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Lot No. 40 V


1955 Kauba Lux L 125


FIN: 0630, Motor: 1025704, Österreichischer Typenschein

Seit 1992 in der Sammlung RRR
Aus Erstbesitz angekauft
Vielleicht der letzte gebaute Kauba-Roller
Einer von vermutlich zwei mit Hinterradfederung

Mit Erscheinen des 125er Motors von Rotax 1954 widmete Otto Kauba
dem neuen Antrieb seine ganze Aufmerksamkeit. Einer glaubte jedoch nicht
mehr so recht an den Erfolg: Dr. Mathéy stieg als Geldgeber aus. Die neuen
Roller waren optisch hübscher als ihre Vorgänger. Es gab bunte Farben
und die hintere Haube mitsamt Schutzgitter wurde auf gefällige Art und
Weise umgestaltet. Auf der mechanischen Seite blieb vorerst alles beim
alten, bis eben auf den größeren Motor. Damit blieben fürs erste auch alle
Unzulänglichkeiten wie gehabt, vor allem die fehlende Hinterradfederung,
die auch eine neue, weiche Sitzbank nicht wett zu machen vermochte. In
Sachen Leistungsgewicht konnte jedoch niemand Kauba etwas vormachen.
Da war man der Konkurrenz um Häuser überlegen. 1955 folgte dann die
große Modelloffensive. Auf der Wiener Messe wurden gleich vier Roller und
sogar ein Motorrad-Prototyp ausgestellt. Es gab nun den Lux L 125 mit voll
verkleidetem Motor, Gebläsekühlung und einem höheren Beinschild. Und
es gab endlich eine Hinterradfederung! Was auf der Strecke blieb, war die
Optik. Es gab bei Gott hübschere Roller und die neue Haube, unter der
man die hässliche Gebläsekühlung zu verstecken gedachte, war alles andere
als eine Schönheit. Die Resonanz auf den Lux L 125 war, gelinde gesagt,
verhalten, was den Anfang vom Ende des Penzinger Rollerbaus einläutete.
Otto Kauba verrannte sich zwischenzeitlich in die Konstruktion von einem
Rollermobil und gar einem Flugzeug. Wie schon beim Motorrad sollte es
nur zum Prototypen reichen. Mit Ende 1956 verschwand der Kauba Lux aus
der Rollerlandschaft. Gerade einmal 3 Stück wurden nach dem Abverkauf
noch zugelassen, in den drei Jahren davor waren es 375 gewesen. Wie viele
Roller Kauba tatsächlich gebaut hat, weiß heute niemand mehr so genau.
1962 verunglückte Otto Kauba bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Der große RRR-Kauba stammt ursprünglich aus dem 5. Wiener
Gemeindebezirk. Bis heute war er nur auf einen dort beheimateten
Besitzer zugelassen. Wie der Verkäufer des Rollers, ein Freund des Erst- und
Letztbesitzers, bezeugte, fuhr sein Freund den Roller nur bis zur
Einführung der Helmpflicht 1979 und stellte ihn dann ab. 1992 kam der
gut erhaltene Lux L 125 in die Sammlung RRR, ein Wiedersehen nach langen
Jahren. Denn als fortgeschrittener Sammler erinnerte man sich selbst
nach 37 Jahren der Messe-Exponate von damals. Und einer der beiden
1955 ausgestellten, Hinterrad-gefederten Kauba war eben silbergrau und
hatte eine hellblaue Schwinge. Es kann gut sein, dass nur überhaupt die
beiden ausgestellten mit Federung gebaut wurden und das sie überhaupt
die letzten Kauba waren. Eine höhere Nummer ist jedenfalls nicht bekannt.
Im Gegensatz zum kleinen Bruder wurde der Lux L 125 aber wieder flott
gemacht und artgerecht bewegt. Gemeinsam mit dem Lux 98 zeigte die
Sammlung nun das Anfang und das Ende Kauba‘schen Schaffens.

