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Lot Nr. 62 V


1971 Lamborghini Jarama 400 GT


Einer von nur 188 Jarama der ersten Serie
Ferruccio Lamborghinis liebster Entwurf
Komplette Motorüberholung 2012
Dokumentiert bis zum ersten Tag


Schräg, schräger, Jarama! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Dass Marcello Gandinis Entwürfe nie die gewöhnlichsten waren, ist bekannt, doch beim Jarama ist es gerade dessen Schlichtheit, die seine Auffälligkeit ausmacht. Es reiht sich Fläche an Fläche, Kante an Kante. Und so entstand auf dem verkürzten Chassis des Espada ein ganz außergewöhnlicher Sportwagen, der den Pelz nach innen trägt. Unter dessen Haube wartet der bekannte V12 aus dem Miura darauf geweckt zu werden und der Innenraum brilliert mit Details wie der Klaviertastatur an Schaltern am Armaturenbrett.

Die Fahrleistungen waren damals überragend, sind es heute noch, was wenig verwundert bei 350 PS Ferruccio Lamborghini sah im Jarama die beste Synthese aus Miura und Espada. Zeitgenössische Tests bestätigten die vom Werk angegebene Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Nach 188 gebauten Exemplaren folgte 1972 mit dem Jarama GTS eine zweite, überarbeitete Serie. Dessen Armaturenbrett fiel nun konventioneller aus, er erhielt nun eine Servolenkung, deren Fehlen beim Vorgänger durchaus für Kritik und Schweißausbrüche beim Einparken sorgte, und nicht zuletzt 15 PS mehr. Dafür gehörten die wunderschönen Magnesiumräder mit ihren Zentralverschlüssen der Vergangenheit an. Bis 1976 lief die Produktion, die Fertigstellung der letzten Exemplare verzögerte sich jedoch bis 1978, weil Lamborghini etliche Lieferanten nicht bezahlen konnte. Nach insgesamt 327 Stück war dann endgültig Schluss.

Dieser Jarama der ersten Serie wurde im Juli 1971 an Roberto Avanzi in Verona ausgeliefert. Ende 1977 verkaufte er den Wagen an Fiorenza Dongili und auch mit dem dritten Besitzer, blieb der Jarama bis 1989 in seiner Heimatstadt Verona. Anschließend übersiedelte der Jarama an den Starnberger See, wurde dort jedoch nicht zugelassen. Dafür bekam er 1995 eine Motorrevision und erst 1999 wurde er in Rosenheim wieder zugelassen. Von dort holte der Einbringer den Wagen 2011 nach Österreich und machte sich daran den Lamborghini Stück für Stück zu verbessern. So ließ er das Interieur erneuern, den Unterboden mit Trockeneis strahlen und nicht zuletzt 2012/13 vom Spezialisten den Motor komplett auseinander nehmen und überholen. Penible Aufzeichnungen dokumentieren unzählige kleinere wie auch die größeren Arbeiten, eine umfangreiche Fotodokumentation die Überholung des Motors. Äußerlich zeigt er da und dort die Spuren der Zeit, was unter der Haube steckt, weckt jedoch in höchstem Maße Vertrauen und faucht böse vor sich hin. Ein Lamborghini Jarama, ist sicherlich kein alltäglicher Sportwagen, doch wer will das schon?!

Chassis: 10180
Motor: 40476
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

16.10.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 95.000,-
Schätzwert:
EUR 90.000,- bis EUR 140.000,-

1971 Lamborghini Jarama 400 GT


Einer von nur 188 Jarama der ersten Serie
Ferruccio Lamborghinis liebster Entwurf
Komplette Motorüberholung 2012
Dokumentiert bis zum ersten Tag


Schräg, schräger, Jarama! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Dass Marcello Gandinis Entwürfe nie die gewöhnlichsten waren, ist bekannt, doch beim Jarama ist es gerade dessen Schlichtheit, die seine Auffälligkeit ausmacht. Es reiht sich Fläche an Fläche, Kante an Kante. Und so entstand auf dem verkürzten Chassis des Espada ein ganz außergewöhnlicher Sportwagen, der den Pelz nach innen trägt. Unter dessen Haube wartet der bekannte V12 aus dem Miura darauf geweckt zu werden und der Innenraum brilliert mit Details wie der Klaviertastatur an Schaltern am Armaturenbrett.

Die Fahrleistungen waren damals überragend, sind es heute noch, was wenig verwundert bei 350 PS Ferruccio Lamborghini sah im Jarama die beste Synthese aus Miura und Espada. Zeitgenössische Tests bestätigten die vom Werk angegebene Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Nach 188 gebauten Exemplaren folgte 1972 mit dem Jarama GTS eine zweite, überarbeitete Serie. Dessen Armaturenbrett fiel nun konventioneller aus, er erhielt nun eine Servolenkung, deren Fehlen beim Vorgänger durchaus für Kritik und Schweißausbrüche beim Einparken sorgte, und nicht zuletzt 15 PS mehr. Dafür gehörten die wunderschönen Magnesiumräder mit ihren Zentralverschlüssen der Vergangenheit an. Bis 1976 lief die Produktion, die Fertigstellung der letzten Exemplare verzögerte sich jedoch bis 1978, weil Lamborghini etliche Lieferanten nicht bezahlen konnte. Nach insgesamt 327 Stück war dann endgültig Schluss.

Dieser Jarama der ersten Serie wurde im Juli 1971 an Roberto Avanzi in Verona ausgeliefert. Ende 1977 verkaufte er den Wagen an Fiorenza Dongili und auch mit dem dritten Besitzer, blieb der Jarama bis 1989 in seiner Heimatstadt Verona. Anschließend übersiedelte der Jarama an den Starnberger See, wurde dort jedoch nicht zugelassen. Dafür bekam er 1995 eine Motorrevision und erst 1999 wurde er in Rosenheim wieder zugelassen. Von dort holte der Einbringer den Wagen 2011 nach Österreich und machte sich daran den Lamborghini Stück für Stück zu verbessern. So ließ er das Interieur erneuern, den Unterboden mit Trockeneis strahlen und nicht zuletzt 2012/13 vom Spezialisten den Motor komplett auseinander nehmen und überholen. Penible Aufzeichnungen dokumentieren unzählige kleinere wie auch die größeren Arbeiten, eine umfangreiche Fotodokumentation die Überholung des Motors. Äußerlich zeigt er da und dort die Spuren der Zeit, was unter der Haube steckt, weckt jedoch in höchstem Maße Vertrauen und faucht böse vor sich hin. Ein Lamborghini Jarama, ist sicherlich kein alltäglicher Sportwagen, doch wer will das schon?!

Chassis: 10180
Motor: 40476
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 16.10.2021 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: Freitag, 15.10.2021 bis Samstag, 16.10.2021 09-18 Uhr


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.