 Uhr


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.