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Lot Nr. 108


Klassizistischer Konsoltisch,


Klassizistischer Konsoltisch, - Aus aristokratischem Besitz

Ende 18. Jh., cremefarben gefasstes Weichholzgestell auf konisch kannelierten Beinen, goldstaffiert, Zargenbereich mit in Girlandenform floral fein aufgelegten Schnitzapplikationen, an den Ecken halbplastisch ausgeführte Medusaköpfe mit Rautenumrahmungen, Abschluss mit Ochsenaugenstabdekor, spätere Marmorplatte, 87 x 131 x 64 cm, 1 Medusakopf fehlt, tw. Fassung übergangen, jedoch die Applikationen unberührt, Inventarklebeetikett Nr. 577 auf der Unterseite, Alters- und Gebrauchsspuren.

Prov.:
ehem. Palais Modena in Wien (heute Innenministerium)

Kaiserin Maria Theresia von Österreich bemühte sich um dynastische Beziehungen zwischen dem Haus Habsburg und italienischen Fürstenhäusern. Über eine Heirat sollte das Herzogtum Modena mit dem Haus Habsburg verbunden werden.

Am 15.10.1771 heiratete Erzherzog Ferdinand Karl in Mailand die Herzogin Maria Beatrice d‘Este.
1780 wurde Ferdinand Karl Statthalter der Lombardei.
1796 zwang der Einmarsch Napoleons in Mailand die Familie zur Flucht. Nach Aufenthalten in Triest und Brünn ließ sich die Herzogin mit einem Teil der neun Kinder in Wr. Neustadt nieder, während Ferdinand Karl mit den älteren Söhnen seine Residenz im Schloss Belvedere in Wien bezog.

1811 kaufte Maria Beatrice von Österreich - Este das Palais in der Herrengasse von Fürst Franz Joseph von Dietrichstein.

1808 heiratete ihre jüngste Tochter Maria Ludovik Franz I von Österreich.

1814 veranlasste Maria Beatrice von Österreich - Este den Umbau des Palais nach einem Entwurf von Alois Pichl im klassizistischen Stil.
Durch die Beziehung ihrer Mutter Maria Teresa Cybo- Malaspina und Giacomo Quarenghi, dem Architekten von Katherina der Großen, Zar Paul und Zar Alexander I, war es möglich diesen für die Innengestaltung und die Einrichtung des Palais nach Wien zu holen.

Aufgrund der Heirat ihrer Tochter mit dem österreichischen Kaiser Franz I, sollte das Palais die hohe Stellung der Familie repräsentieren. Die Einrichtung/Inventar des Palais erfolgte aus dem Mobiliendepot des Kaiserhauses. Quarenghi bevorzugte bei der Auswahl des Mobiliars italienische Arbeiten des 18. Jahrhunderts und diverse Barockarbeiten.

1814 trat Maria Beatrice von Österreich - Este die Regierung der von ihrer Mutter ererbten Herzogtümer Massa und Carrara an, die dann nach Maria Beatrices Tod in Wien 1829 mit Modena vereint wurden.

1816 bereits starb Maria Ludovika mit 29 Jahren in Wien.

1819 erhielt Franz IV (1779 - 1846) Herzog von Modena von seiner Mutter Maria Beatrice von Österreich - Este, das Palais. Er vermietete dieses fast vollständig u.a. an Gustav Prinz von Wasa und dessen Frau Luise Amelie Stephanie von Baden.

1842 wurde das Palais von Herzog Franz IV von Modena an den österreichischen Staat verkauft - der Staat benützte es für die Polizei- und Zensurhofstelle und später als Ministerialpräsidium, das Inventar wurde jedoch nicht verkauft.

1835 starb Kaiser Franz I in Wien. In der Verlassenschaft nach Kaiser Ferdinand I von Österreich - Este, (ältester Sohn von Kaiser Franz II/I und Stiefsohn von Maria Ludovika, regierte von 1835 bis 1848) der 1875 starb, befanden sich auch das im Palais Modena vorhandene Mobiliar.

Im Teil - Inventarverzeichnis nach Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich- Este scheint gg. Konsoltisch unter der Post No. 114 als Trumeautisch mit Marmorplatte auf.

