Lot Nr. 96 V


1937 Alfa Romeo 6C 2300 B Pescara


Sensationeller Wagen mit seltener Werkskarosserie!
Zwei Jahrzehnte bis ins Detail restauriert!
Seit 1981 beim Einbringer!

1925 präsentierte Alfa Romeo den 6C, 6C für sei cilindri. Im Laufe der Jahre wuchs der Hubraum von anfangs 1.500 ccm über 1.750 ccm und 1.900 ccm auf 2.300 ccm im Jahre 1933. Erst ab 1933 begann Alfa Romeo selbst mit der Produktion von Karosserien. Von 1935 bis 1937 baute Alfa in einer Auflage von ca. 115 Stück den 2300 B Pescara. Der 2300 B verfügte gegenüber dem Vorgänger 2300 über vier einzeln aufgehängte Räder. Gegenüber dem 2300 B Gran Tourismo war beim Pescara primär die Leistung mittels zweier Vergaser von 76 PS auf 95 PS gesteigert worden, bei einem identischen Radstand von 3.000 mm. Das ergab einen sehr sportlichen Luxuswagen, dem die Konkurrenz wenig entgegenzusetzen hatte. Nur ein paar Handvoll dieser Fahrzeuge wurden mit der werksseitig lieferbaren Limousinenkarosserie ausgeliefert. Noch weniger davon haben überlebt, letztlich auch weil da und dort ein sportliches Cabriolet daraus entstanden ist.

1981 erwarb der Einbringer den Pescara in desolatem Zustand. Noch im selben Jahr trat er mit dem Registro Italiano Alfa Romeo in Verbindung, um Details über sein Auto in Erfahrung zu bringen. Ein Antwortbrief brachte neben interessanten Informationen auch die Kontaktadresse zu einem ähnlichen, dem Werksmuseum bekann-ten, Fahrzeug. Es wurden Referenzfahrzeuge besichtigt, Fakten gesammelt und Kontakte entwickelt. Die Limousine wurde voll-ständig zerlegt und der Bestand aufgenommen. Dann wurde vom Rahmen her mit der Restaurierung begonnen. Das Holz musste teilweise erneuert, Blechteile instandgesetzt werden. Und immer wieder musste verglichen, angepasst und nachgearbeitet werden. Das Projekt fand aber auch wohlwollende Unterstützung. So half der Chef des Werksmuseums mit einem originalen Stoffmuster aus, um passenden Ersatz zu finden. Man verlor sich in Details wie den Halterungen für die Dachträgervorrüstung, oder freute sich über „Kleinigkeiten“ wie die beiden originalen Alfa Romeo Flacons, welche in den beleuchteten Spiegelfächern in den C-Säulen Platz finden. Das Aufarbeiten der originalen Instrumente kostete Mühe und Liebe, belohnte aber hinterher mit Funktion. Über ein Club-Mitglied konnte ein originaler Pescara-Motor erworben werden, der, des Glückes nicht genug, sehr seriennummernnah war. Auch auf der Technikseite war das große Programm angesagt. Letztlich wurde so viel als möglich gerettet. Noch heute freuen die alten Ventildeckel mit den originalen Plaketten, die zum Reinigen aufschraubbaren Zündkerzen oder der originale Schub-Anker-Anlasser. Es wurde versucht, so originalgetreu zu arbeiten wie möglich, wovon die stoffummantelten Kabel zeugen. Details wie das Doppelrohr-Auspuffendstück erfüllen mit Stolz. Natürlich mussten auch Kompromisse eingegangen werden. Die restaurierte, originale Lichtmaschine wurde des modernen Tagfahrlichtes wegen durch ein modernes Teil ersetzt. Auch ein Elektrolüfter wurde montiert, serienmäßig war kein Lüfter vorgesehen! Die beiden Benzinpumpen wurden durch elektrische ersetzt.

2000 war es dann soweit. Die Supersportlimousine war fertig und startete ihre zweite Karriere. Bis dato revanchierte sie sich bei zahlreichen Ausfahrten, alleine dreimal bestritten Mann und Maschine die DAVC-Alpenfahrt, mit souveränem Fahrspaß.

FIN: 813852, Motor: P823829, Laufleistung: 73.841 km (abgelesen), Hubraum: 2.309 ccm/R6, Getriebe: 4-Gang, Farbe: Dunkelrot/Braun (Stoff), Leistung: 95 PS, Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief

20.10.2018 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 451.000,-
Schätzwert:
EUR 260.000,- bis EUR 340.000,-

1937 Alfa Romeo 6C 2300 B Pescara


Sensationeller Wagen mit seltener Werkskarosserie!
Zwei Jahrzehnte bis ins Detail restauriert!
Seit 1981 beim Einbringer!

