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Lot Nr. 26 V


1934 Lancia Augusta (ohne Limit/ no reserve)


Erstes Mittelklasse-Modell von Lancia
Startberechtigt bei der Mille Miglia
Nur drei Besitzer seit 1947
Matching Numbers


Anfang der 1930er Jahre erkannte auch Vincenzo Lancia, dass sich der Siegeszug des Automobils von Wirtschaftskrisen und Faschismus als Nährboden des bereits dämmernden Unglücks nicht würde aufhalten lassen. Allerdings ließen sich mit Lancias sündteuren Oberklasse-Wagen keine Massen mobilisieren. Mit Auslaufen des Meisterstücks Lambda begann Lancia seine Produktpalette auch nach unten zu diversifizieren.

So entstand die Augusta, die 1932 am Pariser Autosalon ihre Premiere feierte. In Sachen technologischen Fortschritt standen die kleinen Lancias ihren großen, luxuriösen Brüdern um nichts nach. Da zählte Lancia stets zur internationalen Speerspitze. Während anderorts noch Tischler an den Karosserien zimmerten, baute Lancia bereits selbsttragende, viertürige, B-Säulen-lose Karosserien. Ebenso außergewöhnlich war der Motor, ein Vierzylinder in V-Form mit einem verschwindend kleinem Öffnungswinkel von gerade einmal 18°. Aus 1.195 ccm schöpfte man 35 PS, was die leichten Limousinen über 100 km/h schnell machte. Damit war die Augusta auch tadellos für den Renneinsatz gewappnet. Bei der Targa Florio 1936 schaffte man einen Vierfachsieg und auch bei der Mille Miglia ließen die Augustas ihren Erzrivalen Fiat hinter sich. Bei den Verkaufszahlen sah es hingegen anders aus. Zu aufwendig und zu teuer waren Entwicklung und Produktion und folglich zu hoch der Preis. Damit sah man gegen die Fiats wenig Land. Und doch entstanden von 1933 bis 1936 ein wenig über 14.000 Augustas, einige davon auch in Frankreich unter dem Namen Belna. Neben den kleinen Berline gab es die Augusta auch als Fahrgestell zu kaufen, das man beim Karosseriebauer seiner Wahl einkleiden lassen konnte.

Diese Augusta stammt aus dem Jahr 1934 und wurde, nachdem sie den Zweiten Weltkrieg wohlbehalten überstanden hatte, im April 1949 auf das Kennzeichen A.P. 5041 in der Provinz Ascoli Piceno in der Region Marken wieder zugelassen. Wie aus den Papieren hervorgeht, diente der Lancia einer Werkstatt eines ehemaligen Partisanenkämpfers als Mietwagen. Mit den letzten Überprüfungsstempeln im Jahr 1953 endete wohl auch seine professionelle Karriere. Schon 1984 wurde für die Augusta als historisches Fahrzeug die Steuerbefreiung beantragt, aber erst 1995 wurde sie offiziell für private Zwecke umgewidmet. 1996 wechselte die Augusta erstmals in der Nachkriegszeit den Besitzer, blieb aber im selben Ort beheimatet. Vermutlich um diese Zeit herum war der Lancia behutsam restauriert worden, wobei sichtlich größtes Augenmerk auf Authentizität und Originalität gelegt worden war. 2017 holte der Einbringer die Augusta von dort nach Österreich für seine kleine, feine Lancia-Sammlung. Er überholte die Bremsen und spendierte ihr einen Drehzahlmesser und ein Wasserthermometer um stets Herr über des Motors Wohlbefinden zu sein. Nun gibt der Besitzer seine drei Berline in neue Hände. Alle drei sind sie wunderbare Beispiele von Lancias Ingenieurskunst, einmalig, damals wie heute.

