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Lot Nr. 599 V


1938 Lancia Aprilia Spider Touring


1938 Lancia Aprilia Spider Touring - Klassische Fahrzeuge

Sieger der Zweiliter-Klasse der Mille Miglia 1947
Dritter in der Eineinhalbliter-Klasse der Mille Miglia 1938
Italienischer Meister mit Luigi Bellucci 1939

Luigi Bellucci aus Neapel entdeckt früh seine Leidenschaft fürs Rennfahren. Noch keine dreißig Jahre alt gibt er sein Debut im Jahr 1933 auf einem Zweiliter-Maserati und schlägt sich dabei recht beachtlich. Ende der 1930er Jahre beginnt seine Liaison mit Lancia.

Bei der Carrozzeria Touring entstehen für die Mille Miglia 1938 nicht nur jene famosen BMW 328, die erst ihre Klasse, dann das Gesamtklassement für sich entscheiden, auch eine kleine Lancia Aprilia wird eingekleidet, die nicht minder erfolgreich sein wird. Der offene Wagen für Luigi Bellucci basiert auf einem Aprilia Chassis vom Typ 239 und trägt eine jener leichten, windschlüpfrigen Hüllen, für die Touring bekannt werden wird. Ob noch weitere solche Aprilias bei Touring karossiert wurden, ist nicht gesichert. Zumindest ist keine damals bei einem Rennen aufgetaucht.

Beim Rennen von Brescia nach Rom und wieder zurück geht Bellucci auf seiner Aprilia mit der Startnummer 85 an den Start. Im Ziel ist er 19. und Dritter in der Eineinhalbliter-Klasse, hinter Villoresi auf einer offenen Aprilia von Zagato und einem Fiat 1500 Spider aus selbem Hause. Im selben Jahr fährt Bellucci mit dem Lancia noch einen beachtlichen dritten Rang bei der Targa Abruzzi ein. Für die kommende Saison haucht Paolo Alberto Paganelli der Aprilia etwas mehr Leistung ein und es sollte sich bezahlt machen. Gemeinsam gewinnen die beiden die Targa Abruzzi und dank weiterer Siege und Podestplätze gewinnt Luigi Bellucci auf seiner Aprilia die Eineinhalbliter-Klasse der Italienischen Meisterschaft. Beim Ersatz für die Mille Miglia, dem Rennen Tobruk-Tripolis an der lybischen Küste, trägt der Lancia ein stromlinienförmiges Hardtop, zum Sieg reicht es dort jedoch knapp nicht.

1940 trennen sich die Wege von Bellucci und seiner Aprilia. Beide überstehen den Krieg und setzen ihre Karrieren fort. Die Aprilia nimmt bereits 1947 wieder an der Mille Miglia teil, diesmal mit Startnummer 185 in der Zweiliter-Klasse, mit Gino Meschi am Steuer und Aldo Bianchi als Copilot. Über 130 km/h Schnitt schafft die Aprilia und am Ende steht ein Klassensieg und ein elfter Gesamtrang. Im Jahr darauf steht sie ein letztes Mal am Start des Rennens aller Rennen. Aldo Bianchi und Sebastiano Aretto kommen als 26. ins Ziel, gleichbedeutend mit Platz 7. in ihrer Klasse.

In den Folgejahren wechselt die Aprilia mehrmals die Besitzer, ihre Rennlaufbahn ist jedoch beendet. Mitte der 1950er Jahre verliert sich ihre Spur und es dauert Jahrzehnte bis sie wieder auftaucht. In den 1990er Jahren findet sie sich in einer Lancia Sammlung wieder, wird restauriert und spielt gar in einem Film über Enzo Ferrari mit. Vor etwa 10 Jahren entdeckt der Einbringer die Aprilia zufällig in der Lagerhalle des Sammlers. Zugedeckt, in der letzten Ecke abgestellt, wartet sie wieder einmal auf eine Überholung. Der Lancia-affine Einbringer verkauft schweren Herzens, aber rasch einige seiner Stücke um den Ankauf der Aprilia finanzieren zu können. 2009 ist sie dann sein. Er bringt sie technisch auf Vordermann und nimmt seither an etlichen Veranstaltungen in ganz Europa damit teil. Nun blutet wieder das Herz, aber Alter und Vernunft sagen, es ist Zeit diese einzigartige Aprilia in neue Hände weiter zu geben.

