Lotto No. 73 V


1986 Ferrari Testarossa Monospecchio


Chassis: ZFFTA17B000064779
Motor: 00663
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Schweizer Fahrzeugschein (entwertet)

Originales Serviceheft
Deutsche Auslieferung
Seit 2015 beim Einbringer
Originale 28.000 Kilometer


Anfang der 1980er Jahre erkannte man in Maranello, dass es schön langsam an der Zeit war, einen Nachfolger für die in die Jahre gekommene Berlinetta Boxer zu finden. Die hatte man zwar über die Jahre stets weiterentwickelt, doch stammte das Konzept aus den früheren 1970ern und war nicht mehr wirklich zeitgemäß und ebenso wenig konkurrenzfähig. Gerade der Mitbewerb von Lamborghini ließ den BB mittlerweile gehörig alt aussehen.

Die Grundplattform für den Neuen behielt man bei, Motor und Getriebe saßen allerdings auf einem Hilfsrahmen, der abgetrennt werden konnte, um den Mechanikern die Arbeit zu erleichtern. Auch beim Motor vertraute man auf das bewährte Konzept des V12 mit 180° Öffnungswinkel, ein Konzept das ursprünglich aus Ferraris Formel-1-Wagen stammte. Der Hubraum blieb gleich wie beim Vorgänger, die Leistung stieg aber auf 390 PS.

Die wirklich große Neuerung war aber das Design. Pininfarina war ein ganz großer Wurf gelungen, einerseits schlicht, andererseits höchst modern mit den seitlichen Kühlrippen, hinter denen sich wie bei der Formel 1 die Wasserkühler verbargen. Dieses Motiv setzte Pininfarina auch gekonnt am Heck um. So hat er rückblickend eine Designikone geschaffen, mit der er genauer den Zeitgeist der 1980er nicht hätte treffen können. Bis 1991 blieb die Ur-Form im Programm und wurde mit über 7.000 gebauten Stück zu Ferraris Bestseller. Es folgten noch zwei Überarbeitungen, ehe 1996 die Produktion auslief.

Im Juni 1986 gönnte sich ein süddeutscher Unternehmer nach 10 Jahren harter Arbeit des Firmenaufbaus diesen Testarossa in der klassischen Farbkombination “rosso corsa“ mit schwarzem Lederinterieur. Auf den ersten Blick ist er als ein sehr frühes Exemplar zu erkennen, weil er noch mit einem Spiegel, der weit oben an der A-Säule sitzt, auskommen muss. Ab 1987 waren es dann zwei an weitaus konventionellerer, tieferer Position. Etwas länger wurden die schönen Zentralverschlussräder verbaut, doch auch diese sind ein Merkmal der früheren Modelle, die obendrein ohne Katalysator noch ihre volle Leistung ausschöpfen durften. All das macht die „Monospeccio“ genannten ersten Testarossa heute zu den begehrtesten ihrer Art.

1988 übersiedelt der Ferrari in die Schweiz und erhält dort seinen ersten Fahrzeugausweis. Im Jahr 2015 erwirbt der Einbringer, ein in der Schweiz unternehmerisch tätiger und ansässiger Österreicher die rote Ikone des Sportwagenbaus bei km 22.438. Im Zuge des anstehenden nächsten Abschnittes der Lebensplanung, nämlich der Pension, wurde die berufliche Verbindung mit der Schweiz gelöst und der Wohnsitz wieder in die Heimat nach Österreich verlegt. Der Ferrari zog natürlich mit und erhielt 2022 die österreichische Einzelgenehmigung. Die erfolgreiche §57a-Begutachtung ist damit ja selbstverständlich. Da standen dann 27.429km auf dem Wegstreckenzähler. Zeitgleich erhielt der Testarossa auch einen Satz neuer Reifen. Von der regelmäßigen Wartung zeugen diverse Aufzeichnungen, unter anderem auch das originale Serviceheft. Der mit Rechnung belegte letzte große Service inklusive Zahnriemenwechsel liegt noch keine 2 Jahre zurück. Das Angebot umfasst auch noch sehr interessantes Zubehör, das aktuell wegen der sehr strikten Schweizer Begutachtungsrichtlinien nicht verbaut ist, nämlich eine AP Racing Bremsanlage. Legitim verbaut und eingetragen ist allerdings ein “Tubi Style”-Edelstahl-Sportauspuff, der dem Testarossa zum passenden akustischen Auftritt verhilft, ohne es zu übertreiben. Natürlich wird hier auch die Originalanlage wieder mitgegeben. Der Einbringer hat auch noch einen Satz 288 GTO-Räder für den Testarossa, den er auf Wunsch gegen Aufpreis abgeben würde.
Hat der Beifahrer mal kein Verständnis für den herrlichen 12-Zylindersound, kann er mit Musik aus einer immens teuren Audioanlage beglückt werden. Diese wurde auf explizite Vorgabe des Einbringers so installiert, dass sie absolut rückstandsfrei wieder entfernbar ist.

Der Testarossa ist für viele Menschen DER Ferrari der 80er und 90er Jahre. Umso mehr ist der hier angebotene “Monospecchio” unbedingt eine Überlegung wert.

