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Lot Nr. 536


Friedrich von Amerling


(Wien 1803–1887)
Der Brief, signiert, datiert Fr. Amerling 1837, Öl auf Leinwand, 58 x 47 cm, gerahmt

Provenienz:
Sammlung Siegwart (1861-1929) und Irma (1866-1945) Mayer von Ketschendorf, Wien;
im Erbgang an deren Tochter Marguerite Mayer von Ketschendorf (1894-1970);
im Erbgang an den aktuellen Eigentümer – Europäische Privatsammlung.

Verzeichnet in:
Günther Probszt, Friedrich von Amerling. Der Altmeister der Wiener Portraitmalerei, Wien 1927, S. 124, Nr. 403 (Elise Kreuzberger)

Wir danken Dr. Sabine Grabner für die wissenschaftliche Unterstützung.

Das vorliegende Los ist eine bedeutende Wiederentdeckung aus dem Œuvre des österreichischen Malers Friedrich von Amerling, der als einer der wichtigsten Künstler des Biedermeier gilt. Das Gemälde gelangte in die bedeutende Sammlung von Baron Siegwart Mayer von Ketschendorf (1861-1929) und seiner Frau Irma geb. von Gutmann (geb. 1866). Seitdem ist das Gemälde in derselben Familie geblieben, ohne ausgestellt oder veröffentlicht zu werden. Amerling studierte zwischen 1815 und 1824 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und reiste anschließend nach Prag, wo er bis 1827 zahlreiche Porträts anfertigte. In den folgenden zwei Jahren hielt er sich in London auf, wo er von dem Porträtmaler Sir Thomas Lawrence beeinflusst wurde. Weitere Reisen führten ihn nach Paris, wo er bei Horace Vernet studierte. Er kehrte nach Wien zurück, wo er ab 1828 hauptsächlich für den österreichischen Hof und die Aristokratie arbeitete. Im Jahre 1829 erhielt er den Reichel-Preis der Wiener Akademie für sein Gemälde „Dido auf dem Scheiterhaufen“. Die Jahre 1831-32 verbrachte er in Italien, kehrte dann aber nach Wien zurück, wo er den Auftrag für ein Porträt von Kaiser Franz I. in den kaiserlichen Insignien Österreichs erhielt. Von diesem Zeitpunkt an wurde er zu einem der führenden offiziellen Porträtisten in Wien. Ab 1834 nahm er an den Ausstellungen der Akademie in Wien teil und wurde 1836 Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste. Es folgten zahlreiche Reisen durch Europa.

Das 1837 gemalte Bildnis eines Mädchens, das einen Brief liest, verkörpert den biedermeierlichen Stil Amerlings. Es entstand in seiner produktivsten und kreativsten Zeit, in der er sich dem unbekannten Einzelporträt widmete. Er malte vor allem weibliche Porträts. In seinen Porträts verwendete er weiche Farben, die durch das Spiel von Licht und Schatten akzentuiert werden. Er versuchte immer, die Persönlichkeit der Dargestellten einzufangen, wie das junge Mädchen auf dem vorliegenden Bild, das in Gedanken versunken erscheint.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it

09.11.2021 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 76.800,-
Schätzwert:
EUR 60.000,- bis EUR 80.000,-

Friedrich von Amerling


(Wien 1803–1887)
Der Brief, signiert, datiert Fr. Amerling 1837, Öl auf Leinwand, 58 x 47 cm, gerahmt

Provenienz:
Sammlung Siegwart (1861-1929) und Irma (1866-1945) Mayer von Ketschendorf, Wien;
im Erbgang an deren Tochter Marguerite Mayer von Ketschendorf (1894-1970);
im Erbgang an den aktuellen Eigentümer – Europäische Privatsammlung.

Verzeichnet in:
Günther Probszt, Friedrich von Amerling. Der Altmeister der Wiener Portraitmalerei, Wien 1927, S. 124, Nr. 403 (Elise Kreuzberger)

Wir danken Dr. Sabine Grabner für die wissenschaftliche Unterstützung.

Das vorliegende Los ist eine bedeutende Wiederentdeckung aus dem Œuvre des österreichischen Malers Friedrich von Amerling, der als einer der wichtigsten Künstler des Biedermeier gilt. Das Gemälde gelangte in die bedeutende Sammlung von Baron Siegwart Mayer von Ketschendorf (1861-1929) und seiner Frau Irma geb. von Gutmann (geb. 1866). Seitdem ist das Gemälde in derselben Familie geblieben, ohne ausgestellt oder veröffentlicht zu werden. Amerling studierte zwischen 1815 und 1824 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und reiste anschließend nach Prag, wo er bis 1827 zahlreiche Porträts anfertigte. In den folgenden zwei Jahren hielt er sich in London auf, wo er von dem Porträtmaler Sir Thomas Lawrence beeinflusst wurde. Weitere Reisen führten ihn nach Paris, wo er bei Horace Vernet studierte. Er kehrte nach Wien zurück, wo er ab 1828 hauptsächlich für den österreichischen Hof und die Aristokratie arbeitete. Im Jahre 1829 erhielt er den Reichel-Preis der Wiener Akademie für sein Gemälde „Dido auf dem Scheiterhaufen“. Die Jahre 1831-32 verbrachte er in Italien, kehrte dann aber nach Wien zurück, wo er den Auftrag für ein Porträt von Kaiser Franz I. in den kaiserlichen Insignien Österreichs erhielt. Von diesem Zeitpunkt an wurde er zu einem der führenden offiziellen Porträtisten in Wien. Ab 1834 nahm er an den Ausstellungen der Akademie in Wien teil und wurde 1836 Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste. Es folgten zahlreiche Reisen durch Europa.

Das 1837 gemalte Bildnis eines Mädchens, das einen Brief liest, verkörpert den biedermeierlichen Stil Amerlings. Es entstand in seiner produktivsten und kreativsten Zeit, in der er sich dem unbekannten Einzelporträt widmete. Er malte vor allem weibliche Porträts. In seinen Porträts verwendete er weiche Farben, die durch das Spiel von Licht und Schatten akzentuiert werden. Er versuchte immer, die Persönlichkeit der Dargestellten einzufangen, wie das junge Mädchen auf dem vorliegenden Bild, das in Gedanken versunken erscheint.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 09.11.2021 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 29.10. - 09.11.2021


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.