10.07.2020 - 14:00

Realized price: **
EUR 2,990.-
Starting bid:
EUR 500.-

1955 Kauba Lux L 125


FIN: 0630, Motor: 1025704, Österreichischer Typenschein

Seit 1992 in der Sammlung RRR
Aus Erstbesitz angekauft
Vielleicht der letzte gebaute Kauba-Roller
Einer von vermutlich zwei mit Hinterradfederung

Mit Erscheinen des 125er Motors von Rotax 1954 widmete Otto Kauba
dem neuen Antrieb seine ganze Aufmerksamkeit. Einer glaubte jedoch nicht
mehr so recht an den Erfolg: Dr. Mathéy stieg als Geldgeber aus. Die neuen
Roller waren optisch hübscher als ihre Vorgänger. Es gab bunte Farben
und die hintere Haube mitsamt Schutzgitter wurde auf gefällige Art und
Weise umgestaltet. Auf der mechanischen Seite blieb vorerst alles beim
alten, bis eben auf den größeren Motor. Damit blieben fürs erste auch alle
Unzulänglichkeiten wie gehabt, vor allem die fehlende Hinterradfederung,
die auch eine neue, weiche Sitzbank nicht wett zu machen vermochte. In
Sachen Leistungsgewicht konnte jedoch niemand Kauba etwas vormachen.
Da war man der Konkurrenz um Häuser überlegen. 1955 folgte dann die
große Modelloffensive. Auf der Wiener Messe wurden gleich vier Roller und
sogar ein Motorrad-Prototyp ausgestellt. Es gab nun den Lux L 125 mit voll
verkleidetem Motor, Gebläsekühlung und einem höheren Beinschild. Und
es gab endlich eine Hinterradfederung! Was auf der Strecke blieb, war die
Optik. Es gab bei Gott hübschere Roller und die neue Haube, unter der
man die hässliche Gebläsekühlung zu verstecken gedachte, war alles andere
als eine Schönheit. Die Resonanz auf den Lux L 125 war, gelinde gesagt,
verhalten, was den Anfang vom Ende des Penzinger Rollerbaus einläutete.
Otto Kauba verrannte sich zwischenzeitlich in die Konstruktion von einem
Rollermobil und gar einem Flugzeug. Wie schon beim Motorrad sollte es
nur zum Prototypen reichen. Mit Ende 1956 verschwand der Kauba Lux aus
der Rollerlandschaft. Gerade einmal 3 Stück wurden nach dem Abverkauf
noch zugelassen, in den drei Jahren davor waren es 375 gewesen. Wie viele
Roller Kauba tatsächlich gebaut hat, weiß heute niemand mehr so genau.
1962 verunglückte Otto Kauba bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Der große RRR-Kauba stammt ursprünglich aus dem 5. Wiener
Gemeindebezirk. Bis heute war er nur auf einen dort beheimateten
Besitzer zugelassen. Wie der Verkäufer des Rollers, ein Freund des Erst- und
Letztbesitzers, bezeugte, fuhr sein Freund den Roller nur bis zur
Einführung der Helmpflicht 1979 und stellte ihn dann ab. 1992 kam der
gut erhaltene Lux L 125 in die Sammlung RRR, ein Wiedersehen nach langen
Jahren. Denn als fortgeschrittener Sammler erinnerte man sich selbst
nach 37 Jahren der Messe-Exponate von damals. Und einer der beiden
1955 ausgestellten, Hinterrad-gefederten Kauba war eben silbergrau und
hatte eine hellblaue Schwinge. Es kann gut sein, dass nur überhaupt die
beiden ausgestellten mit Federung gebaut wurden und das sie überhaupt
die letzten Kauba waren. Eine höhere Nummer ist jedenfalls nicht bekannt.
Im Gegensatz zum kleinen Bruder wurde der Lux L 125 aber wieder flott
gemacht und artgerecht bewegt. Gemeinsam mit dem Lux 98 zeigte die
Sammlung nun das Anfang und das Ende Kauba‘schen Schaffens.


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 4.00pm
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auction: Cars and vehicles
Date: 10.07.2020 - 14:00
Location: Vösendorf
Exhibition: 06.07.2020 - 10.07.2020


** Purchase price incl. charges and taxes

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