Experte: Alexander Doczy Alexander Doczy
+43-1-515 60-302

alexander.doczy@dorotheum.at

30.01.2018 - 16:00

Schätzwert:
EUR 6.000,- bis EUR 8.000,-

Klassizistischer Konsoltisch,


Ende 18. Jh., cremefarben gefasstes Weichholzgestell auf konisch kannelierten Beinen, goldstaffiert, Zargenbereich mit in Girlandenform floral fein aufgelegten Schnitzapplikationen, an den Ecken halbplastisch ausgeführte Medusaköpfe mit Rautenumrahmungen, Abschluss mit Ochsenaugenstabdekor, spätere Marmorplatte, 87 x 131 x 64 cm, 1 Medusakopf fehlt, tw. Fassung übergangen, jedoch die Applikationen unberührt, Inventarklebeetikett Nr. 577 auf der Unterseite, Alters- und Gebrauchsspuren.

Prov.:
ehem. Palais Modena in Wien (heute Innenministerium)

Kaiserin Maria Theresia von Österreich bemühte sich um dynastische Beziehungen zwischen dem Haus Habsburg und italienischen Fürstenhäusern. Über eine Heirat sollte das Herzogtum Modena mit dem Haus Habsburg verbunden werden.

Am 15.10.1771 heiratete Erzherzog Ferdinand Karl in Mailand die Herzogin Maria Beatrice d‘Este.
1780 wurde Ferdinand Karl Statthalter der Lombardei.
1796 zwang der Einmarsch Napoleons in Mailand die Familie zur Flucht. Nach Aufenthalten in Triest und Brünn ließ sich die Herzogin mit einem Teil der neun Kinder in Wr. Neustadt nieder, während Ferdinand Karl mit den älteren Söhnen seine Residenz im Schloss Belvedere in Wien bezog.

1811 kaufte Maria Beatrice von Österreich - Este das Palais in der Herrengasse von Fürst Franz Joseph von Dietrichstein.

1808 heiratete ihre jüngste Tochter Maria Ludovik Franz I von Österreich.

1814 veranlasste Maria Beatrice von Österreich - Este den Umbau des Palais nach einem Entwurf von Alois Pichl im klassizistischen Stil.
Durch die Beziehung ihrer Mutter Maria Teresa Cybo- Malaspina und Giacomo Quarenghi, dem Architekten von Katherina der Großen, Zar Paul und Zar Alexander I, war es möglich diesen für die Innengestaltung und die Einrichtung des Palais nach Wien zu holen.

Aufgrund der Heirat ihrer Tochter mit dem österreichischen Kaiser Franz I, sollte das Palais die hohe Stellung der Familie repräsentieren. Die Einrichtung/Inventar des Palais erfolgte aus dem Mobiliendepot des Kaiserhauses. Quarenghi bevorzugte bei der Auswahl des Mobiliars italienische Arbeiten des 18. Jahrhunderts und diverse Barockarbeiten.

1814 trat Maria Beatrice von Österreich - Este die Regierung der von ihrer Mutter ererbten Herzogtümer Massa und Carrara an, die dann nach Maria Beatrices Tod in Wien 1829 mit Modena vereint wurden.

1816 bereits starb Maria Ludovika mit 29 Jahren in Wien.

1819 erhielt Franz IV (1779 - 1846) Herzog von Modena von seiner Mutter Maria Beatrice von Österreich - Este, das Palais. Er vermietete dieses fast vollständig u.a. an Gustav Prinz von Wasa und dessen Frau Luise Amelie Stephanie von Baden.

1842 wurde das Palais von Herzog Franz IV von Modena an den österreichischen Staat verkauft - der Staat benützte es für die Polizei- und Zensurhofstelle und später als Ministerialpräsidium, das Inventar wurde jedoch nicht verkauft.

1835 starb Kaiser Franz I in Wien. In der Verlassenschaft nach Kaiser Ferdinand I von Österreich - Este, (ältester Sohn von Kaiser Franz II/I und Stiefsohn von Maria Ludovika, regierte von 1835 bis 1848) der 1875 starb, befanden sich auch das im Palais Modena vorhandene Mobiliar.

Im Teil - Inventarverzeichnis nach Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich- Este scheint gg. Konsoltisch unter der Post No. 114 als Trumeautisch mit Marmorplatte auf.

Experte: Alexander Doczy Alexander Doczy
+43-1-515 60-302

alexander.doczy@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Aus aristokratischem Besitz
Datum: 30.01.2018 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 23.01. - 30.01.2018