Chassis: 31-8515,
Motor: 9018,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung und Italienische Carta di Circulazione von 1949 (entwertet)

17.10.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 32.200,-
Schätzwert:
EUR 25.000,- bis EUR 35.000,-

1934 Lancia Augusta (ohne Limit/ no reserve)


Erstes Mittelklasse-Modell von Lancia
Startberechtigt bei der Mille Miglia
Nur drei Besitzer seit 1947
Matching Numbers


Anfang der 1930er Jahre erkannte auch Vincenzo Lancia, dass sich der Siegeszug des Automobils von Wirtschaftskrisen und Faschismus als Nährboden des bereits dämmernden Unglücks nicht würde aufhalten lassen. Allerdings ließen sich mit Lancias sündteuren Oberklasse-Wagen keine Massen mobilisieren. Mit Auslaufen des Meisterstücks Lambda begann Lancia seine Produktpalette auch nach unten zu diversifizieren.

So entstand die Augusta, die 1932 am Pariser Autosalon ihre Premiere feierte. In Sachen technologischen Fortschritt standen die kleinen Lancias ihren großen, luxuriösen Brüdern um nichts nach. Da zählte Lancia stets zur internationalen Speerspitze. Während anderorts noch Tischler an den Karosserien zimmerten, baute Lancia bereits selbsttragende, viertürige, B-Säulen-lose Karosserien. Ebenso außergewöhnlich war der Motor, ein Vierzylinder in V-Form mit einem verschwindend kleinem Öffnungswinkel von gerade einmal 18°. Aus 1.195 ccm schöpfte man 35 PS, was die leichten Limousinen über 100 km/h schnell machte. Damit war die Augusta auch tadellos für den Renneinsatz gewappnet. Bei der Targa Florio 1936 schaffte man einen Vierfachsieg und auch bei der Mille Miglia ließen die Augustas ihren Erzrivalen Fiat hinter sich. Bei den Verkaufszahlen sah es hingegen anders aus. Zu aufwendig und zu teuer waren Entwicklung und Produktion und folglich zu hoch der Preis. Damit sah man gegen die Fiats wenig Land. Und doch entstanden von 1933 bis 1936 ein wenig über 14.000 Augustas, einige davon auch in Frankreich unter dem Namen Belna. Neben den kleinen Berline gab es die Augusta auch als Fahrgestell zu kaufen, das man beim Karosseriebauer seiner Wahl einkleiden lassen konnte.

Diese Augusta stammt aus dem Jahr 1934 und wurde, nachdem sie den Zweiten Weltkrieg wohlbehalten überstanden hatte, im April 1949 auf das Kennzeichen A.P. 5041 in der Provinz Ascoli Piceno in der Region Marken wieder zugelassen. Wie aus den Papieren hervorgeht, diente der Lancia einer Werkstatt eines ehemaligen Partisanenkämpfers als Mietwagen. Mit den letzten Überprüfungsstempeln im Jahr 1953 endete wohl auch seine professionelle Karriere. Schon 1984 wurde für die Augusta als historisches Fahrzeug die Steuerbefreiung beantragt, aber erst 1995 wurde sie offiziell für private Zwecke umgewidmet. 1996 wechselte die Augusta erstmals in der Nachkriegszeit den Besitzer, blieb aber im selben Ort beheimatet. Vermutlich um diese Zeit herum war der Lancia behutsam restauriert worden, wobei sichtlich größtes Augenmerk auf Authentizität und Originalität gelegt worden war. 2017 holte der Einbringer die Augusta von dort nach Österreich für seine kleine, feine Lancia-Sammlung. Er überholte die Bremsen und spendierte ihr einen Drehzahlmesser und ein Wasserthermometer um stets Herr über des Motors Wohlbefinden zu sein. Nun gibt der Besitzer seine drei Berline in neue Hände. Alle drei sind sie wunderbare Beispiele von Lancias Ingenieurskunst, einmalig, damals wie heute.

Chassis: 31-8515,
Motor: 9018,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung und Italienische Carta di Circulazione von 1949 (entwertet)


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 17.10.2020 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 16.10. - 17.10.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.