01.07.2023 - 15:00

Stima:
EUR 170.000,- a EUR 200.000,-

1986 Ferrari Testarossa Monospecchio


Chassis: ZFFTA17B000064779
Motor: 00663
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Schweizer Fahrzeugschein (entwertet)

Originales Serviceheft
Deutsche Auslieferung
Seit 2015 beim Einbringer
Originale 28.000 Kilometer


Anfang der 1980er Jahre erkannte man in Maranello, dass es schön langsam an der Zeit war, einen Nachfolger für die in die Jahre gekommene Berlinetta Boxer zu finden. Die hatte man zwar über die Jahre stets weiterentwickelt, doch stammte das Konzept aus den früheren 1970ern und war nicht mehr wirklich zeitgemäß und ebenso wenig konkurrenzfähig. Gerade der Mitbewerb von Lamborghini ließ den BB mittlerweile gehörig alt aussehen.

Die Grundplattform für den Neuen behielt man bei, Motor und Getriebe saßen allerdings auf einem Hilfsrahmen, der abgetrennt werden konnte, um den Mechanikern die Arbeit zu erleichtern. Auch beim Motor vertraute man auf das bewährte Konzept des V12 mit 180° Öffnungswinkel, ein Konzept das ursprünglich aus Ferraris Formel-1-Wagen stammte. Der Hubraum blieb gleich wie beim Vorgänger, die Leistung stieg aber auf 390 PS.

Die wirklich große Neuerung war aber das Design. Pininfarina war ein ganz großer Wurf gelungen, einerseits schlicht, andererseits höchst modern mit den seitlichen Kühlrippen, hinter denen sich wie bei der Formel 1 die Wasserkühler verbargen. Dieses Motiv setzte Pininfarina auch gekonnt am Heck um. So hat er rückblickend eine Designikone geschaffen, mit der er genauer den Zeitgeist der 1980er nicht hätte treffen können. Bis 1991 blieb die Ur-Form im Programm und wurde mit über 7.000 gebauten Stück zu Ferraris Bestseller. Es folgten noch zwei Überarbeitungen, ehe 1996 die Produktion auslief.

Im Juni 1986 gönnte sich ein süddeutscher Unternehmer nach 10 Jahren harter Arbeit des Firmenaufbaus diesen Testarossa in der klassischen Farbkombination “rosso corsa“ mit schwarzem Lederinterieur. Auf den ersten Blick ist er als ein sehr frühes Exemplar zu erkennen, weil er noch mit einem Spiegel, der weit oben an der A-Säule sitzt, auskommen muss. Ab 1987 waren es dann zwei an weitaus konventionellerer, tieferer Position. Etwas länger wurden die schönen Zentralverschlussräder verbaut, doch auch diese sind ein Merkmal der früheren Modelle, die obendrein ohne Katalysator noch ihre volle Leistung ausschöpfen durften. All das macht die „Monospeccio“ genannten ersten Testarossa heute zu den begehrtesten ihrer Art.

1988 übersiedelt der Ferrari in die Schweiz und erhält dort seinen ersten Fahrzeugausweis. Im Jahr 2015 erwirbt der Einbringer, ein in der Schweiz unternehmerisch tätiger und ansässiger Österreicher die rote Ikone des Sportwagenbaus bei km 22.438. Im Zuge des anstehenden nächsten Abschnittes der Lebensplanung, nämlich der Pension, wurde die berufliche Verbindung mit der Schweiz gelöst und der Wohnsitz wieder in die Heimat nach Österreich verlegt. Der Ferrari zog natürlich mit und erhielt 2022 die österreichische Einzelgenehmigung. Die erfolgreiche §57a-Begutachtung ist damit ja selbstverständlich. Da standen dann 27.429km auf dem Wegstreckenzähler. Zeitgleich erhielt der Testarossa auch einen Satz neuer Reifen. Von der regelmäßigen Wartung zeugen diverse Aufzeichnungen, unter anderem auch das originale Serviceheft. Der mit Rechnung belegte letzte große Service inklusive Zahnriemenwechsel liegt noch keine 2 Jahre zurück. Das Angebot umfasst auch noch sehr interessantes Zubehör, das aktuell wegen der sehr strikten Schweizer Begutachtungsrichtlinien nicht verbaut ist, nämlich eine AP Racing Bremsanlage. Legitim verbaut und eingetragen ist allerdings ein “Tubi Style”-Edelstahl-Sportauspuff, der dem Testarossa zum passenden akustischen Auftritt verhilft, ohne es zu übertreiben. Natürlich wird hier auch die Originalanlage wieder mitgegeben. Der Einbringer hat auch noch einen Satz 288 GTO-Räder für den Testarossa, den er auf Wunsch gegen Aufpreis abgeben würde.
Hat der Beifahrer mal kein Verständnis für den herrlichen 12-Zylindersound, kann er mit Musik aus einer immens teuren Audioanlage beglückt werden. Diese wurde auf explizite Vorgabe des Einbringers so installiert, dass sie absolut rückstandsfrei wieder entfernbar ist.

Der Testarossa ist für viele Menschen DER Ferrari der 80er und 90er Jahre. Umso mehr ist der hier angebotene “Monospecchio” unbedingt eine Überlegung wert.


Hotline dell'acquirente lun-ven: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Asta: Veicoli classici
Tipo d'asta: Asta in sala con Live Bidding
Data: 01.07.2023 - 15:00
Luogo dell'asta: Vösendorf
Esposizione: 29.06. - 01.07.2023