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Lot Nr. 54 V


1935 Hanomag Typ 15 K Rekord Kabriolett


Eines von einer Handvoll überlebender Rekord Kabrioletts
Hochwertig in der Schweiz restauriert
Matching Numbers


Die Geschichte der Hannoverschen Maschinenbau AG, kurz Hanomag, begann im Jahr 1871, nachdem ein Bankenkonsortium die vor dem Aus stehende Eisen-Giesserey und Maschinenfabrik Georg Egestorff übernommen hatte. Man baute Lokomotiven, Dampfmaschinen und ab 1912 auch Traktoren. Zur selben Zeit tauchte erstmals der Name Hanomag auf.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs sank die Nachfrage nach Dampfmaschinen und auch in Hannover suchte man das Heil im Automobilbau. Die ersten Versuche fielen allerdings eher bescheiden aus. Mit dem Halbliter-Modell 2/10 präsentierte man einen Kleinwagen, der durchaus mit innovativen Ideen aufzuwarten wusste. Gegen Laubfrosch und Dixi war man aber unterlegen. Und obwohl man dennoch davon über 15.000 Stück verkaufen konnte, verdiente Hanomag kein Geld mit ihm und musste 1927 den Lokomotivbau an die Konkurrenz verkaufen.

Man blieb dem Kleinwagen treu, präsentierte aber Ende der 1920er Jahre konventionellere Automobile als den Erstling. Und obwohl man von der Wirtschaftskrise schwer getroffen war, konnte Hanomag 1930 bei den Verkaufszahlen hinter Opel den zweiten Platz in Deutschland erreichen. 1931 drohte abermals Ungemach, als Banken Kredite fällig stellten, was letztlich wieder in einer Restrukturierung und Übernahme durch den Bochumer Verein mündete.

Mit einer Reihe neuer Modelle näherte sich Hanomag Anfang der 1930er Jahre der automobilen Mittelklasse an. 1933 präsentierte man den 6/32 PS Typ 15 mit einem eineinhalb Liter Vierzylinder-Reihenmotor mit hängenden Ventilen, der als Typ 15 K im Jahr darauf auf Rekord umgetauft wurde. Einzeln aufgehängte Vorderräder, ein Vierganggetriebe und eine Ganzstahlkarosserie waren keineswegs Standard zu jener Zeit. Die Karosserien lieferte Ambi Budd aus Berlin und es gab Aufbauten als zwei- und viertürige Limousine, als zweisitzigen Roadster und als viersitziges Zwei-Fenster Kabriolett.

1937 bekam der Rekord etwas mehr Leistung und zusätzlich war auch ein Dieselmotor verfügbar. Zur selben Zeit näherte sich Hanomag mit dem Sechszylinder-Modell Sturm der Oberklasse an. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fand die Automobilproduktion in Hannover ein jähes Ende, da auch bei Hanomag auf Rüstungsbetrieb umgestellt wurde. Nach dem Krieg versuchte man mit dem Kleinwagen Partner einen neuen Anlauf, kam aber übers Vorserienstadium nicht hinaus.

Dieser Hanomag Rekord ist eines der seltenen Zwei-Fenster-Kabrioletts mit der hübschen Karosserie-Linie, wie man es von Ambi Budd kennt. Er wurde in die Schweiz ausgeliefert und dort ein halbes Jahrhundert später zur großen Aufgabe, die sich der Vorbesitzer aus dem Kanton Aargau für seinen Lebensabend vorgenommen hatte. Über viele Jahre hinweg restaurierte er sein Kabriolett mit unglaublicher Hingabe und ohne jegliche Rücksicht auf Zeit und Kosten.

Im Alter von 84 ließ er das fertig restaurierte Kabriolett schließlich zu, ein Jahr später bat er einen befreundeten österreichischen Sammler sich des Hanomags anzunehmen. Mit der Restauration war seine Arbeit getan, das Fahren und Bewahren überließ er lieber jemand anderem. In der österreichischen Sammlung war der Hanomag bestens aufgehoben und wurde wenig, aber regelmäßig bewegt. Nun bietet sich hier die Gelegenheit auf ein seltenes, bildhübsches Vorkriegs-Cabriolet, von dem es heute vielleicht noch eine Handvoll gibt und das mit seinem außergewöhnlichen Zustand so sicherlich kein zweites Mal zu finden sein wird.