FIN: 39-3172, Laufleistung: 49.539 km (abgelesen), Hubraum: 1.352 ccm/V4, Leistung: 63 PS, Farbe: Silber/Rot (Leder), Getriebe: 4-Gang, Papiere: Italienische Fahrzeugpapiere

23.06.2018 - 17:00

Erzielter Preis: **
EUR 350.200,-
Schätzwert:
EUR 360.000,- bis EUR 480.000,-

1938 Lancia Aprilia Spider Touring


Sieger der Zweiliter-Klasse der Mille Miglia 1947
Dritter in der Eineinhalbliter-Klasse der Mille Miglia 1938
Italienischer Meister mit Luigi Bellucci 1939

Luigi Bellucci aus Neapel entdeckt früh seine Leidenschaft fürs Rennfahren. Noch keine dreißig Jahre alt gibt er sein Debut im Jahr 1933 auf einem Zweiliter-Maserati und schlägt sich dabei recht beachtlich. Ende der 1930er Jahre beginnt seine Liaison mit Lancia.

Bei der Carrozzeria Touring entstehen für die Mille Miglia 1938 nicht nur jene famosen BMW 328, die erst ihre Klasse, dann das Gesamtklassement für sich entscheiden, auch eine kleine Lancia Aprilia wird eingekleidet, die nicht minder erfolgreich sein wird. Der offene Wagen für Luigi Bellucci basiert auf einem Aprilia Chassis vom Typ 239 und trägt eine jener leichten, windschlüpfrigen Hüllen, für die Touring bekannt werden wird. Ob noch weitere solche Aprilias bei Touring karossiert wurden, ist nicht gesichert. Zumindest ist keine damals bei einem Rennen aufgetaucht.

Beim Rennen von Brescia nach Rom und wieder zurück geht Bellucci auf seiner Aprilia mit der Startnummer 85 an den Start. Im Ziel ist er 19. und Dritter in der Eineinhalbliter-Klasse, hinter Villoresi auf einer offenen Aprilia von Zagato und einem Fiat 1500 Spider aus selbem Hause. Im selben Jahr fährt Bellucci mit dem Lancia noch einen beachtlichen dritten Rang bei der Targa Abruzzi ein. Für die kommende Saison haucht Paolo Alberto Paganelli der Aprilia etwas mehr Leistung ein und es sollte sich bezahlt machen. Gemeinsam gewinnen die beiden die Targa Abruzzi und dank weiterer Siege und Podestplätze gewinnt Luigi Bellucci auf seiner Aprilia die Eineinhalbliter-Klasse der Italienischen Meisterschaft. Beim Ersatz für die Mille Miglia, dem Rennen Tobruk-Tripolis an der lybischen Küste, trägt der Lancia ein stromlinienförmiges Hardtop, zum Sieg reicht es dort jedoch knapp nicht.

1940 trennen sich die Wege von Bellucci und seiner Aprilia. Beide überstehen den Krieg und setzen ihre Karrieren fort. Die Aprilia nimmt bereits 1947 wieder an der Mille Miglia teil, diesmal mit Startnummer 185 in der Zweiliter-Klasse, mit Gino Meschi am Steuer und Aldo Bianchi als Copilot. Über 130 km/h Schnitt schafft die Aprilia und am Ende steht ein Klassensieg und ein elfter Gesamtrang. Im Jahr darauf steht sie ein letztes Mal am Start des Rennens aller Rennen. Aldo Bianchi und Sebastiano Aretto kommen als 26. ins Ziel, gleichbedeutend mit Platz 7. in ihrer Klasse.

In den Folgejahren wechselt die Aprilia mehrmals die Besitzer, ihre Rennlaufbahn ist jedoch beendet. Mitte der 1950er Jahre verliert sich ihre Spur und es dauert Jahrzehnte bis sie wieder auftaucht. In den 1990er Jahren findet sie sich in einer Lancia Sammlung wieder, wird restauriert und spielt gar in einem Film über Enzo Ferrari mit. Vor etwa 10 Jahren entdeckt der Einbringer die Aprilia zufällig in der Lagerhalle des Sammlers. Zugedeckt, in der letzten Ecke abgestellt, wartet sie wieder einmal auf eine Überholung. Der Lancia-affine Einbringer verkauft schweren Herzens, aber rasch einige seiner Stücke um den Ankauf der Aprilia finanzieren zu können. 2009 ist sie dann sein. Er bringt sie technisch auf Vordermann und nimmt seither an etlichen Veranstaltungen in ganz Europa damit teil. Nun blutet wieder das Herz, aber Alter und Vernunft sagen, es ist Zeit diese einzigartige Aprilia in neue Hände weiter zu geben.

FIN: 39-3172, Laufleistung: 49.539 km (abgelesen), Hubraum: 1.352 ccm/V4, Leistung: 63 PS, Farbe: Silber/Rot (Leder), Getriebe: 4-Gang, Papiere: Italienische Fahrzeugpapiere


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 23.06.2018 - 17:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: 21.06. - 23.06.2018


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.