1925 präsentierte Alfa Romeo den 6C, 6C für sei cilindri. Im Laufe der Jahre wuchs der Hubraum von anfangs 1.500 ccm über 1.750 ccm und 1.900 ccm auf 2.300 ccm im Jahre 1933. Erst ab 1933 begann Alfa Romeo selbst mit der Produktion von Karosserien. Von 1935 bis 1937 baute Alfa in einer Auflage von ca. 115 Stück den 2300 B Pescara. Der 2300 B verfügte gegenüber dem Vorgänger 2300 über vier einzeln aufgehängte Räder. Gegenüber dem 2300 B Gran Tourismo war beim Pescara primär die Leistung mittels zweier Vergaser von 76 PS auf 95 PS gesteigert worden, bei einem identischen Radstand von 3.000 mm. Das ergab einen sehr sportlichen Luxuswagen, dem die Konkurrenz wenig entgegenzusetzen hatte. Nur ein paar Handvoll dieser Fahrzeuge wurden mit der werksseitig lieferbaren Limousinenkarosserie ausgeliefert. Noch weniger davon haben überlebt, letztlich auch weil da und dort ein sportliches Cabriolet daraus entstanden ist.

1981 erwarb der Einbringer den Pescara in desolatem Zustand. Noch im selben Jahr trat er mit dem Registro Italiano Alfa Romeo in Verbindung, um Details über sein Auto in Erfahrung zu bringen. Ein Antwortbrief brachte neben interessanten Informationen auch die Kontaktadresse zu einem ähnlichen, dem Werksmuseum bekann-ten, Fahrzeug. Es wurden Referenzfahrzeuge besichtigt, Fakten gesammelt und Kontakte entwickelt. Die Limousine wurde voll-ständig zerlegt und der Bestand aufgenommen. Dann wurde vom Rahmen her mit der Restaurierung begonnen. Das Holz musste teilweise erneuert, Blechteile instandgesetzt werden. Und immer wieder musste verglichen, angepasst und nachgearbeitet werden. Das Projekt fand aber auch wohlwollende Unterstützung. So half der Chef des Werksmuseums mit einem originalen Stoffmuster aus, um passenden Ersatz zu finden. Man verlor sich in Details wie den Halterungen für die Dachträgervorrüstung, oder freute sich über „Kleinigkeiten“ wie die beiden originalen Alfa Romeo Flacons, welche in den beleuchteten Spiegelfächern in den C-Säulen Platz finden. Das Aufarbeiten der originalen Instrumente kostete Mühe und Liebe, belohnte aber hinterher mit Funktion. Über ein Club-Mitglied konnte ein originaler Pescara-Motor erworben werden, der, des Glückes nicht genug, sehr seriennummernnah war. Auch auf der Technikseite war das große Programm angesagt. Letztlich wurde so viel als möglich gerettet. Noch heute freuen die alten Ventildeckel mit den originalen Plaketten, die zum Reinigen aufschraubbaren Zündkerzen oder der originale Schub-Anker-Anlasser. Es wurde versucht, so originalgetreu zu arbeiten wie möglich, wovon die stoffummantelten Kabel zeugen. Details wie das Doppelrohr-Auspuffendstück erfüllen mit Stolz. Natürlich mussten auch Kompromisse eingegangen werden. Die restaurierte, originale Lichtmaschine wurde des modernen Tagfahrlichtes wegen durch ein modernes Teil ersetzt. Auch ein Elektrolüfter wurde montiert, serienmäßig war kein Lüfter vorgesehen! Die beiden Benzinpumpen wurden durch elektrische ersetzt.

2000 war es dann soweit. Die Supersportlimousine war fertig und startete ihre zweite Karriere. Bis dato revanchierte sie sich bei zahlreichen Ausfahrten, alleine dreimal bestritten Mann und Maschine die DAVC-Alpenfahrt, mit souveränem Fahrspaß.

FIN: 813852, Motor: P823829, Laufleistung: 73.841 km (abgelesen), Hubraum: 2.309 ccm/R6, Getriebe: 4-Gang, Farbe: Dunkelrot/Braun (Stoff), Leistung: 95 PS, Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 20.10.2018 - 16:00
Auktionsort: Classic Expo Salzburg, Messezentrum, Halle 3/5
Besichtigung: 19.10. - 20.10.2018


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.