Chassis: 209745,
Motor: 208929,
Aufbau: 128273,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

03.07.2021 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 46.000,-
Schätzwert:
EUR 26.000,- bis EUR 38.000,-

1935 Hanomag Typ 15 K Rekord Kabriolett


Eines von einer Handvoll überlebender Rekord Kabrioletts
Hochwertig in der Schweiz restauriert
Matching Numbers


Die Geschichte der Hannoverschen Maschinenbau AG, kurz Hanomag, begann im Jahr 1871, nachdem ein Bankenkonsortium die vor dem Aus stehende Eisen-Giesserey und Maschinenfabrik Georg Egestorff übernommen hatte. Man baute Lokomotiven, Dampfmaschinen und ab 1912 auch Traktoren. Zur selben Zeit tauchte erstmals der Name Hanomag auf.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs sank die Nachfrage nach Dampfmaschinen und auch in Hannover suchte man das Heil im Automobilbau. Die ersten Versuche fielen allerdings eher bescheiden aus. Mit dem Halbliter-Modell 2/10 präsentierte man einen Kleinwagen, der durchaus mit innovativen Ideen aufzuwarten wusste. Gegen Laubfrosch und Dixi war man aber unterlegen. Und obwohl man dennoch davon über 15.000 Stück verkaufen konnte, verdiente Hanomag kein Geld mit ihm und musste 1927 den Lokomotivbau an die Konkurrenz verkaufen.

Man blieb dem Kleinwagen treu, präsentierte aber Ende der 1920er Jahre konventionellere Automobile als den Erstling. Und obwohl man von der Wirtschaftskrise schwer getroffen war, konnte Hanomag 1930 bei den Verkaufszahlen hinter Opel den zweiten Platz in Deutschland erreichen. 1931 drohte abermals Ungemach, als Banken Kredite fällig stellten, was letztlich wieder in einer Restrukturierung und Übernahme durch den Bochumer Verein mündete.

Mit einer Reihe neuer Modelle näherte sich Hanomag Anfang der 1930er Jahre der automobilen Mittelklasse an. 1933 präsentierte man den 6/32 PS Typ 15 mit einem eineinhalb Liter Vierzylinder-Reihenmotor mit hängenden Ventilen, der als Typ 15 K im Jahr darauf auf Rekord umgetauft wurde. Einzeln aufgehängte Vorderräder, ein Vierganggetriebe und eine Ganzstahlkarosserie waren keineswegs Standard zu jener Zeit. Die Karosserien lieferte Ambi Budd aus Berlin und es gab Aufbauten als zwei- und viertürige Limousine, als zweisitzigen Roadster und als viersitziges Zwei-Fenster Kabriolett.

1937 bekam der Rekord etwas mehr Leistung und zusätzlich war auch ein Dieselmotor verfügbar. Zur selben Zeit näherte sich Hanomag mit dem Sechszylinder-Modell Sturm der Oberklasse an. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fand die Automobilproduktion in Hannover ein jähes Ende, da auch bei Hanomag auf Rüstungsbetrieb umgestellt wurde. Nach dem Krieg versuchte man mit dem Kleinwagen Partner einen neuen Anlauf, kam aber übers Vorserienstadium nicht hinaus.

Dieser Hanomag Rekord ist eines der seltenen Zwei-Fenster-Kabrioletts mit der hübschen Karosserie-Linie, wie man es von Ambi Budd kennt. Er wurde in die Schweiz ausgeliefert und dort ein halbes Jahrhundert später zur großen Aufgabe, die sich der Vorbesitzer aus dem Kanton Aargau für seinen Lebensabend vorgenommen hatte. Über viele Jahre hinweg restaurierte er sein Kabriolett mit unglaublicher Hingabe und ohne jegliche Rücksicht auf Zeit und Kosten.

Im Alter von 84 ließ er das fertig restaurierte Kabriolett schließlich zu, ein Jahr später bat er einen befreundeten österreichischen Sammler sich des Hanomags anzunehmen. Mit der Restauration war seine Arbeit getan, das Fahren und Bewahren überließ er lieber jemand anderem. In der österreichischen Sammlung war der Hanomag bestens aufgehoben und wurde wenig, aber regelmäßig bewegt. Nun bietet sich hier die Gelegenheit auf ein seltenes, bildhübsches Vorkriegs-Cabriolet, von dem es heute vielleicht noch eine Handvoll gibt und das mit seinem außergewöhnlichen Zustand so sicherlich kein zweites Mal zu finden sein wird.

Chassis: 209745,
Motor: 208929,
Aufbau: 128273,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 03.07.2021 - 15:00
Auktionsort: Vösendorf
Besichtigung: Mittwoch, 30.06.2021 bis Samstag, 03.07.2021 9-14 Uhr


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.