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Lot Nr. 535


Hans Canon


(Wien 1829–1885)
Sieg der Wahrheit über die Lüge, signiert Canon, Öl auf Leinwand, 165 x 225 cm, ohne Rahmen

Provenienz:
Sammlung Siegwart (1861-1929) und Irma (1866-1945) Mayer von Ketschendorf, Wien;
im Erbgang an deren Tochter Marguerite Mayer von Ketschendorf (1894-1970);
im Erbgang an den aktuellen Eigentümer – Europäische Privatsammlung.

Vergleiche:
Franz Joseph Drewes, Hans Canon (1829-1885) Werkverzeichnis und Monographie I und II, Hildesheim 1994, S. 468, 804, Nr. 294
Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Hofheim am Taunus 1979, Bd. I,1 S. 169, Nr. 81

Die vorliegende „Allegorie der Wahrheit“ des akademischen Malers Hans Canon ist eine zweite - fast identische - Fassung eines größeren Gemäldes, das auf der Canon-Ausstellung in Wien 1886 präsentiert wurde. Die zentrale Figur, die auf einem Thron sitzt und einen Spiegel hält, repräsentiert die Wahrheit; sie entfernt einen Schleier vom Gesicht der knienden Figur rechts, die vor ihrem eigenen Spiegelbild zurückschreckt. Während Drewes die Figur des älteren Mannes in Rot als den Teufel interpretiert, ist es wahrscheinlicher, dass es sich um den heiligen Jakobus handelt, der sein charakteristisches Pilgergewand trägt und an dessen Hut eine Jakobsmuschel hängt. Im Hintergrund wickelt sich eine Schlange um den biblischen Baum der Erkenntnis. Links krönt ein Engel die Wahrheit mit einer Lorbeerkrone, während Fama im Vordergrund ihre Posaune bläst. Das Gemälde lässt mehrere Deutungsebenen zu, stellt aber wahrscheinlich den Sieg der Wahrheit und die Erlösung der Seele (dargestellt durch die kniende Figur) dar, die mit Hilfe des Glaubens (Jakobus) von der Erbsünde (Baum des Lebens) befreit wird.

Der Historien- und Porträtmaler Hans Canon, Schüler von Ferdinand Georg Waldmüller und Carl Rahl, wurde zu einem der bekanntesten Maler der Wiener Ringstraßenzeit. Canons Bewunderung für die alten Meister, insbesondere für Rubens und Tizian, ist in seinem gesamten Oeuvre spürbar, besonders im folgenden Los.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it

09.11.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 16.640,-
Schätzwert:
EUR 8.000,- bis EUR 12.000,-

Hans Canon


(Wien 1829–1885)
Sieg der Wahrheit über die Lüge, signiert Canon, Öl auf Leinwand, 165 x 225 cm, ohne Rahmen

Provenienz:
Sammlung Siegwart (1861-1929) und Irma (1866-1945) Mayer von Ketschendorf, Wien;
im Erbgang an deren Tochter Marguerite Mayer von Ketschendorf (1894-1970);
im Erbgang an den aktuellen Eigentümer – Europäische Privatsammlung.

Vergleiche:
Franz Joseph Drewes, Hans Canon (1829-1885) Werkverzeichnis und Monographie I und II, Hildesheim 1994, S. 468, 804, Nr. 294
Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Hofheim am Taunus 1979, Bd. I,1 S. 169, Nr. 81

Die vorliegende „Allegorie der Wahrheit“ des akademischen Malers Hans Canon ist eine zweite - fast identische - Fassung eines größeren Gemäldes, das auf der Canon-Ausstellung in Wien 1886 präsentiert wurde. Die zentrale Figur, die auf einem Thron sitzt und einen Spiegel hält, repräsentiert die Wahrheit; sie entfernt einen Schleier vom Gesicht der knienden Figur rechts, die vor ihrem eigenen Spiegelbild zurückschreckt. Während Drewes die Figur des älteren Mannes in Rot als den Teufel interpretiert, ist es wahrscheinlicher, dass es sich um den heiligen Jakobus handelt, der sein charakteristisches Pilgergewand trägt und an dessen Hut eine Jakobsmuschel hängt. Im Hintergrund wickelt sich eine Schlange um den biblischen Baum der Erkenntnis. Links krönt ein Engel die Wahrheit mit einer Lorbeerkrone, während Fama im Vordergrund ihre Posaune bläst. Das Gemälde lässt mehrere Deutungsebenen zu, stellt aber wahrscheinlich den Sieg der Wahrheit und die Erlösung der Seele (dargestellt durch die kniende Figur) dar, die mit Hilfe des Glaubens (Jakobus) von der Erbsünde (Baum des Lebens) befreit wird.

Der Historien- und Porträtmaler Hans Canon, Schüler von Ferdinand Georg Waldmüller und Carl Rahl, wurde zu einem der bekanntesten Maler der Wiener Ringstraßenzeit. Canons Bewunderung für die alten Meister, insbesondere für Rubens und Tizian, ist in seinem gesamten Oeuvre spürbar, besonders im folgenden Los.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 09.11.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.10. - 09.11.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.