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Lot Nr. 52 V


1956 Mercedes-Benz 190 SL


Seit 1991 beim letzten Besitzer
Matching Numbers


Die Idee zum 190 SL kam von einem gebürtigem Wiener, dem späteren New Yorker Importeur, Max Hofmann. Der drängte den Vorstand in Stuttgart dazu, doch endlich das, vorsichtig ausgedrückt, etwas konservative Modellprogramm ein wenig aufzufrischen. Konkret dachte er dabei an eine Straßenversion des Rennwagens 300 SL und dazu als Ergänzung ein schickes Boulevard- Cabriolet mit profaner Technik. Und tatsächlich standen zwei solche Prototypen nebeneinander auf der New Yorker Automesse im Februar 1954. In nur wenigen Monaten war der 190 SL gezeichnet und entwickelt worden, auf Basis der soliden Ponton-Mechanik, aus der man mit zwei Solex-Doppelvergasern ganze 105 PS kitzelte. Die waren damals allemal ausreichend um das Gros der anderen Verkehrsteilnehmer hinter sich zu lassen. Optisch lehnte man sich hingegen stark an den hauseigenen Supersportwagen an.

Am 2. März 1956 ging dieser 190 SL in der Sonderfarbe hellblau-metallic (DB 353) mit Sonderleder in hellgrau auf die Reise nach Los Angeles, Kalifornien. 1989 kehrte der Mercedes mit einem Deutsch-Amerikaner wieder in seine Heimat zurück und wurde in Frankfurt am Main zugelassen. Von diesem erwarb ihn der Einbringer 1990 „in aufwendig restauriertem Zustand“, was mit zwei Fotos belegt ist. Laut Angaben des Einbringers betrug der Meilenstand damals 57.800, was laut Verkäufer der originale gewesen sein soll. Als weitere Besonderheit verfügte das Cabriolet über massive, hölzerne Abdeckleisten an Armaturenbrett und Fensterschächten, wie sie auch andere noble Mercedes-Wagen jener Zeit hatten. Laut Aussage eines Mercedes-Mitarbeiters war es bis 1956 möglich, den 190 SL werkseitig zu individualisieren, gut möglich also, dass auch das Holz ab Werk verbaut war.

1992/93 ließ der Einbringer den 190 SL in einem etwas kräftigeren Farbton neu lackieren und ließ ihn nach Fertigstellung am 7. Mai 1993 wieder zu. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch im Handschuhfach ein zusätzlicher Kilometerzähler einbaut, der seither gerade einmal 16.214 anzeigt. Noch immer ist der originale Motor eingebaut, was in Zusammenhang mit dem wohl originalen Leder die Aussage der Originallaufleistung durchaus glaubhaft erscheinen lässt. Auch die Holzapplikationen sind so aufwendig, dass sie professionell gefertigt worden sein müssen. Außerdem verfügt dieser 190 SL noch über die begehrten Kübelsitze, weil er eben ein ziemlich frühes Exemplar ist. Im Gesamten ein ganz besonderes Auto, weil ja schon der normale 190 SL ein besonderes Auto ist, das im Laufe der Jahre wieder milde Gebrauchsspuren angesetzt hat. Aber mit 65 Jahren muss man nicht mehr wie neugeboren ausschauen, wenn man glaubhaft erscheinen will.

Chassis: 121 042 6500783,
Motor: 121 921 6500693,
Aufbau: A121 042 6500636,
Papiere: Deutsche historische Zulassung

17.10.2020 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 94.300,-
Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 100.000,-

1956 Mercedes-Benz 190 SL


Seit 1991 beim letzten Besitzer
Matching Numbers


Die Idee zum 190 SL kam von einem gebürtigem Wiener, dem späteren New Yorker Importeur, Max Hofmann. Der drängte den Vorstand in Stuttgart dazu, doch endlich das, vorsichtig ausgedrückt, etwas konservative Modellprogramm ein wenig aufzufrischen. Konkret dachte er dabei an eine Straßenversion des Rennwagens 300 SL und dazu als Ergänzung ein schickes Boulevard- Cabriolet mit profaner Technik. Und tatsächlich standen zwei solche Prototypen nebeneinander auf der New Yorker Automesse im Februar 1954. In nur wenigen Monaten war der 190 SL gezeichnet und entwickelt worden, auf Basis der soliden Ponton-Mechanik, aus der man mit zwei Solex-Doppelvergasern ganze 105 PS kitzelte. Die waren damals allemal ausreichend um das Gros der anderen Verkehrsteilnehmer hinter sich zu lassen. Optisch lehnte man sich hingegen stark an den hauseigenen Supersportwagen an.

Am 2. März 1956 ging dieser 190 SL in der Sonderfarbe hellblau-metallic (DB 353) mit Sonderleder in hellgrau auf die Reise nach Los Angeles, Kalifornien. 1989 kehrte der Mercedes mit einem Deutsch-Amerikaner wieder in seine Heimat zurück und wurde in Frankfurt am Main zugelassen. Von diesem erwarb ihn der Einbringer 1990 „in aufwendig restauriertem Zustand“, was mit zwei Fotos belegt ist. Laut Angaben des Einbringers betrug der Meilenstand damals 57.800, was laut Verkäufer der originale gewesen sein soll. Als weitere Besonderheit verfügte das Cabriolet über massive, hölzerne Abdeckleisten an Armaturenbrett und Fensterschächten, wie sie auch andere noble Mercedes-Wagen jener Zeit hatten. Laut Aussage eines Mercedes-Mitarbeiters war es bis 1956 möglich, den 190 SL werkseitig zu individualisieren, gut möglich also, dass auch das Holz ab Werk verbaut war.

1992/93 ließ der Einbringer den 190 SL in einem etwas kräftigeren Farbton neu lackieren und ließ ihn nach Fertigstellung am 7. Mai 1993 wieder zu. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch im Handschuhfach ein zusätzlicher Kilometerzähler einbaut, der seither gerade einmal 16.214 anzeigt. Noch immer ist der originale Motor eingebaut, was in Zusammenhang mit dem wohl originalen Leder die Aussage der Originallaufleistung durchaus glaubhaft erscheinen lässt. Auch die Holzapplikationen sind so aufwendig, dass sie professionell gefertigt worden sein müssen. Außerdem verfügt dieser 190 SL noch über die begehrten Kübelsitze, weil er eben ein ziemlich frühes Exemplar ist. Im Gesamten ein ganz besonderes Auto, weil ja schon der normale 190 SL ein besonderes Auto ist, das im Laufe der Jahre wieder milde Gebrauchsspuren angesetzt hat. Aber mit 65 Jahren muss man nicht mehr wie neugeboren ausschauen, wenn man glaubhaft erscheinen will.

Chassis: 121 042 6500783,
Motor: 121 921 6500693,
Aufbau: A121 042 6500636,
Papiere: Deutsche historische Zulassung


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 17.10.2020 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 16.10. - 17.10.2020


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.